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Umwelttipps

Was im Herbst wichtig ist

Mittlerweile hat man sich ja daran gewöhnt, dass Ende September bereits die ersten Nikoläuse und Meisenknödel in den Regalen der Discounter und Supermärkte liegen. Ein Zeichen dafür, dass der Kommerz sämtliche Jahreszeiten und Festtagskalender über den Haufen wirft. Abseits vom Kommerz kann es allerdings nicht schaden, bereits jetzt an die kalte Jahreszeit zu denken (falls einem der Klimawandel keinen Strich durch die Rechnung macht).
Es gehört bei vielen Gartenbesitzern einfach zum Herbst, die Beete und Rabatten abzuräumen und den Garten umzugraben. Dabei ersetzt eine Rabatte mit abgeblühten Stauden samt den darin beheimateten Kleinlebewesen und Samen viel abgepacktes Vogelfutter. Die Natur deckt nämlich in der Regel selbst den Tisch für die Vogelwelt in der kalten Jahreszeit. Deshalb sollte man nicht bereits jetzt die Vögel füttern.
Das übliche Umgraben der Gartenbeete ist ebenfalls problematisch. Dadurch kommt Sauerstoff in den Boden, der zur Freisetzung von Nitrat führt. Da dann keine Pflanzen mehr den Boden bedecken, wird das Nitrat ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser ausgewaschen. Es wäre deshalb wesentlich ökologischer, auf den abgeernteten Beeten Gründüngerpflanzen wie etwa Senf zu säen, die die Nährstoffe im Boden für das kommende Frühjahr binden und damit auch zur Nitratverminderung beitragen. Außerdem wird durch das Umgraben die nährstoff- und humusreiche Oberschicht nach unten gewendet, so dass wesentliche Nährstoffe für die Pflanzen verlorengehen können.



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Pestizide sind überall

30.9.20: Neueste Untersuchungen zeigen, dass Pestizide längst nicht nur auf dem Acker bleiben, auf dem sie ausgebracht wurden. Der folgende Bericht zeigt, dass wir ihnen kaum auskommen können:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2020/pestizide/pestizidrueckstaende-in-der-luft-wir-haben-nachgemessen.html



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auch Hornissen und Wespen verdienen unseren Schutz

12.9.20: Viele Menschen haben vor Wespen oder gar Hornissen eine panische Angst und würden deren Nester am liebsten vernichten. Beide Arten sind allerdings geschützt, weil ihr Bestand in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Sicher können Wespen besonders im Spätsommer lästig werden, wenn man gerade auf der Terrasse den Zwetschgenkuchen verspeisen will. In der Regel werden Wespen nur dann aggressiv, wenn man ihrem Nest zu nahe kommt oder nach ihnen schlägt.

Geradezu friedliche Tiere sind die Hornissen, über die mancher Schauermärchen erzählt. Sie bauen ihr Nest gern in Vogelnistkästen wie die zwei Fotos aus einem Margetshöchheimer Garten zeigen, die im Abstand von wenigen Tagen aufgenommen wurden. Die schwerfälligen Tiere fliegen oft noch bei einbrechender Dunkelheit und bleiben meist selbst dann noch gelassen, wenn man ihre "Einflugschneise" quert und sie gegen einen brummen.

Beide Arten zählen übrigens zu den Nützlingen, da sie beträchtliche Mengen Schadinsekten verspeisen. Im Frühjahr sieht man sie relativ selten, da die Völker im Spätherbst sterben und nur die Königinnen überwintern. Diese müssen dann im nächsten Jahr erst wieder ein Volk aufbauen.



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Hornisse 1




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so kann man Insekten schützen

4.9.20: Die MM hat in einem Antrag für die Gemeinderatssitzung am 8.9.20 folgenden Antrag gestellt:
"Pflegeplan der Wege im Gemeindewald
Die Gemeinde sorgt dafür, dass im Gemeindewald die Wegränder erst im Spätherbst ab Oktober einseitig gemäht werden, so dass jeweils ein Wegstreifen mit Pflanzenbewuchs einen Winter über stehen bleibt.
Begründung:
Gerade Wegränder sind für viele Insektenarten, hier besonders auch für Schmetterlinge, ein wichtiges Nahrungsbiotop und auch ein Überwinterungsstandort. Zugleich reicht ein einseitiges Mähen einmal im Jahr aus, um eine mögliche Verbuschung zu verhindern."

Dass die Forderung der MM keine Marotte von "grünen Spinnern" ist, zeigt der folgende Beitrag des Bayerischen Rundfunks:
https://m.youtube.com/watch?v=z-EEa7_JtJg



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Das Märchen vom Wasserstoff

16.8.20: Sie erinnern sich an die Schlagzeilen vor wenigen Wochen?

„Die Bundesregierung will 9 Milliarden Euro im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie investieren.“ Und der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger schwärmt: „Made in Bavaria wird zum Wasserstoff-Gütesiegel“ und weiter: „Bayern wird damit zu einem weltweit führenden Wasserstoff-Land. Das nützt den Menschen und der Umwelt, weil es Arbeitsplätze schafft und den Ausstieg aus der fossilen Energienutzung beschleunigt.“

Also Wasserstoff heißt das Wundermittel, das in wenigen Jahren unsere Umweltprobleme lösen wird, Autos Züge, Schiffe fahren mit Brennstoffzellen und Wasserstoff, die Stahlindustrie ersetzt Kohle durch Wasserstoff, sogar Flugzeuge sollen mit diesem Treibstoff fliegen können usw.

Es stimmt ja auch, wenn Wasserstoff verbrennt und damit seine Energie freigibt, kommt nur Wasser heraus, das die Umwelt fast nicht belastet „Fast“ deshalb, weil bei Flugzeugen nach wie vor die Emission von Wasser zu Kondensstreifen führt, die den Treibhauseffekt verstärken.

Zugegeben diese Zunkunftsszenarien sind nicht ganz unrealistisch, aber sind sie wirklich so schön, wie es uns z.B. der Wirtschaftsminister Aiwanger vorschwärmt?

Kommen wir zu den Fakten:

Wasserstoff ist keine Energiequelle, sondern nur ein Energieträger, er muss erst energieaufwendig erzeugt werden. Aktuell wird Wasserstoff aus Erdöl oder Erdgas hergestellt. Der Wirkungsgrad liegt bei nur 60 - 70 %. Zusätzlich muss man noch die Transportverluste bei Erdgas abrechnen, z.B. von Russland nach Deutschland. Zählt man das zusammen, so verbraucht man zu Zeit in Deutschland, um Wasserstoff zu gewinnen, rund die doppelte Energiemenge des Energieträgers Erdgas und belastet gleichzeitig die Umwelt durch CO2 und Methan, bis wir bei dem Energieträger Wasserstoff sind. Also zwei Teile Energie Erdgas ergeben nur einen Teil Energie Wasserstoff + viel CO2 und Methanverluste.

Das wissen auch viele Wasserstoffbefürworter, die dafür plädieren, das CO2 unterirdisch zu speichern. Dann würde aus dem schlechten Wasserstoff zumindest ein blauer Wasserstoff. Allerdings vergessen diese Befürworter dabei gern, dass die Abscheidung und Kompression von CO2 erneut sehr energieaufwendig ist, so dass noch mehr Erdgas verbraucht wird. Auch ist die Speichertechnologie bislang wenig erprobt. Dazu kommt, dass ein Großteil des Erdgases aus Russland importiert wird, ein Land, das zur Zeit nicht unbedingt ein zuverlässiger Partner ist.

Die Herstellung von grünem Wasserstoff, also aus regenerativen Quellen (z.B. Wind oder Sonne) wäre weitgehend umweltneutral, doch Vorsicht, auch hier gibt es eine Reihe von Problemen.

1. Die Herstellung von Wasserstoff mit Strom über Elektrolyse hat nur einen Wirkungsgrad von 60 bis 70 %, wenn man die Abwärme, die dabei anfällt, nicht nutzen kann. Das gilt sicher für die großen Energieanlagen, die auf dem Meer oder in der Sahara angedacht sind. Hinzu kommt, dass z.B. in Marokko das Wasser für den Wasserstoff rar ist, der in großen Mengen in der Wüste hergestellt werden soll. Hier könnten Meerwasser-Entsalzungsanlagen helfen, doch diese sind wiederum ernergieaufwendig.

2. Wasserstoff ist das leichteste Element, das es gibt. Zum Transport von Wasserstoff muss dieser komprimiert werden, und dazu bedarf es erneut Energie. Die Kompression von Wasserstoff oder die Verflüssigung bei über minus 240° Grad Celsius bringt einen weiteren Energieverlust von rund 20 % mit sich. Hinzu kommen Pumpstationen, die das Gas durch Rohsysteme zum Verbraucher bringen, oder Transportschiffe mit flüssigem Wasserstoff, die ebenfalls Energie brauchen. Also ein verlustreicher Weg von den 100 Prozent Wind- oder Solarenergie zu den rund noch 40 bis 50 %, die von der Ausgangsenergie übrigbleiben bei der Wasserstofftankstelle, der Brennstoffzelle oder dem Stahlwerk. Diese Transportverluste in Rohrsystemen gelten ebenfalls für den schmutzigen Wasserstoff, d.h. es würde dadurch mehr CO2 in die Atmosphäre gepustet.

3. Doch damit noch nicht genug. Der stolze Autobesitzer, der flüssigen Wasserstoff sich in den Tank holt, sollte möglichst rasch den Wasserstoff verbrauchen, denn der flüssige Wasserstoff lässt sich in einem Autotank schlecht speichern, er verdunstet stets ein wenig, sodass nach wenigen Wochen kaum noch die Hälfte im Tank ist. Und hier gibt es kaum technische Lösungen!

