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kritisch betrachtet

Sturheit hat in Bayern Tradition

3.12.21: Offensichtlich hat Sturheit in Bayern wohl Tradition, sicher nicht nur beim Impfen:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/impfpflicht-pocken-impfung-geschichte-widerstand-1.5472406?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE



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Wo viel Licht ist, ist viel Schatten

30.11.21: Jetzt kommt wieder die Zeit, in der sich manche Zeitgenossen bei der Weihnachtsbeleuchtung gegenseitig übertrumpfen. Sicher, in der LED-Zeit ist die Stromrechnung nicht mehr ganz so hoch. Allerdings sollte man trotz Weihnachten und trotz der Corona-Tristesse nicht verdrängen, dass sich unser ökologischer Fußabdruck nicht nur bei der Stromrechnung bemerkbar macht, sondern auch in der kalten Jahreszeit bei der Erderwärmung.



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Langsam reicht es

16.10.21: Nach dem amtlichen Endergebnis ist der Bundestag nun noch einmal größer als ursprünglich berechnet geworden. Der Bund der Steuerzahler hat darauf mit einer Presseerklärung reagiert:
"Nach der heutigen Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses wird der Bundestag noch einmal größer – konkret um einen Sitz. Der 20. Deutsche Bundestag wächst damit auf 736 Mandate an, das sind 138 über der gesetzlichen Normgröße von 598. Deswegen ist eine Wahlrechtsreform dringend nötig: Das Parlament muss deutlich verkleinert werden und eine feste Mandatsobergrenze erhalten!"
Man kann nur hoffen, dass die neue Regierung im Gegensatz zur großen Koalition eine Wahlrechtsreform auf den Weg bringt, die diesen Namen auch verdient.



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Brandstifter am Werk

22.9.21: Baumhöhlen sind nicht nur für viele Vogelarten lebenswichtig, auch viele andere Tierarten finden dort ihren Unterschlupf. Deshalb dürfen in der Wasserschutzzone im Streuobstbestand auch Baumruinen stehen bleiben. Es ist unverständlich, dass dort nun bereits im zweiten Baum in der großen Höhle Feuer gelegt wurde.



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Nichts ist unendlich, auch die Fördermittel nicht

30.8.21: Eine Presseerklärung des Statistischen Bundesamts vom 28.6.21 sollte zu denken geben, wenn man meint, dass aufwendige Projekte vom Staat auf Dauer so lukrativ gefördert werden könnten wie bisher. Auch im kommunalen Bereich könnte manchmal weniger mehr sein, besonders wenn man an die Folgekosten denkt. Nicht das Machbare, sondern das Sinnvolle sollte im Vordergrund stehen, wenn man bedenkt, dass es sich letzten Endes immer um das Geld der Bürger handelt:

Öffentliche Schulden übersteigen Ende des 1. Quartals 2021 erstmals 2,2 Billionen Euro
Schulden des Öffentlichen Gesamthaushalts um 1,5 % gegenüber dem Vorquartal auf 2 205 Milliarden Euro gestiegen


WIESBADEN – Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Ende des 1. Quartals 2021 mit 2 205,4 Milliarden Euro verschuldet. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26 532 Euro. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.

Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände steigen um 1,5 Milliarden Euro
Die Gemeinden und Gemeindeverbände wiesen zum Ende des 1. Quartals 2021 einen Schuldenstand von 134,0 Milliarden Euro aus. Der Anstieg gegenüber dem Vorquartal betrug 1,1 % beziehungsweise 1,5 Milliarden Euro. Bis auf die Gemeinden und Gemeindeverbände im Saarland (-5,1 %), in Sachsen (-3,1 %), Thüringen (-0,3 %) und Nordrhein-Westfalen (-0,1 %) stiegen die Schulden auf kommunaler Ebene in allen anderen Ländern.