4. Unsere Gasleitungssysteme und Speicher für Methan stellen zur Zeit unsere größten Energiespeicher dar, die Deutschland, d.h. den gesamten (!) Energiebedarf in Deutschland, wohl länger als einen Monat bedienen könnten, selbst wenn kein Erdgas mehr geliefert würde. Ersetzt man das Erdgas durch Wasserstoff, müssten die Rohrleitungssysteme aber zusätzlich mit Kunststoff ausgekleidet werden. Sonst droht der Wasserstoff die Rohre zu beschädigen, man spricht von Wasserstoff-Korrosion. Man kann zwar Wasserstoff nochmals chemisch umwandeln in Methan, für dieses Gas sind die Erdgasrohre ausgelegt, doch dazu benötigt man nochmals viel Energie, so dass aus dem Strom der Solarmodule oder der Windgeneratoren nur noch maximal 30 % übrig bleiben. Also in unserer hoffentlich nahen umweltfreundlichen Zukunft sollte Wasserstoff-Technologie nur dort eingesetzt werden, wo sie nicht durch elektrische Energie ersetzbar ist, d. h. in der Stahlindustrie, in der chemischen Industrie, bei Schiffen, bei Flugzeugen, LKWs usw. Wobei wir heute noch nicht genau sagen können, wie die Batterie-Technologie voranschreiten wird.

Wer also von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft schwärmt, sollte zumindest bei den Umweltenergien kräftig aufs „Gas“ - pardon - auf „Sonne und Wind“ drücken. Nur dann macht die Wasserstoff-Technologie einen Sinn. Doch CSU und freie Wähler stehen mit der 10-H-Regelung für Windräder bei den Umweltenergien auf der Bremse. Und diese Koalition hat gerade ein schon lange geplantes Windmühlenprojekt hier in Franken abgelehnt.

Mich erinnert das an den bekannten Satz „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!“. Wir sind für die Energiewende, wir sind für Umweltenergien, doch nicht hier, doch nicht jetzt usw.

Es ist ein langer und schwieriger Weg, unsere umweltbelastenden fossilen Energien durch Sonne und Wind zu ersetzen. Bei der Corona-Krise haben die Politiker uns Bürgern viel zugemutet, um Leben zu retten. Und dies war weitgehend richtig so. Aber bei der menschengemachten Klimakrise, die durch Stürme, Überschwemmungen, Hitzewellen usw. ebenfalls viele Menschen krank macht, die auch vielen Menschen den Tod bringt, wird gezögert, wird auf Zeit gesetzt.

Es wäre schön, wenn die Herren Söder und Aiwanger, Frau Merkel und ihr Verkehrsminister Scheuer über diese Zusammenhänge Bescheid wüssten. Ich habe da meine Zweifel. Denn statt ernsthaft die Energiewende anzugehen, statt ernsthaft die Sonnen- und Windenergie zu fördern, bietet man uns Sonntagsreden vom „Wundermittel Wasserstoff“.

Gerhard von Hinten



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Bio ist Umweltschutz und keine Ökospinnerei

2.8.20: Biologisch erzeugte Lebensmittel haben bei vielen, auch in unserem Ort, den Beigeschmack der Ökospinnerei. Dabei ist es mittlerweile erwiesen, dass der Ökolandbau Klima und Umwelt wesentlich weniger belastet als die konventionelle Landwirtschaft. Mittlerweile weiß man auch, dass ökologisch erzeugte Lebensmittel auch qualitativ besser sind. So ist der Biolandbau inzwischen in vielen Bereichen längst aus der Ökonische herausgewachsen und zu einem bedeutenden Faktor geworden. Selbst der Weinbau, in dem früher der Bioanbau ein unbedeutendes Nischendasein fristete, hat heute in der LWG (Landesanstalt für Wein- und Gartenbau) in Veitshöchheim einen bedeutenden Stellenwert. Man weiß mittlerweile um die Qualität ökologisch erzeugter Weine. https://www.br.de/mediathek/video/unter-unserem-himmel-fraenkische-winzer-auf-neuen-wegen-av:5a3c5678185c080018d194dc



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Grünland zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn

26.7.20: Ursprünglich waren die landwirtschaftlichen Flächen unterhalb der Staatsstraße zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn intensiv genutzt. In den 50er, 60er und 70er Jahren wurde dort die typische Ackernutzung von Sonderkulturen, vor allem Erdbeeren und Rhabarber, abgelöst. Anfang der 60er Jahre wurden in diesem Gebiet die beiden Brunnen gebohrt, die heute noch den Ort mit Trinkwasser versorgen. Da die Sonderkulturen häufig intensiv gedüngt wurden, stiegen die Nitratwerte im Grundwasser im Laufe der Jahre deutlich an. Von Erlabrunn her schob sich eine weitere Nutzung, nämlich die Sandgewinnung, in Richtung Margetshöchheim vor. Das heutige Naherholungsgebiet mit den beiden Baggerseen ist das Überbleibsel des Sandabbaus. Südlich des Ickelsgrabens, der heute die Gemarkungsgrenze markiert, entstand ebenfalls ein großer Baggersee, der später wieder verfüllt wurde.
Wegen der starken Nitratbelastung wurden schließlich Mitte der 80er Jahre nicht zuletzt auf Initiative von BN und MM die Sonderkulturen aus der Wasserschutzzone nördlich der Eiwo verbannt. Um die Nitratwerte zu senken wurden dort immer mehr Flächen in Grünland umgewandelt. Später wurde dann dort auch der Streuobstanbau reaktiviert, so dass die Fläche zwischen dem Radweg und der Staatsstraße heute zumindest teilweise dem Landschaftsbild der 50er Jahre gleichkommt.
Um die Nitratwerte möglichst schnell zu senken, müssen die Wiesen regelmäßig gemäht und das Heu abgefahren werden. Heuer erfolgte dies witterungsbedingt nur Schritt für Schritt, was aus ökologischen Gründen übrigens sehr sinnvoll wäre. Wenn die Fläche, wie sonst üblich, in einem Stück gemäht wird, verlieren die Insekten nämlich schlagartig ihren Lebensraum.
Ein Teil der Flächen, die wegen der Obstbäume nicht mit dem Traktor gemäht werden können, werden jedes Jahr nach der Heuernte gemulcht, was für den Grundwasserschutz nur die zweitbeste Lösung ist, da die Nährstoffe auf der Fläche bleiben und die nitratreichen Böden somit nicht ausgemagert werden können.



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Grünland im Sandflurgebiet




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Das sollten Sie wissen

22.7.20: Der gefürchtete Eichenprozessionsspinner ist in den letzten Jahren auch bei uns immer häufiger aufgetreten. So wurde im neuen Friedhof vor einigen Jahren ein Bereich um eine befallene Eiche abgesperrt, weil seine Brennhärchen gefährliche Allergien auslösen können. Alles Wichtige hierzu erfahren Sie hier:
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-07/eichenprozessionsspinner-gift-raupen-haare-allergie-sommer-biologie?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Das stinkt zum Himmel

19.7.20: Die Ölgewinnung durch Fracking in Nordamerika war von Anfang an ein Verbrechen an der Umwelt und den Menschen in vielen Regionen. So ist in vielen Gegenden das Grundwasser bereits durch die in den Untergrund gepressten Chemikalien verseucht und nicht mehr genießbar: https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing#Potentielle_Umweltschäden_und_Gefahren oder
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/usa-exportieren-mehr-gas-in-die-eu-wie-fracking-das-leben-in-foerderregionen-veraendert/24313718.html
Auch die EU und natürlich die BRD sind mitverantwortlich für die verheerenden Auswirkungen des US-Fracking-Booms. Donald Trump hat nämlich die Europäer durch die Androhung massiver wirtschaftlicher Sanktionen zur verstärkten Abnahme von US-Frackinggas gedrängt.
Durch den Verfall der Ölpreise sind mittlerweile viele Frackingfirmen pleite. Da die Bohrlöcher oft nicht mehr verschlossen werden, tritt massiv Methan aus, was wesentlich stärker als Kohlenstoffdioxid zur Erderwärmung beiträgt.
https://orf.at/stories/3173365/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Da blüht es gewaltig

9.7.20: Zwischen dem Radweg und dem mittleren Sandflurweg sind kurz vor dem Naherholungsgelände zwei große Blühflächen entstanden, die momentan vor allem durch die Phaceliablüte die Landschaft in Blau getaucht haben. Für die Bienen ist das zweifelsohne eine tolle Sache. Noch besser wäre es natürlich, wenn man dazu eine Ackerfläche geopfert und nicht eine langjährige Wiese umgebrochen hätte.



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Blühfläche am Radweg Richtung Erlabrunn




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Kein Gund für Entwarnung

23.6.20: Wenn es ein paar Tage geregnet hat, wenn eine Pandemie alle anderen Themen in den Hintergrund gedrängt hat, dann ist für viele zwar die Welt nicht in Ordnung, aber die Klimakatastrophe wieder etwas Abstraktes, was man am liebsten verdrängt. Dabei sprechen die Fakten eine andere Sprache:
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Deutschland zu den drei Ländern gehört, die am meisten im Jahr 2018 von den Wetterkatastrophen betroffen waren:
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_86936516/klimakrise-kaum-ein-land-ist-so-von-extremwetter-betroffen-wie-deutschland.html



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Teuer für wen?

10.6.20: Die Main-Post berichtete gestern unter der Überschrift "Der Strom wird noch teurer" über die Energiepreise und gab vor allem der Förderung der erneuerbaren Energien die Schuld. Dabei wurden wesentliche Gründe nicht angesprochen bzw. verzerrt dargestellt. Wir veröffentlichen deshalb hier eine Stellungnahme von Gerhard von Hinten hierzu:

Wer nur die Strompreise für Haushalte anschaut, sieht nur die eine Hälfte der Medaille. Man könnte auch schreiben „Strom wird noch billiger“, denn die Strompreise für Großverbraucher sind seit Jahren billiger geworden und zählen zu den billigsten in Europa (siehe Eurostat).

Man reibt sich die Augen und fragt sich, wie passt das zusammen. Ja es passt und es waren Politiker - wie Sigmar Gabriel SPD, Altmaier CDU - und die Industrielobby, die daran nicht unschuldig sind.

Fangen wir mit dem Schwierigsten an, dem Merit-Order-Effekt: Früher war mittags der Strom am teuersten, jetzt ist er mittags oft spott-billig, weil Kohle- und Kernkraftwerke nicht die Produktion herunterfahren und zugleich große Mengen an Solarstrom produziert werden. Dies hat zwei Folgen:

1. Die Großabnehmer haben billigen Strom an der Börse, zur Corona-Zeiten teilweise kostenlos, sonst meist nur 3 bis 4 Cent pro KWh.

2. Die Differenz zu den festen Einspeisungskosten der Umweltenergien wird auf die übrigen Stromverbraucher umgelegt, insbesondere die kleinen Haushalte, von denen die Main-Post hier berichtet.

Doch halt, jetzt kommt die nächste Ungerechtigkeit, nämlich die Sonderregelungen für stromintensive Unternehmen. Bei der EEG-Umlage zahlen hier die größten Verbraucher nur 0,05 Cent pro KWh, kleinere Unternehmen zahlen etwas mehr, davon können Haushalte nur träumen, die 7 bis 8 Cent pro KWh zahlen müssen. Rund die Hälfte des industriellen Stromverbrauchs, so das Umweltministerium, fällt unter diese Sonderregelung.

Und da ist noch ein weiterer Kostenfaktor, der Großverbraucher begünstigt, es sind die Netzentgelte, sprich die Gebühren, die Netzbetreiber dafür verlangen, dass Strom durch ihre Netze fließt. Auch hier werden wieder Großverbraucher vom Staat rechtlich bevorzugt werden, die Kosten zahlen wieder die meisten Haushalte und kleinen Unternehmen.

Es wird höchste Zeit, dass der Gesetzgeber mit diesen kaum durchschaubaren Gesetzen und Verordnungen zugunsten der Großverbraucher aufräumt und die Kosten gerechter verteilt.

Nur dann sehen wir auch, dass der Hauptpreistreiber nicht der Ökostrom ist, sondern die von CDU/CSU, SPD und Gewerkschaften unterstützen Großbetriebe. Zugleich sollten die seriösen Medien nicht nur über Stromkosten der Privathaushalte informieren, sondern auch über die Vorzüge, die die Politiker den Großkunden eingeräumt haben.

Gerhard von Hinten



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Rücksicht auf die Natur

8.6.20: Der Sommer ist für die meisten Menschen die Zeit, in der man durchatmet, das Leben genießt und seinen Gefühlen freien Lauf lässt. In der Tierwelt, besonders bei den Vögeln sieht das etwas anders aus. Haben sie endlich einen geeigneten Nistplatz und das passende Weibchen gefunden, beginnt der Nestbau, und das eigene Revier muss lautstark verteidigt werden. Letzteres interpretieren wir als Ausdruck der Freude und der Lust, dabei ist es - auch der Gesang der Nachtigall - nichts anderes als der Hinweis an die Konkurrenz, dass das Revier bereits besetzt ist. Kommt dann schließlich nach wenigen Wochen der Nachwuchs aus dem Ei geschlüpft, geht der Stress erst richtig los. Futter muss fast rund um die Uhr beschafft und die Jungspunde müssen vor den Nachstellungen der Nesträuber bewahrt werden. Dazu zählt übrigens weniger die Spezies, die wir gerne als Raubvögel bezeichnen, sondern vor allem Elstern, Krähen und andere Flugobjekte. Und natürlich müssen sie auch immer ein wachsames Auge auf die Stubentiger haben.
Stress gibt es für die liebe Vogelschar im Sommer also reichlich. Da müssen wir Menschen nicht auch noch den gefiederten Sängern Probleme bereiten, wo wir doch - zumindest in unseren Regionen - uns mehr auf gegrillte Gummiadler und nicht auf Singvögel spezialisiert haben. Leider weiß das die liebe Vogelschar nicht. Deshalb sollten wir einige Grundregeln beachten: Wenn Vogelmama oder Vogelpapa lauthals zetern (oder wie die Nachtigall vernehmlich schnarren), muss dies nicht immer an Kater Kalo oder der Elster liegen, oft reicht es schon, wenn wir Zweibeiner den Standort wechseln, damit wieder Ruhe einkehrt. Man sollte auch möglichst nicht zu offensichtlich das Einflugloch des Nistkastens beobachten, da sich dann viele Vögel vorsichtshalber lieber ihrem Nachwuchs nicht nähern, gerade jetzt, wo die zweite Brutzeit begonnen hat.
Um so verwunderlicher ist es, dass einige Bürgermeister, wo die Staatsregierung als Ersatz für die eigentlich sinnvollen Nationalparks zum Beispiel im Irtenberger Forst Alibi-"Naturwälder" ausweisen will, gleich an einen Baumwipfelpfad denken. Das hat mit Naturschutz rein gar nichts zu tun. Diese Art der Volksbelustigung auf Augenhöhe mit den Vogelnestern ist für die gefiederten Sänger eine weitere Belastung und Belästigung.



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Auch Licht kann verschmutzen

24.5.20: Lange Zeit wurde Zeitgenossen mitleidig belächelt, die angesichts taghell erleuchteter Städte von Lichtverschmutzung sprachen. Heute weiß man, dass damit nicht nur Energie verschwendet und somit auch unnötig Schadstoffe produziert werden, die wesentlich zur Erderwärmung beitragen. Inzwischen ist auch bekannt, dass die Straßenbeleuchtung mit zum Insektensterben beiträgt: https://kommunal.de/beleuchtung-von-oeffentlichen-plaetzen?utm_medium=email&utm_source=newsletter&utm_campaign=20200130

Die Umstellung auf LED ist zwar geeignet, den Stromverbrauch zu verringern, die LED-Beleuchtung kann sich jedoch auf die Augengesundheit problematisch auswirken:
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/LED-Lampen-foerdern-Makuladegeneration,led266.html



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Eichenprozessionsspinner auf den Bachellern?

26.4.20: In der Aprilsitzung des Gemeinderats wollte die SPD-Fraktion wissen, warum auf den Äußeren Bachellern oberhalb der Birkachstraße bzw. Bachwiese Warnschilder vor dem Eichenprozessionsspinner aufgestellt seien. Dort besitzt der Bund Naturschutz ein großes Halbtrockenrasenbiotop, das als "Schützenswerter Landschaftsbestandteil" ausgewiesen ist. Da die Ortsvorsitzende des Bund Naturschutz Brigitte Muth-von Hinten als Zuhörerin anwesend war, konnte sie den Sachverhalt aufklären. Sie erklärte, dass im vergangenen Jahr einige Bäume vom Eichenprozessionsspinner befallen gewesen seien, so dass die Nester von einem Fachmann entfernt werden mussten. In diesem Jahr habe man vorsorglich - es gibt noch keinen Befall - Warnschilder aufgehängt.



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Der Klimawandel schläft nicht

26.4.20: Nach zwei extrem trockenen Jahren bahnt sich ein drittes an. Falls nicht bald ergiebige Niederschläge kommen, werden die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und das Grundwasser verheerend sein.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87754106/duerre-in-deutschland-april-extrem-trocken-bauern-alamiert.html



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Bauernproteste: publikumswirksam, aber ...

23.12.19: Die derzeitigen Bauernproteste mit der Demonstration von PS-starken Treckern mögen zwar publikumswirksam sein, die Lage der bäuerlichen Betriebe werden sie aber auf Dauer kaum verbessern können. Es ist einfach lächerlich, wenn sich die Landwirte jetzt als angebliche Prügelknaben der Gesellschaft in den Schmollwinkel zurückziehen. Wenn die Bauern ehrlich sind, brauchen sie keine Streicheleinheiten, sondern verlässliche und handfeste Rahmenbedingungen für eine gesicherte Zukunft. Das erreicht man jedoch auf Dauer sicher nicht, wenn man zum Beispiel gegen Einschränkungen bei der Gülleausbringung und Naturschutzauflagen Sturm läuft. Viel wichtiger ist es, zusammen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen dafür zu sorgen, dass Leistungen der Landwirte - und hier besonders der bäuerlichen Betriebe und nicht der Agrarfabriken - für Natur, Umwelt und Landschaft ohne großes Gefeilsche und Bürokratie fair honoriert werden. Deshalb veröffentlichen wir hier die gemeinsame Stellungnahme von Bund Naturschutz und der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft:

BUND Naturschutz (BN) und Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) warnen vor haltlosen Vorwürfen

Nach wie vor kursieren bei Bauernprotesten Vorwürfe, Umweltauflagen schadeten der Landwirtschaft und wären derzeit der Grund für die Aufgabe von Bauernhöfen.
Agitiert wird vor allem das sogenannte Agrarpaket der Bundesregierung, das minimale Änderungen an den Direktzahlungen an die Landwirte beinhaltet, sowie Düngungseinschränkungen in Gebieten vorschreibt, bei denen hohe Nitratwerte im Grundwasser nachgewiesen wurden. Außerdem richtet sich der Protest gegen die geplanten Einschränkungen von Unkrautvernichtungsmitteln und teilweise auch Insektiziden in Schutzgebieten, in denen auch bisher kaum Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden.

Proteste fehlgeleitet
„Die Proteste der Bäuerinnen und Bauern sind grundsätzlich berechtigt. Auch der BUND Naturschutz demonstriert gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern, Entwicklungs- und Tierschutzorganisationen während der Grünen Woche in Berlin für eine Neuausrichtung der Agrar- und Förderpolitik.“, so Richard Mergner, BN Vorsitzender. „Wir setzen uns seit vielen Jahren für neue Rahmenbedingungen ein, die eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft statt einer immer intensiveren Industrielandwirtschaft fördert.“
„Die Folgen dieser ständigen Intensivierung für Billigproduktion und Weltmarkt können nicht über technische Verfahren zur Gülleausbringung, größere Güllelager und immer neue Auflagen gelöst werden, es müssen die Ursachen angegangen werden“, so Josef Schmid, Vorsitzender der AbL Bayern. Was die bäuerliche Landwirtschaft braucht, ist Abkehr von der Intensivierungsfalle, ein Umbau des Fördersystems, damit bäuerliche Arbeit, artgerechte Tierhaltung und Umweltleistungen entlohnt werden. Ungeeignet sind pauschale Flächenprämien, denn diese werden zum großen Teil an die Verpächter durchgereicht, und bieten Immobilienaufkäufern- nicht nur in Ostdeutschland- hohe jährliche Renditen.
„Es macht wenig Sinn, sich gegen den Vollzug europäischer Umweltgesetze, wie der Nitrat- und Wasserrahmenrichtlinie zu wenden“, so Josef Schmid, und weiter: „ Bäuerinnen und Bauern brauchen durch eine Weiterentwicklung der Gemeinsamen Marktordnung eine besseren Marktstellung gegenüber der Verarbeitungsindustrie, wie Molkereien, Schlachtunternehmen, aber auch Mühlen und Lagerhäusern damit sie durch faire, kostendeckende Preise wirtschaftlich in die Lage versetzt werden, höheren gesellschaftlichen Anforderungen betreffs Artenvielfalt, Tiergerechtigkeit, Klima- oder Umweltschutz gerecht zu werden. Alle Marktbeteiligten müssen bereit sein, Überproduktion zu vermeiden und die Mengen an den Bedarf einer ernährungsbewussteren Verbraucherschaft anzupassen.