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Da irrt der Bauernverband gewaltig

21.8.21: Vor kurzem empörte sich der Bauernverband darüber, dass bei VW in einer seiner Kantinen keine fleischlichen Produkte mehr auf den Tisch kommen. Im Fernsehen warnte daraufhin ein Bauernverbandsvertreter, dass ohne die Fleischproduktion der Landwirtschaft die Weltbevölkerung nicht mehr ernährt werden könne. Da irrt der BBV-Funktionär allerdings gewaltig. Bereits heute hungern weltweit weit über 800 Millionen Menschen. Das müsste nicht sein, wenn Getreide, Soja, Mais oder anderes "Viehfutter" direkt auf den Speiseplan käme. Auf dem Umweg über den tierischen Magen kommt nämlich nur noch ein Bruchteil der verfütterten Kalorien in Form von Fleisch auf dem Teller an. So sind z. B. 16 kg Getreide erforderlich um ein kg Fleisch zu erzeugen.
Nebenbei sollte man auch nicht vergessen, dass die Viehhaltung in der Landwirtschaft nennenswert zum Klimawandel beiträgt. So ist die Landwirtschaft in Deutschland für 11 % der Treibhausgase verantwortlich.
Wir wollen niemand das Schnitzel oder den Grillabend verderben. Der exzessive Fleischkonsum und die massive Werbung für den Fleischkonsum sind jedoch aus Sicht des Klimaschutzes und der Welternährung sehr kritisch zu bewerten.



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Mainansicht hat sich nicht zum Vorteil verändert

3.8.21: Die Margetshöchheimer Mainansicht wird seit Menschengedenken durch das pappelgesäumte Ufer geprägt, so dass jeder weiß: Das kann nur Margetshöchheim sein. Seit vielen Jahrzehnten kam noch ein weiteres Merkmal hinzu: die Segelboote, die wie an einer Perlenschnur längs des Ortes aufgereiht sind oder besser waren. In den letzten Jahren hat sich da allerdings einiges geändert, nicht unbedingt zum Vorteil. Wenn man vor einigen Tagen am Ufer spazieren ging, sah man gerade vier Segelboote, eines eher eine Nussschale und ein weiteres eher ein Hausboot. Der Rest waren samt und sonders Motorboote, die nicht zuletzt wegen der Geräuschkulisse nicht jedermanns Begeisterung hervorrufen.



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Wie willkommen sind Bürger?

11.5.21: Bei der Sondersitzung des Gemeinderats über das von Gegnern der Bebauung an der Zeilwegeinfahrt eingebrachte Bürgerbegehren waren mit etwa 20 Bürgerinnen und Bürgern deutlich mehr Besucher als sonst anwesend. Die Fraktionsvorsitzenden von CSU und SPD konnten sich bei der Begrüßung nicht den Hinweis verkneifen, dass es schön wäre, wenn auch sonst so viele Besucher anwesend wären. Dabei kämen wohl mehr Bürgerinnen und Bürger zu den Sitzungen, wenn sie vorher wüssten, was genau in der jeweiligen Sitzung behandelt wird. Dafür reicht die Veröffentlichung der Tagesordnung in der Regel nicht aus. Deshalb hat die MM seit vielen Jahren auf ihrer Website vor den Gemeinderats- und Bauausschusssitzungen regelmäßig die für die öffentliche Sitzung herausgegebenen Unterlagen vorab veröffentlicht. Seit einiger Zeit dürfen wir das nicht mehr, da vor allem die SPD deswegen interveniert hat. Treibende Kraft dürfte vor allem Frau Kircher sein, die Vorsitzende der SPD-Fraktion, die etwa bei einem Ortstermin zum Bauabschnitt I der Mainpromenade äußerst ungehalten reagierte, als sich Bürger deutlich gegen die von SPD und CSU favorisierten Planungen aussprachen. Man hat manchmal den Eindruck, dass Bürgerinnen und Bürger als Zuhörer durchaus willkommen sind, wenn sie deutlich eine andere Meinung kundtun, aber nicht.
Dazu passt auch, dass - wie etwa beim Verkauf von Gemeindegrund für einen Gewerbebau an der Zeilwegeinfahrt - wichtige Informationen selbst Gemeinderäten (zumindest denen von der MM) nicht bekannt waren und mehr als nötig in der nichtöffentlichen Sitzung abgehandelt und werden sollte.



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Muss ein Profi her?