“Systembashing“ nicht „Bauernbashing“
„Das vielbeklagte „Bauernbashing“ ist in Wirklichkeit eine Kritik an den falschen agrarpolitischen Weichenstellungen, denn zu hohe gesundheitsschädliche Nitratwerte in Teilen unseres Grund- und Trinkwassers und das Insektensterben sind nicht wegzudiskutieren, und wesentlich durch die Intensivierung der Landwirtschaft verursacht. Nicht Bäuerin oder Bauer stehen im Fokus der gesellschaftlichen Kritik, sondern die verfehlte agrarpolitische Weichenstellung“, so Stephan Kreppold, Sprecher des BUND Naturschutz Arbeitskreises Landwirtschaft. „Landwirte und Umweltverbände sollten zusammenarbeiten um die notwendige gesellschaftliche Unterstützung für eine neue Agrarpolitik zu erreichen.“
BN und AbL sind sich einig, dass Hofaufgaben und fehlende Hofnachfolger nicht durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ oder das Agrarpaket der Bundesregierung verursacht sind.
Tatsache ist aber, dass der Strukturwandel eine gewollte Folge der seit Jahrzehnten herrschenden Handels- und Niedrigpreis-Agrarpolitik ist, die unterstützt durch Agrarwissenschaft, Beratung durch Pflanzenschutz- und Düngemittelvertreter, gerade auch in den landwirtschaftlichen Fachmedien, sowie in der Landwirtschaftsausbildung und -beratung, viele Betriebe zum Aufgeben gezwungen oder in die Existenzkrise getrieben hat. Weitere Folge dieser Weichenstellung, die die Absätze der Agrochemiesparte genährt hat, sind die nicht mehr zu leugnenden massiven Belastungen im Naturhaushalt, für die das intensive Landwirtschaftssystem eine der Hauptverursacher ist.

Gemeinsame Forderungen
Für einen Gesellschaftsvertrag fordern BN und AbL Bayern:
• Abkehr von einer Freihandelspolitik der EU, die zu Lasten von Bauern und Umwelt in den beteiligten Staaten führt. CETA, TTIP oder Merkosur bedrohen bäuerliche Strukturen zugunsten weltweit agierender Unternehmen.
• Das Umsteuern in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und Gemeinsamen Marktordnung (GMO) sofort in Berlin und Brüssel einleiten.
• Die Sicherung gerade der kleinstrukturierten bayerischen Betriebe muss besonders berücksichtigt werden.
• Die Gemeinsame Marktordnung muss dazu genutzt werden, die Marktstellung der Landwirte zu verbessern und ein Überangebot am Markt zu verhindern
• Leistungen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz müssen entsprechend ihrer hohen Wertigkeit entlohnt werden können!
• Umbau der Tierhaltung zu artgemäßeren Ställen und Ernährung der Tiere mehrheitlich von der eigenen Futterfläche mit 3-stelligen Millionenbeträgen innerhalb der nächsten 15 Jahre voranbringen, und die Tierhaltung auf ein klimaverträgliches Maß reduzieren.
• Kooperation mit dem Lebensmittelhandel für Fairness in der Wertschöpfungskette. Die Landwirte können die höheren Anforderungen bezüglich Umweltschutz und Tierwohl nachhaltig nur dann erfüllen, wenn die damit verbundenen Mehrkosten über staatliche Zahlungen und durch den Markt, also den Konsumenten, abgedeckt werden. Der Handel spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und muss bereit sein, mehr Transparenz bei Erzeuger- und Endverbraucherpreisen anzubieten.
• Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Ausbildung, Beratung und Forschung: Das zukünftige Lehr- und Forschungsprogramm der Agrarwissenschaften erfordert eine grundlegende Neuorientierung, die eine ganzheitliche ökologisch-ökonomisch-gesellschaftswissen-schaftlichen Betrachtungsweise ermöglicht.

Für Rückfragen:
Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin, Tel. 0911 81878-20/21;
marion.ruppaner@bund-naturschutz.de

Josef Schmid, Vorsitzender AbL Bayern, Tel. 0171-1108148
bioschmid@t-online.de

Interessante Informationen finden Sie auch in der Wochenendausgabe der Main-Post:
https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Nitrat-im-Grundwasser-Alles-nur-gelogen;art763,10374939



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Mehr Bio für die Artenvielfalt?

24.11.19: Ein Ziel des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" war die Steigerung der biologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen bis 2030 auf 30 %. Das ist sicher nicht per Verordnung durchzusetzen. Es kann nur funktionieren, wenn die Bevölkerung umweltfreundlich erzeugte Lebensmittel auch kauft und nicht nur nach dem Motto "Geiz ist geil" an der Ladentheke einkauft. Ersteres wird von den konventionell wirtschaftenden Landwirten nicht ganz zu Unrecht bezweifelt. Seit Jahrzehnten wird bei Umweltproblemen der schwarze Peter dem Verbraucher zugeschoben, weil er durch sein Kaufverhalten großen Einfluss habe. Beim Bau von Bioprodukten trifft dies tatsächlich zu. Die Unterschrift beim Volksbegehren ist die eine Seite der Medaille, der Kauf von biologisch erzeugten Lebensmitteln ist die andere Seite. Wer für die Rettung der Artenvielfalt eintritt, ist nur dann glaubwürdig, wenn er durch seinen Einkauf Landwirte unterstützt, die umweltfreundlich ohne chemische Spritzmittel und Kunstdünger arbeiten. Sicher, es gibt auch konventionelle Landwirte, die einen Beitrag zur Rettung der Artenvielfalt leisten. So umfassend wie bei den Bio-Landwirten ist der Einsatz für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen allerdings nicht.



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Es ist höchste Zeit umzusteuern

31.10.19: Manche können es nicht mehr hören, aber immer mehr Studien belegen es einwandfrei: Unsere Art zu leben und zu wirtschaften ist lebensfeindlich. Und das gilt beileibe nicht nur für die Landwirtschaft, sondern für uns alle. Unser liebgewonnener Lebensstil, auf den kaum einer verzichten möchte, wirkt sich nicht nur auf unser Klima, sondern auf die ganze Bandbreite der Natur aus. Neueste Studien belegen eindeutig den erschreckenden Artenschwund bei den Insekten, der sich gravierend auf die gesamte Natur und natürlich auch auf uns Menschen auswirken wird. Wenn es so weiter geht, können wir unsere Obstbaumblüten bald wie in China mit dem Pinsel bestäuben (https://www.3sat.de/wissen/nano/menschliche-bienen-100.html ):
https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_86715422/neue-studie-zum-insektenschwund-in-deutschland-das-ist-erschreckend-.html



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Mehr Luft für die Pappeln

14.10.19: Ein Margetshöchheimer Bürger schrieb vor wenigen Tagen an die Mitglieder des Gemeinderats:
"Vor ca. einem Jahre hat der Bürgermeister H. Brohm auf einer Bürgerversammlung zugesagt, dass man über kurzfristige Maßnahmen zum Schutz der Pappeln am Mainufer, die unabhängig von der geplanten Umgestaltung (Stegneubau usw.) ausgeführt werden können, nachdenken werde.

Seit ca. 12 Monaten hört man insbesondere, wenn man nachts durch den Ort geht, ein kräftiges Knirschen und Knacken im Ort vor lauter Nachdenken. Leider kennt man weder den Stand der Gedanken noch kann man ein umgesetztes Ergebnis feststellen, wie die 3 exemplarischen und aktuellen Bilder im Anhang zeigen.

Vielleicht darf ich mich als Bürger dieser Gemeinde am Nachdenken beteiligen und einen Vorschlag machen:
Entfernen der Teerdecke um und zwischen den Bäumen ca. 0,5 bis 1 m
Auffüllen mit Kies oder Schotter

Diese Arbeit ist kurzfristig (vielleicht vom Bauhof) auszuführen, behindert den Verkehr nicht, verdrängt keine Parkplätze, behindert den späteren Umbau des Mainufers nicht und die betroffenen Bäume hätten 3 bis 5 Jahre früher bessere Standortbedingungen."
Pappeln eingekeilt 1 /2 /3

Die MM hat sich im wahrsten Sinne des Wortes vor Jahr und Tag am 13.10.18 bereits auf ihrer Website mit diesem Thema beschäftigt: Nachwuchs für die Pappeln und eingekeilt
Eigentlich war es schon längst geplant, die Pappeln am Parkplatz und an der Straße gegenüber Maxl Bäck vom Teer zu befreien.



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Pappeln eingekeilt 1




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Pappeln eingekeilt 2




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Pappeln eingekeilt 3




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heute noch so aktuell wie vor einigen Monaten

26.8.19: Am 31.3.19 veröffentlichte Spiegel Online folgende immer noch hochaktuelle Kolumne:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fridays-for-future-die-kinder-sind-laengst-noch-nicht-wuetend-genug-a-1260262.html



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Sind wir noch zu retten? Fakten zum Klimawandel

15.8.19: Was kann man gegen die bevorstehende weltweite Klimakatastrophe tun?
- Man nennt sie verharmlosend "Klimawandel", klingt ja schon besser als Klimakatastrophe.
- Man verdrängt die alles andere als rosigen Aussichten und freut sich über das "schöne Wetter", nach dem Motto grillen und chillen.
- Man leugnet schlicht und einfach die unangenehmen Fakten und trägt noch kräftig dazu bei, dass die Erderwärmung noch schneller voranschreitet. Beispiele dafür gibt es genug: Donald Trump mit seiner Energiepolitik, Brasiliens Präsident Bolsonaro, der noch mehr Tropenwälder abholzen lässt, oder die AfD, die ihre Wähler für dumm verkauft (falls das überhaupt noch möglich ist) und gegen den Klimaschutz Stimmung macht.
- Man macht sich über die jungen Leute lustig, die Freitag für Freitag für ihre und unsere Zukunft demonstrieren, indem man krampfhaft nach der Stecknadel im Heuhaufen sucht, um sie unglaubwürdig zu machen.

Man könnte sich allerdings auch umfassend informieren und seine Lebensgewohnheiten ändern. Aber das ist wohl zu viel verlangt.
Für alle diejenigen, die sich zumindest sachlich informieren wollen, hier einige Details:
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_86106202/klimawandel-umweltminister-ziehen-bilanz-wir-werden-einfach-nicht-klueger-.html



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Ist Fliegen nur halb so schlimm?

3.8.19: Gerade in der Urlaubszeit wird die Auswikung des Fliegens auf das Klima heiß diskutiert oder ganz einfach verdrängt. Fakten finden Sie im folgenden SZ-Beitrag:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klima-fliegen-co2-grafik-1.4534651?utm_source=pocket-newtab



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Mobilität mal anders ..

13.7.19: Stephanie Röll, eine begeisterte Radfahrerin aus Margetshöchheim, hatte die Idee, den Margetshöchheimern die Nutzung von Lastenfahrrädern schmackhaft zu machen. Deshalb stellt sie zusammen mit der Initiative Freies Lastenrad beim Margaretenfest Lastenräder vor. Weitere Informationen können Sie der Pressemitteilung entnehmen:
pmlastenradmfest.pdf [336 KB]



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So kann kommunaler Naturschutz aussehen

28.6.19: Nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren "Rettet die Bienen" werden zu Recht auch die Kommunen beim Artenschutz in die Pflicht genommen. Ein Naturschützer aus dem Raum Ochsenfurt hat vor einiger Zeit den Bürgermeistern im Landkreis Würzburg ganz konkrete Maßnahmen empfohlen. Auch Bürgermeister Brohm erhielt dieses Schreiben, das Sie hier finden: kommunalernsschutz.pdf [149 KB]



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Vielfalt im Naturgarten

26.6.19: Vielfalt stellt sich meist ein, wenn der Mensch der Natur Raum gibt und nicht dauernd regulierend eingreift. Angesichts einer immer noch naturfremden oft auch naturfeindlichen Lebensweise kann man aber auch unterstützend tätig sein und Lebensräume im eigenen Garten schaffen. Das kann zum Beispiel auch ein Kräutereck sein, in dem man die Pflanzen zum Blühen kommen lässt, etwa den Schnittlauch oder den wilden Oregano.



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Hirschkäfermännchen




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Hirschkäferweibchen




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Nashornkäfer




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Biene auf Schnittlauchblüte




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Idealer Standort für Blühwiese

21.6.19: Angela Marquardt hat uns ein Foto von der Rückseite eines Garagenhofs im Sandflurweg zugesandt. Die Wiese ist ungefähr 5 Jahre alt. In den letzten Jahren sah sie durch die Regen- und Hitzeverhältnisse deutlich anders aus. Durch die Regenfälle in diesem Jahr hatten viele bislang nicht gesehene Pflanzen die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Es gibt die Jungfer im Grünen, Margeriten, Eisenkraut, Kornblumen und vieles mehr. Die Wiese wird von Faltern, Schmetterlingen, Bienen, Hummeln, Holzbienen und vielen kleinen Bienenarten beflogen.



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das wär doch was zum Nachahmen!




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Bio ist nicht gleich Bio

16.6.19: Eigentlich wollten wir Sie rechtzeitig zu Ostern über die Haltung von Legehennen informieren, was wir aber wegen der Berichterstattung über aktuelle Themen verschieben mussten. Da Eier aber nicht nur vom Osterhasen gebracht werden, ist das Thema auch heute noch aktuell.
Vor kurzem beschäftigte sich ein TV-Bericht über die Situation in den Legehennenställen. Darunter waren auch solche mit Freilaufhaltung und Bio-Betriebe. Dabei stellte sich heraus, dass selbst dann, wenn alle Vorschriften eingehalten werden, Anspruch und Wirklichkeit noch auseinanderklaffen können.
Einen Überblick über die verschiedenen Haltungsmethoden finden Sie hier:
https://www.oekolandbau.de/landwirtschaft/tier/spezielle-tierhaltung/gefluegel/legehennen/haltung/stall-und-haltungssysteme/volierenhaltung/
Gerade in einer Zeit, in der auch immer mehr Discounter das Bio-Segment entdeckt und Bio-Produkte in ihre Produktpalette aufgenommen haben, sollte der Verbraucher auch bei Bio-Produkten wachsam sein. Am sichersten ist man bei Produkten aus anerkannten Bioverbänden, das EU-Siegel allein garantiert lediglich die Mindeststandards. https://www.bund.net/themen/massentierhaltung/haltungskennzeichnung/bio-siegel/
Ein gewisser Hinweis auf die Standards kann bei Bioprodukten auch der Preis sein. So gibt es zum Beispiel bei Tegut schon relativ günstige Bio-Eier die 10er Packung zu 2,99 €. Direkt daneben liegen Bio-Eier zum Preis von 4,29 €, bei denen der Bio-Hof auf der Packung steht. Bei den teureren sind es meist Betriebe mit Fahrställen, die besonders tierfreundlich sind. Dabei handelt es sich auch kaum um Massentierhaltung, da das mit Fahrställen kaum praktikabel ist. Der Mehraufwand und die Art der Tierhaltung schlägt sich natürlich auch im Preis nieder.
Es spricht also etliches dafür Produkte mit dem Label "Bio mit Gesicht" zu kaufen.



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Wieder mal ein Lichtblick

14.6.19: Kurz vor Weihnachten 2018 hatten wir befürchtet, dass nach den ersten Frostnächten bei uns kein Eisvogel überlebt hat, da sich auch an den damals wieder offenen Gartenteichen kein Exemplar dieser fliegenden Edelsteine mehr sehen ließ Schlechte Aussichten für die Eisvogelpopulation . Erfreulicherweise war in den letzten Tagen an einem Gartenteich in Mainnähe wieder ein Eisvogel zu beobachten, wahrscheinlich ein Jungvogel. Es ist also anzunehmen, dass es durch Zuzügler im näheren Umfeld wieder einen Eisvogel oder evtl. sogar ein Pärchen gibt.



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Graureiher-Brutvorkommen

9.5.19: Genau da, wo das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro arc.grün und wohl auch die Gemeinderatsmehrheit einen Spielplatz errichten wollen, haben sich die ersten "Haus- bzw. Baumbesetzer" eingenistet. Auf den mächtigen Bäumen zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz ziehen seit einiger Zeit die Graureiher ihre Jungen auf. Die Margetshöchheimer Mitte hat die sicher nicht unbegründete Befürchtung, dass diese imposanten Bäume im einzigen noch naturnahen Innerortsbereich, der Teil des Landschaftsschutzgebietes Mainufer/Volkenberg ist, der Planung zum Opfer fallen werden. (siehe auch Was sind die Knackpunkte beim Bauabschnitt I? )
Wenn Sie auf der BN-Website etwas nach unten rollen, sehen Sie den Graureihernachwuchs:
https://wuerzburg.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/margetshoechheim.html



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Wertvolle Tipps für den privaten Insektenschutz

3.5.19: Seit dem erfolgreichen Bürgerbegehren "Rettet die Bienen" ist das Interesse der Bevölkerung an einer Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen auch im eigenen Garten stark gewachsen. Wir haben Ihnen deshalb als erste Orientierungshilfe einen Link zu einem einschlägigen Tipp des Bund Naturschutz geschaltet:
https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/garten/garten-bienenfreundlich-gestalten.html



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Margetshöchheimer Energiebericht 2018, Teil II

30.4.19: Im Gegensatz zum Stromverbrauch ( Margetshöchheimer Energiebericht 2018 ) stieg der Gasverbrauch in den letzten Jahren regelmäßig an:
2015: 405.609 kWh
2016: 410.796 kWh
2017: 414.637 kWh
2018: 452.504 kWh
Die Margarethenhalle ist mit 55 % am stärksten am Gasverbrauch beteiligt. Es folgen das Rathaus mit 32 % und der Bauhof mit 13 %.
Im Rathaus ist zwischen 2015 (147.120 kWh) und 2018 (144.605 kWh) ein geringer Minderverbrauch zu verzeichnen.
Bei der Margarethenhalle gab es zwischen 2015 (208.066 kWh) und 2018 (248.021 kWh) eine deutliche Steigerung, was teilweise wohl mit der Änderung der Einstellung der Fußbodenheizung beim Sängerzimmer, aber auch mit den jeweiligen Nutzungen zu tun hat.
Sehr deutlich ist auch der Anstieg bei der Heizenergie im Bauhof. Hier muss eindeutig nach Einsparpotentialen bei der Nutzung gesucht werden.
Der Verbrauch lag 2015 bei 50.423 kWh und 2018 bei 59.878 kWh.

Seit einigen Jahren wird beim Energiecontrolling auch der Wasserverbrauch erfasst. Die Verbräuche im Rathaus und im Bauhof lagen im üblichen Schwankungsbereich bei rund 180 cbm bzw. rund 50 cbm. Dagegen ging der Wasserverbrauch in der Margarethenhalle deutlich von 523 cbm im Jahre 2015 auf 257 cbm im Jahre 2018 zurück, was wohl auf den Rückgang bei den Vermietungen (besonders bei Hochzeiten) zurückzuführen ist, bei denen die Spülmaschine besonders häufig genutzt wurde.
Der hohe Wasserverbrauch im alten Friedhof (388 cbm statt 232 cbm 2017) dürfte vor allem auf die extrem trockene und heiße Witterung 2018 zurückzuführen sein. Extrem ist der Anstieg dagegen im neuen Friedhof. Dort stieg 2018 der Verbrauch von durchschnittlich 85 cbm auf 236 cbm, was allein nicht witterungsbedingt erklärbar sein dürfte. Man vermutet, dass trotz der Abstellung bei Winterbeginn 2017 ein Wasserhahn weiter tropfte. Das zeigt wieder einmal, wie stark sich tropfende Wasserhähne auf den Verbrauch auswirken können. Das hat sich bereits mehrmals im häuslichen Bereich gezeigt, als Hauseigentümer wegen ihrer unerklärlich hohen Wasserrechnung bei der Gemeinde reklamiert haben.