27.4.21: Kurz vor der letzten Gemeinderatssitzung am 21.4.21 stellte Frau Kircher für die SPD/UB-Fraktion den Antrag zur "Professionalisierung des Wasserbeauftragten":
" Die SPD/UB stellt hiermit den Antrag die Stelle des Wasserschutzbeauftragten, wie bereits im Gemeinderat beschlossen, so zeitnah als möglich, bis spätestens September 2021 zu professionalisieren. Am Vorgehen entweder einen Mitarbeiter aus der Verwaltung fortzubilden, oder aber den Auftrag an das IKT zu vergeben, könnte festgehalten werden. Wir würden jedoch als Alternative zu diesen beiden Möglichkeiten sehr begrüßen, wenn diese Stelle extern vergeben werden könnte. Hierfür wäre sehr zeitnah eine Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Wir bitten diesen Punkt in der nächsten Sitzung am 21.04.2012 zu behandeln."

Im Klartext bedeutet dies: Peter Etthöfer soll schnellstmöglich als Trinkwasserbeauftragter der Gemeinde Margetshöchheim abgelöst und durch einen Profi ersetzt werden. Letzteres hatte die SPD bereits in der Gemeinderatssitzung am 8. September 2020 mit den selben Argumenten gefordert, in der Peter Etthöfer auf Vorschlag von Bürgermeister Brohm schließlich trotzdem einstimmig als ehrenamtlicher Trinkwasserbeauftragter gewählt wurde.
Etthöfer hatte damals seine Bereitschaft mit drei Voraussetzungen verbunden:
- Die Bestellung als Trinkwasserbeauftragter soll durch den Gemeinderat erfolgen.
- Es soll klar festgelegt werden, wofür er zuständig ist und wofür nicht.
- Er erwartet von der Verwaltung eine umfassende Information über alle Vorgänge. für die er zuständig ist.
Etthöfer machte auch deutlich, dass er sich nicht nach diesem Amt drängt. Angesichts der durch den Klimawandel wieder steigenden und grenzwertigen Nitratwerte gleiche die Funktion des Trinkwasserbeauftragten eher einem Himmelfahrtskommando.

Wir hatten damals bereits ausführlich erläutert, warum Etthöfer als Trinkwasserbeauftragter besonders geeignet ist: Gemeinderat wählte einen Trinkwasserbeauftragten
Wir wollen hier noch einmal auf die wichtigsten Punkte eingehen.

Zum Antrag der SPD ist festzustellen:
- Ein hauptamtlicher Trinkwasserbeauftragter kostet die Gemeinde laut Bürgermeister Brohm etwa 100.000 bis 120.000 €. Da diese Kosten in die Berechnung des Wasserpreises einfließen müssten, würde der Wasserpreis um 1 € steigen. Nur nebenbei sei bemerkt, dass der Antrag wohl mit heißer Nadel gestrickt wurde, da diese Kosten im Gemeindehaushalt hätten berücksichtigt werden müssen , der in eben dieser Sitzung verabschiedet wurde.
- In einer Gemeinde vergleichbarer Größe gibt es landauf, landab nirgends einen hauptamtlichen Trinkwasserbeauftragten.
- In der Verwaltung gibt es keinen Mitarbeiter, der von seiner Ausbildung und seiner Arbeitszeit her für so einen Posten in Frage käme.
- Die Interessengemeinschaft kommunale Trinkwasserversorgung in Bayern (IKT), in deren Vorstand übrigens auch Bürgermeister Brohm sitzt, arbeitet bei einem Jahresbeitrag von 30 € rein ehrenamtlich und kann eine solche Funktion nicht ausführen. http://ikt-bayern.de/ Etthöfer, Gründungsmitglied und langjähriger ehrenamtlicher Landesgeschäftsführer der IKT hat als einziger lange Jahre vor allem Gemeinden und Bürgerinitiativen im nordbayerischen Raum besonders bei Nitratproblemen beraten.
- So wie sich die SPD anscheinend einen Trinkwasserbeauftragten vorstellt, wäre das wohl die sprichwörtliche "eierlegende Wollmilchsau", möglichst mit Beamtenstatus.
- Dabei kann sich die Gemeinde längst auf Profis stützen: Die technische Betriebsführung (Pumpen, Ortsnetz, Hochbehälter usw.) liegt bei der Energie; die Analysen kommen vom renommierten Institut Dr. Nuss in Bad Kissingen; in landwirtschaftlichen Fragen berät Geoteam aus Bayreuth die Gemeinde, und bei speziellen Projekten wie der Sanierung der Hochbehälter verlässt sich die Gemeinde auf Fachbüros. Wir brauchen also gar keinen "Prof", der die Bereiche Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wasserrecht, Hydrogeologie, Wasserchemie und Technik abdeckt. So einen gibt es gar nicht, ganz abgesehen davon, dass man ihn gar nicht bezahlen könnte.
- Dem Trinkwasserbeauftragten obliegt es vielmehr, Informationen auszuwerten und zu bündeln, die Verwaltung zu beraten, Konzepte und Vorschläge zu erarbeiten, Behörden und Fachleute zu kontaktieren, wobei immer die Nitratbelastung im Vordergrund steht, weil unser Wasser ansonsten beste Qualität hat. Wichtig ist auch eine gute Kenntnis der Flur, etwas Ahnung von Landwirtschaft und gute Kontakte im Ort und zu den externen Beratern. Und noch etwas ist wichtig: Augenmaß bei der Frage, was sich eine kleine Gemeinde leisten kann, da Büros und Berater bei Gemeinden gerne ganz schön hinlangen.
- Etthöfer hat sich seit 1982 intensiv mit der Margetshöchheimer Wasserversorgung beschäftigt, verfügt über sehr gute Kontakte zu Fachbehörden und Fachleuten, kann auf reichliche Erfahrungen zurückblicken und ist mit der örtlichen Situation bestens vertraut ist. Das sog. Margetshöchheimer Modell, das bundesweit beachtet wurde, trägt weitgehend seine Handschrift. Etthöfer ist sicher kein studierter Fachmann in den Disziplinen, die bei der Wasserversorgung relevant sind. Sein Vorteil ist aber, dass er sich in den wichtigsten Bereichen so viel Wissen angeeignet hat, dass er für die Gemeinde unterstützend und beratend tätig sein kann. Er könnte sich allerdings einen geruhsameren Lebensabend vorstellen, als gerade beim Thema Wasserqualität gegen Windmühlen anzurennen. Er will allerdings nicht das Handtuch werfen, wenn die Situation angesichts des Klimawandels und wachsender Probleme mit der Landwirtschaftspolitik grenzwertig wird. Falls der Gemeinderat allerdings der Ansicht sein sollte, dass man eine bessere Lösung kennt, hat er nicht die Absicht, dabei im Wege zu stehen.