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Margetshöchheimer Energiebericht 2018

29.4.19: Frau Scherbaum, die als Architektin im Bauamt für den Hochbau zuständig ist, beschäftigt sich auch intensiv mit dem kommunalen Energieverbrauch. Bereits seit einigen Jahren erstellt sie einen Energiebericht für das jeweilige Jahr, der wertvolle Hinweise auf Energieeinsparungspotentiale gibt. Insgesamt ist die Entwicklung bei den kommunalen Verbrauchsstellen sehr erfreulich. So ging der jährliche Stromverbrauch von 2015 bis 2018 von 327.973 kWh auf 267.777 kWh zurück. Das ist vor allem eine Folge der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, die heuer abgeschlossen wird. Während im Jahre 2015 die Straßenbeleuchtung noch 42 % des Gesamtstromverbrauchs ausmachte, sind es 2018 nur noch 29 %.
Der Stromverbrauch im Rathaus ist von 29.208 kWh (2015) leicht auf 29.478 kWh (2018) angestiegen, was wohl vor allem an zwei zusätzlichen Arbeitsplätzen und einer längeren Gesamtarbeitszeit liegt. Die Margarethenhalle hat mit 37 % vor dem Rathaus mit 33 % den höchsten Stromverbrauch aller kommunalen Gebäude. Bei der Margarethenhalle hätte man sich wegen des Verzichts auf große Hochzeitsfeiern einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Hier ging der Verbrauch von 36.258 kWh (2015) auf 32.294 kWh (2018) zurück.
Auffällig ist der gestiegene Stromverbrauch in den Hochbehältern von 17.964 kWh (2015) auf 24.739 kWh (2018), was wohl vor allem mit der Verkeimung der rechten Kammer (Einsatz von Maschinen, Chlorung und mehrmaliges Leerpumpen) zusammenhängt. Auch im Wasserwerk kam es zu einem deutlichen Anstieg in den Jahren 2017 und 2018, was wohl an längeren Pumpzeiten und dem Einsatz eines Lüfters zur Vermeidung des Kondenswassers liegt: 68.192 kWh (2015), 75.330 kWh (2017) und 73.838 (2018).



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Wie kann die Mobilität der Zukunft aussehen?

16.4.19: Am 9.4.19 luden der Würzburger Oberbürgermeister und Landrat Nuß Vertreter der Stadt und die Bürgermeister der Umlandgemeinden zu einem Vernetzungs- und Informationstreffen ins Würzburger Rathaus ein, bei dem der derzeit amtierende 2. Bürgermeister Peter Etthöfer die Gemeinde Margetshöchheim vertrat. Dabei ging es vor allem um den Würzburger Masterplan zur Gestaltung einer nachhaltigen emissionsarmen Mobilität. Dabei wurden die verschiedensten Ansätze für eine emissionsarme Mobilität diskutiert, von Busspuren über bessere Radwege und Pendlerparkplätze bis hin zu günstigeren ÖPNV-Tickets.
Genau zu diesem Thema hat der Spiegel einen interessanten Beitrag veröffentlicht:
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/fahrrad-verkehr-vorschlaege-der-laender-nur-symbolische-massnahmen-a-1261473.html



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So helfen Sie den Bienen

7.4.19: Den Bienen und den Insekten ganz allgemein wollen mittlerweile viele helfen, neuerdings sogar die Staatsregierung. Damit es bei Bürgerinnen und Bürgern nicht nur beim Wollen bleibt, können Sie sich beim Münchner Umweltinstitut Anregungen holen:
http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Downloads/02_Mitmach-Aktionen/52_Bienengarten/Umweltinstitut_Muenchen_Dein_Bienengarten.pdf?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+-+21.03.2019&utm_content=Mailing_7274796



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Gäste willkommen

5.4.19: Der Gemeinde-Bauhof hat in den letzten Tagen zwei Insektenhotels aufgestellt, die aus der Werkstatt der Bauhofmitarbeiterin Ellen Roether stammen. Eines steht am Radweg am Beginn des Flutgrabens, das andere auf der Hochfläche am Flurbereinigungsgedenkstein.



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Insektenhotel




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Vorbildliche Eigeninitiative

4.4.19: In den letzten Wochen haben sich in vielen Orten Mitglieder von Organisationen an der Aktion "putz.munter" des Team Orange beteiligt und erhebliche Mengen Müll gesammelt, die ihre Mitmenschen achtlos und im wahrsten Sinne des Wortes rücksichtslos in die Natur geworfen haben. Besonders erfreulich ist es, wenn Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden, wie bei uns im Ort etwa Frau Hünig, die vor allem längs der Staatsstraße säckeweise Müll gesammelt hat. Solche Initiativen sind beachtlich.



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Rettet die Bienen - auch auf Gemeindeflächen!

1.4.19: Seit dem erfolgreichen Volksbegehren "Rettet die Bienen" wird der "schwarze Peter" gerne hin- und hergeschoben. So weist die Landwirtschaft mit Vorliebe auf die Verantwortung der Bürger für die Natur in ihren Gärten hin, und die wiederum nehmen oft die Kommunen in die Pflicht. Eigentlich haben ja alle recht. Doch damit kommen wir nicht weiter, wenn wir den sprichwörtlichen "stummen Frühling", in dem kein Vogel mehr zwitschert und keine Biene mehr summt, verhindern wollen. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen. Sicher, die Landwirtschaft hat die größten Flächen und mit ihrem Chemieeinsatz den meisten Einfluss auf die Natur. Andererseits müssen wir uns schon die Frage gefallen lassen, ob wir wirklich in unseren Gärten und im Rinnstein vor der Haustüre mit Chemie gegen die sogenannten Unkräuter vorgehen und mit Mährobotern dafür sorgen müssen, dass die Bienen nicht einmal ein Gänseblümchen im Einheitsrasen mehr finden, obwohl es bei uns bestimmt nicht wie in der Landwirtschaft ums wirtschaftliche Auskommen geht.
Sicher, auch die Gemeinde könnte noch mehr für Natur und Umwelt tun, indem sie etwa die Anlagen nur noch zwei- oder dreimal im Jahr mähen lässt und damit den Blühpflanzen eine Chance geben würde. Das würde - auch wenn es auf den ersten Blick schwer nachvollziehbar sein mag - für den Gemeindebauhof mehr Arbeit bedeuten und bei uns ein radikales Umdenken erfordern. Wir müssen uns einfach darüber im Klaren sein, dass auch Löwenzahn oder Brennnesseln Teil einer intakten Natur sind, dass die abgeblühten Pflanzen nicht schnellstens entfernt werden müssen, sondern als Teil des natürlichen Kreislaufs eine wichtige Funktion in der Natur haben. Wir müssen uns auch bewusst werden, dass zum Beispiel die Palmkätzchen in der freien Natur oder auch im Garten in erster Linie im Frühjahr die wichtigste Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten darstellen und im Garten besser aussehen als in der Vase auf dem Wohnzimmertisch. Dass das Umdenken nicht immer leicht fällt, das gilt für uns alle. Zum Umdenken gehört auch das Mitdenken. Wenn Sie Vorschläge für mehr Natur in der Gemeinde und vor allem auch auf Gemeindeflächen haben, dann lassen Sie uns das bitte wissen Kontakt . Wenn wir Vorschläge für mehr Natur auf den eigenen Flächen der Bürgerinnen und Bürger haben, dann unterbreiten wir Ihnen das in den nächsten Tagen.



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Totholz lebt

16.2.19: Tod schafft Leben: Totholzbäume sind nicht tot. Im Gegenteil, sie sind voller Leben und schaffen Leben, als Nisthöhlen für Vögel, Fledermäuse und Kleinsäuger, als Lebensraum und vor allem Nahrungsquelle für Insekten, Pilze und Kleinlebewesen. Solche Prachtexemplare finden Sie im Streuobstgebiet in der Wasserschutzzone.



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Dürreschäden

4.12.18: Angesichts der verheerendsten Dürre seit vielen Jahrzehnten sind die Niederschläge der letzten beiden Tage allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Bereits jetzt sind die Schäden in den unterfränkischen Wäldern unübersehbar. Das mussten auch die Bauhofmitarbeiter der Gemeinde feststellen, als sie nach Weihnachtsbäumen für den Rathaushof und die Dekoration in der Margarethenhalle suchten. Die jetzt sichtbaren Schäden bei den Nadelbäumen dürften jedoch lediglich die Spitze des Eisbergs sein. Im Frühjahr wird man dann sehen, wie stark die Laubbäume unter der extremen Dürre gelitten haben. Auch die Landwirtschaft war durch den Mangel an Niederschlägen stark betroffen. Falls es im Winterhalbjahr keine lang anhaltenden Niederschlagsereignisse gibt, werden wir - und nicht nur wir - es auch bei der Wasserversorgung zu spüren bekommen.
Margetshöchheim war im ablaufenden Jahr besonders von der Dürre betroffen. Während im Umkreis wenigstens ab und zu ein Gewitterschauer niederging, gab es bei uns keinen Tropfen.



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Was ist das LSG wert?

17.11.18: In der Gemeinderatssitzung am 13.11.18 ging es um einige Änderungen des Flächennutzungsplans und dabei vor allem um die Ausweisung des Gebiets südlich des Sportplatzes als Sondergebiet für Sport und Freizeit, für das auch ein Bebauungsplanentwurf vorlag. Diesem Vorhaben stand das Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Mainufer und Volkenberg“ im Wege, das vor einigen Jahrzehnten (damals noch von der Regierung von Unterfranken) ausgewiesen worden war und von Zell bis in den Landkreis Main-Spessart reicht. Nun ist es unstrittig, dass im fraglichen LSG seit Jahrzehnten u.a. der Sportplatz und zwei Häuser und neuerdings auch der Grillplatz liegen. Die Gemeinde will deswegen eine Rücknahme dieses Landschaftsschutzgebietes auf den tatsächlich schützenswerten Bereich bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragen und das LSG „neu ordnen“. Das klingt ja auf den ersten Blick noch ganz akzeptabel. Tatsächlich will die Gemeinde jedoch im Gemarkungsbereich nur noch den Abschnitt ab dem nördlichen Ortsende erhalten, der Rest soll gestrichen werden. Dagegen hat sich die MM-Fraktion gewehrt und gefordert, im fraglichen Bereich wenigstens einen zumindest 10 m breiten Uferstreifen im LSG zu erhalten, der – teilweise auwaldähnlich – dem LSG-Namen „Mainufer und Volkenberg“ wenigstens etwas gerecht wird. Der MM geht es also um die Erhaltung des rechtlichen Schutzes für einen typischen Mainuferstreifen. Der Herausnahme der restlichen Fläche bis hinauf zur Staatsstraße, nur die wird für das angestrebte Sondergebiet benötigt, hätte die MM zugestimmt, nicht aber einer Verhackstückung des Schutzgebiets durch die Herausnahme eines ganzen langen Uferstreifens.
Der Vollständigkeit halber muss noch angefügt werden, dass der ursprüngliche Zweck, nämlich Raum ein zweites Fußballfeld zu schaffen, wohl längst nicht mehr realistisch ist. Es geht hier allenfalls darum, die Tennisplätze hierhin zu verlagern, was auch die MM für sinnvoll gehalten hat. Tatsächlich dürfte der Zeitpunkt einer solchen Verlagerung in den Sternen stehen, was nicht am LSG und schon gar nicht an der MM, sondern an den dortigen Besitzverhältnissen liegt.

Die Gemeinderatssitzung dürfte übrigens mit Abstand die längste seit Jahren gewesen sein, sie endete 20 Minuten vor Mitternacht. Das lag nicht zuletzt daran, dass die dreißigseitige Stellungnahme der Träger öffentlicher Belange erst einen Tag vorher in digitaler Form den Gemeinderäten vorlag, so dass ein ausführliches Studium der Unterlagen und erst recht eine Behandlung in der Fraktionssitzung nahezu unmöglich war. Deshalb bestand die MM darauf, dass die Stellungnahmen der diversen Ämter vor einer Abstimmung verlesen wurden und auch diskutiert werden konnten.



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Photovoltaikanlage auf dem Brunnenhaus in Betrieb

29.1.18: Bereits am 10.12. 17 berichteten wir, dass auf dem Brunnenhaus der Wasserversorgung eine Photovoltaikanlage installiert wurde. Solarstrom für das Pumpenhaus
Die Anlage ist in den letzten Tagen nun endgültig in Betrieb gegangen. Betreiber ist die Gemeinde. Die Kosten sollen sich in 10 Jahren amortisiert haben.



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Pumpenstrom von der Sonne




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Schlechte Karten für Umwelt und Klima

Mittlerweile dürfte für jeden klar sein, dass der Klimawandel keine Vision ist, die vielleicht irgendwann einmal eintreten könnte. Er ist längst bei uns angekommen, weltweit. Um so bestürzender ist es, dass sich CDU, CSU und SPD sang- und klanglos vom Kampf gegen die fatalen Folgen des Klimawandels verabschiedet haben:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/groko-sondiererinnen-kippen-klimaziel-2020.html



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Schleiereule wieder vor Ort

27.12.17: Bis vor etwa 20 Jahren brüteten im Margetshöchheimer Kirchturm noch regelmäßig Schleiereulen und Turmfalken. Seitdem wurden im Ort allerdings keine Brutpaare mehr nachgewiesen. Darüber hatten wir bereits vor einigen Jahren berichtet: endlich wieder da ... und Etthöfer und von Hinten beim Bau des Brutkastens .
Vor zwei Jahren und auch heuer hielt sich zwar wieder eine Schleiereule in Margetshöchheimer Scheunen auf, allerdings ohne zu brüten. Die Anwesenheit der Eulen erkennt man leicht an den verkleckerten Scheunenböden unter ihren Sitzgelegenheiten und vor allem an Gewöllen, wie man die Speiballen mit den unverdaulichen Überresten ihrer Beutetiere (meist Mäuse) nennt. Schleiereulen waren bei den Landwirten früher sehr geschätzt, weil sie die Mäusepopulation klein hielten. Deshalb hatte früher fast jede Scheune im Giebel ein Einflugloch für die Eulen Eulenloch .
Nähere Informationen über die Schleiereule finden Sie hier: http://biosphaerenreservat-rhoen.de/schleiereule


 


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Eulenloch




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Jedes Jahr eine Zitterpartie

24.12.17: Der Eisvogel zählt zweifellos zu den schönsten heimischen Vogelarten. Dass er immer noch im Raum Margetshöchheim heimisch ist, grenzt nahezu an ein Wunder. Seit die Baggerseen vor Jahrzehnten zu einem Naherholungsgebiet umgewandelt worden waren, hat er hier allerdings keine Brutmöglichkeit mehr und musste in eine Gemarkung in der Nähe "umziehen". Im Sommer sieht man ihn zwar kaum, für Kenner ist sein Ruf allerdings nicht zu überhören, wenn er flach über die Wasserfläche des Mains fliegt oder in den Altwässern auf Fischfang geht.
In harten Wintern hat er allerdings kaum Überlebenschancen, wenn die Altwässer des Mains, der Baggersee und die Gartenteiche zugefroren sind. Das einzige Nahrungsbiotop ist dann der Flutgraben zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn. Deswegen hat sich der Margetshöchheimer Bund Naturschutz seit Jahrzehnten besonders für den Eisvogel eingesetzt. In einem Beitrag auf unserer Website haben wir uns 2010, als der Eisvogel Vogel des Jahres war, intensiv mit der Geschichte des Eisvogels in und um Margetshöchheim beschäftigt: Eisvogel: Vogel des Jahres 2010 .
Obwohl wir in diesem Winter bislang kaum Frostnächte hatten, war der Eisvogel kaum mehr zu sehen, was uns beunruhigt hat. Denn normalerweise stattet er im Herbst bis zum Frost im Winter bei der Suche nach maximal 8 - 9 cm langen Kleinfischen, die seine Nahrung sind, Gartenteichen regelmäßig Besuche ab. Heuer war er allerdings in den letzten Monaten nicht mehr zu sehen, so dass wir schon das Schlimmste befürchteten. Vor zwei Tagen tauchte allerdings eines dieser Prachtexemplare überraschend an einem der Gartenteiche im Etthöfergrundstück auf. Problematisch ist, dass der Flutgraben derzeit weitgehend mit Wasserpflanzen zugewachsen ist, so dass der Eisvogel kaum mehr Kleinfische finden kann. Es ist jedesmal eine Zitterpartie, ob der Eisvogel den Winter überlebt.
Auf den folgenden Fotos ist ein Eisvogel zu sehen, der über einem Gartenteich einem Weibchen einen Fisch anbietet, das übliche Ritual vor der Paarung Bestechung . Das zweite Foto zeigt einen Salontiger, der sich (erfolglos) an einen Eisvogel anschleicht da macht sich jemand Hoffnungen . Was man nicht sehen kann: Der Eisvogel ließ den Kater mehrmals relativ nahe an seinen Hochsitz herankommen, um dann immer im letzten Moment auf den gegenüberliegenden Ast zu fliegen. So lange, bis der Kater frustriert das Handtuch warf.



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Bestechung


Eisvogelmännchen bietet Weibchen einen Fisch an 



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da macht sich jemand Hoffnungen




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Margetshöchheimer Wald: ökologisch wertvoll

18.7.17: Die Gemeinde hatte den Umweltausschuss und die Bevölkerung zu einer Waldbegehung mit Revierförster Fricker eingeladen. Leider hielt sich die Beteiligung aus den Reihen des Gemeinderats und der Bevölkerung in engen Grenzen. Fricker verdeutlichte nicht nur die vielfältige Vernetzung im Lebensraum Wald sehr anschaulich, er erläuterte auch, warum gerade der Margetshöchheimer Wald so wertvoll ist. Wegen der Mittelwaldbewirtschaftung der früheren Jahrhunderte konnten sich die Eichen bei uns gut halten. Da dünnere Bäume meist für Brennholz von den Holzechtlern geschlagen wurden, konnten sich die frei stehenden Eichen, die als Bauholz dienen sollten, gut entwickeln, was natürlich allen wärmeliebenden Arten, z. B. auch den Schmetterlingen zugutekam. Der Margetshöchheimer Wald ist auch reich an seltenen Baumarten. So gibt es weit und breit kaum einen Wald mit so vielen Speierlingen.
Förster Fricker wies darauf hin, dass es derzeit Mittel von der Unteren Naturschutzbehörde gebe, wenn man wertvolle Bäume nicht fälle. Es sei auch sinnvoll, in Teilen des Waldes den Holzeinschlag zurückzufahren, um die ökologische Funktion des Waldes noch zu verbessern. Dafür bekomme die Gemeinde Punkte auf ihr Ökokonto, wenn es gelte, Eingriffe auszugleichen.
Weitere Informationen finden Sie in den Folien für die Gemeinderatssitzung am 19.7.17:
foliennaturschutzimgemeindewald.pdf [760 KB]



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Da fühlt sich jemand im Naturgarten wohl

Naturgärten sind nicht nur der ideale Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sie bieten auch für den Menschen eine Fülle von Überraschungen. So hielt sich ein Hirschkäferweibchen tagelang in einem Naturgarten auf.



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Hirschkäfer




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Hummeln, Bienen & Co

2.6.17: Wir haben gestern über den Zwangsumzug eines Hummelnestes berichtet, das unter dem Vordach des Rathaushintereingangs entdeckt wurde. Da mancher diese Aktion vielleicht für übertrieben hält, wollen wir hier kurz erklären, warum viele Insekten nicht nur für die Natur, sondern auch für uns Menschen eminent wichtig sind und warum Hummeln, Wespen und Hornissen heutzutage unter Naturschutz stehen.
Dass Bienen uns nicht nur Honig liefern, sondern auch für die Bestäubung der Blüten und damit für eine reiche Obsternte wichtig sind, dürfte bekannt sein. Seit einigen Jahren fällt auf, dass die Obstbäume im Frühjahr zwar reichlich blühen, dass in der Blütezeit jedoch immer weniger Bienen unterwegs sind, so dass sich die Obsternte im Herbst in Grenzen hält.
Der teils massive Rückgang der Bienenpopulation hat verschiedene Gründe. Neben verschiedenen Bienenseuchen ist vor allem der massive Einsatz von Pestiziden in Landwirtschaft und Gärten die Ursache für das Massensterben von Bienen. Neuerdings versuchen Chemiemultis sogar auf gerichtlichem Wege, den Einsatz ihrer für Bienen tödlichen Präparate zu erzwingen:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/europas-chemieriesen-klagen-gegen-bienengift-verbote.html
In diesem Frühjahr beklagen übrigens viele Imker, dass der Honigertrag ihrer Völker rasant zurückgegangen ist. Das liegt vor allem daran, dass in der Landwirtschaft immer weniger Blütenpflanzen wie Raps angebaut werden. Es ist schon paradox, dass der Honigertrag von Imkern, die ihre Bienenvölker in Städten aufgestellt haben, größer ist als in ländlichen Gebieten.
Dass unsere Obstbäume trotz aller Probleme immer noch einigermaßen bestäubt werden, liegt vor allem an den Hummeln, die im Gegensatz zu den Bienen auch noch bei niedrigen Temperaturen und bei schlechterem Wetter die Blütenpflanzen anfliegen.



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Vorsicht Biber!

16.11.16: In den letzten Jahren haben die Biber zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn immer häufiger zugeschlagen und teilweise auch mächtige Bäume gefällt. Sie haben dabei weniger am Holz Interesse als an den Blättern und der frischen Rinde, um so ihren Mittagstisch zu decken.
In Bereichen, die stark von Spaziergängern frequentiert sind, kann das durchaus gefährlich sein. Wir haben auf diese Gefährdung bereits mehrmals hingewiesen und davor gewarnt, im ufernahen Bereich zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn einen zusätzlichen Fußweg anzulegen.
Auch momentan sind wieder etliche Bäume angenagt, die wohl in Kürze flach liegen werden Aktive Biber . Die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts, aber auch des Margetshöchheimer Bauhofs fällen häufig angenagte Bäume umgehend und entfernen sie. Das ist sicher gut gemeint, aber wohl eher kontraproduktiv, da die Biber die Bäume fällen, um an ihre Nahrung zu kommen. Wenn diese Bäume jedoch umgehend entfernt werden, suchen sich die Biber einen neuen Baum, und das Ganze beginnt wieder von vorne.



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Aktive Biber


am Spielplatz 



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zwischen Main und Flutgraben




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auch große Bäume müssen dran glauben




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Auch Fachleute warnen vor Eingriff ins Biotop

7.11.16: Gestern brachten wir Ihnen mit einigen Fotos die Bedeutung des auwaldähnlichen Biotops zwischen Main und Flutgraben nahe (Ein Biotop mit Charakter ). Hartwig Ehrlicher, ein Margetshöchheimer Bürger und lange Jahre als Naturschutzfachmann in der Höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung von Unterfranken tätig, unterstützt die Bemühungen, das Biotop vor Eingriffen zu schützen. Er hat sich deshalb mit einem Schreiben an Bürgermeister Brohm und den Gemeinderat gewandt:
mainweg1.pdf [425 KB]
mainweg2.pdf [360 KB]



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Ein Biotop mit Charakter

6.11.16: Da die Gefahr momentan sehr groß ist, dass die Gemeinde einen Fußweg im Bereich zwischen Main und Flutgraben anlegt, wollen wir mit einigen Fotos auf den hohen Wert dieses Biotops hinweisen.



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da war der Biber aktiv 



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hier auch 



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Maßarbeit 



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Altwässer - Ausgleich für den Mainausbau 



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Schilfzonen - Brutgebiet für geschützte Sänger 



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Biberburg 



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Bienenragwurz - eine seltene Orchidee


auch das gibt´s in Margetshöchheim 



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Rücksicht auf die Natur

20.6.: Vor wenigen Tagen konnte man in der Main-Post einen großen Bericht über die Familie Krapf lesen, die sich seit vielen Jahren sehr engagiert für den Schutz der Schwalben einsetzen, die an ihrem Haus brüten. Es ist erfreulich, dass auch weitere Margetshöchheimer die Unannehmlichkeiten auf sich nehmen, die mit den Schwalbennestern an der Hauswand verbunden sind.
In diesem Zusammenhang muss man allerdings auch daran erinnern, dass auch die öffentliche Hand verpflichtet ist, die Schwalben und ihre Nester zu schützen. Das musste vor mehr als 20 Jahren auch die Gemeinde Margetshöchheim erfahren, als sie den Steg sanieren und mit einem neuen Anstrich versehen wollte. Unter dem Steg brüten nämlich jedes Jahr viele Mehlschwalben. Als die beauftragte Firma damit begann, den Unterbau samt Schwalbennestern sandzustrahlen, wurden die Arbeiten nach der Intervention eines Naturschutzverbandes auf Anweisung der Behörden bis zum Ende der Brutzeit eingestellt. abgestrahlt
Im Margetshöchheimer Gemeinderat stieß das bei etlichen Ratsmitgliedern auf wenig Verständnis. Naturschutz war damals auch in Margetshöchheim für manche noch ein Fremdwort.



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abgestrahlt




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Nashörner in Marokko?

Vor kurzem gelang uns in einem Margetshöchheimer Garten der folgende Schnappschuss.



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Nashornkäfer




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Diese Unterschiede sollte man kennen

Vor gut 30 bis 35 Jahren, als der Naturschutz noch in den Kinderschuhen steckte, war der Begriff "Naturschützer" für viele noch ein Schimpfwort oder zumindest ein Feindbild, nicht nur in Margetshöchheim. Egal, ob es um das Verbot von Heckenrodungen oder um den Appell, weniger zu düngen, ging, immer waren es die "Naturschützer", die einem das Leben schwer machten und angeblich alles reglementieren wollten. Dabei warf man gerne alle in einen Topf, den behördlichen Naturschutz, die Naturschutzverbände und oft auch die Partei der "Grünen".

Da auch heute manch einer noch immer nicht die Unterschiede kennt, wollen wir hier kurz den Sachverhalt erläutern.
An der Spitze des behördlichen Naturschutzes steht in Bayern das Umweltministerium in München. Bayern leistete sich zwar als erstes Bundesland einen Umweltminister, zu sagen hatte der allerdings nicht allzu viel. Bekannt wurde das Ministerium allerdings bundesweit, als Minister Dick nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl verstrahltes Molkepulver löffelte, um dessen Unbedenklichkeit zu demonstrieren.

Unter dem Ministerium sind die Naturschutzreferate in den 7 Bezirksregierungen ("höhere Naturschutzbehörde") angesiedelt. Die eigentliche praktische Naturschutzarbeit unterliegt jedoch den "unteren Naturschutzbehörden" in den Landratsämtern, etwa die Ahndung von Heckenrodungen, die Stellungnahme zu geplanten Eingriffen in die Natur usw.. Diese 3 Ebenen üben hoheitliche Gewalt aus und sonst niemand.

Die Naturschutzverbände (wie etwa der Bund Naturschutz) dagegen sind private Einrichtungen, die weder etwas anordnen noch durchsetzen können. Sie werden allenfalls bei größeren Vorhaben angehört und können Vergehen gegen Natur und Umfeld lediglich anzeigen wie jeder Privatmann auch.

Und die "Grünen", die anfangs immer gern als Sammelbegriff für alles, was mit Natur und Umwelt zu tun hatte, herhalten mussten, sind eine Partei, die weder dem behördlichen noch dem privaten Naturschutz zugeordnet werden kann.

Zu guter Letzt sind dann noch die sog. Naturschutzwächter zu nennen, die vom Landratsamt eingesetzt werden und ehrenamtlich tätig sind. Sie haben in erster Linie Kontrollfunktion und sollen vorrangig informieren. In gewissem Umfang haben sie jedoch auch hoheitliche Funktionen, wenn sie Vergehen gegen die Naturschutzgesetzgebung feststellen. Der für Margetshöchheim zuständige Naturschutzwächter ist auch für weitere Orte wie Zell, Leinach und Erlabrunn zuständig.
Da er in Margetshöchheim noch weitgehend unbekannt ist - offensichtlich auch bei der Gemeindeverwaltung -, hat die MM bereits vor einiger Zeit vorgeschlagen, ihn einmal zu einer Gemeinderatssitzung einzuladen. Sinnvoll wäre auch eine gemeinsame Begehung der Flur mit dem Umweltausschuss des Gemeinderats.



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Eine Sensation

Seit wenigen Jahren gibt es im Landkreis Würzburg ein Brutpaar des äußerst seltenen Wiedehopfs, was einer kleinen Sensation gleichkommt. Nun ist es Guntram Härth gelungen, einen Wiedehopf zu fotografieren.



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Wiedehopf




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Lebensraum Naturgarten

Ein Naturgarten mit Trocken- und Feuchtstandorten ist ein interessanter Lebensraum für viele Tiere.

Mit wenig Aufwand kann man im Garten ideale Lebensräume für Wildtiere schaffen. So reichen einige Lesesteine oder etwas Totholz (z.B. ein Wurzelstock), um ein Rückzugsgebiet für Eidechsen und Ringelnattern zu schaffen. Diese Schlangen sind übrigens völlig ungefährlich und recht gut durch den weißen Fleck auf dem Kopf zu erkennen.



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Ringelnatter bei der Siesta im Gartenteich 



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Eidechse im Totholzlebensraum 



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Da kriegt jemand den Rachen nicht voll

Fast 2 Stunden brauchte eine Ringelnatter in einem Gartenteich, bis sie einen Frosch mittlerer Größe endlich hinuntergewürgt hatte. Nicht nur Frösche, selbst Fische sind Leckerbissen für die Ringelnatter.



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Ein seltener Gast


Hirschkäfer 



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Sonderseite: Eisvogel - Vogel des Jahres 2009

Hier kommen Sie zu Eisvogel: Vogel des Jahres mit interessanten Informationen über den sehr seltenen Vogel, der auch bei uns zu Hause ist.


 


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