Abschließend ist festzustellen: Der Trinkwasserschutz sollte nicht das Feld für parteipolitische Spielchen sein. Hier sollten eigentlich alle an einem Strang ziehen. Die SPD ist leider schon öfters mit Forderungen aufgefallen, die - milde ausgedrückt - deren Unverständnis für Grundwasserschutz dokumentieren. So wollte man vor Jahren lange Zeit nicht akzeptieren, dass in der engeren Wasserschutzzone II kein Sportplatz erlaubt ist.

Interessanterweise kam der Antrag in der Sitzung am 21.4. nicht zur Abstimmung.



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Was hat Margetshöchheim mit Alfred Eck zu tun?

11.4.21: Wir haben bereits mehrmals über das Schicksal des jungen Baldersheimer Soldaten Alfred Eck berichtet, der an Ostern 1945 in den letzten Kriegstagen an einem Galgen aus Leitern aufgehängt wurde, weil er die anrückenden Amerikaner durch die Minensperren ins Dorf geführt und somit Baldersheim vor der Zerstörung und viele Einwohner vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Unser letzter Beitrag erschien am 8.4., weil man nach Jahrzehnten der Verleumdung und posthumen Beleidigungen endlich zur Erinnerung an den Heldentod Ecks am Auber Marktplatz eine Gedenktafel für den Helden und Retter von Baldersheim enthüllt hat. Nur zur Erinnerung: 1985 sollte die neu errichtete Auber Schule den Namen Alfred Ecks erhalten, was nicht zuletzt am Widerstand des damaligen Schulamtsdirektors Schäffer scheiterte.

Die Main-Post schrieb dazu am 9.4.21 in dem Artikel https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/gedenken-an-nazi-opfer-alfred-eck-ein-vorbild-fuer-die-jugend-art-10588552 :
"Allen voran der damalige Schulamtsdirektor, der es mit seinem Einfluss schließlich 1985 zu verhindern wusste, dass die Auber Schule den Namen Alfred Eck bekommen hat. Ein Gedankengut, das noch sehr lange im Hintergrund rauscht. Selbst 30 Jahre später war es schwierig, in Aub eine Alfred-Eck-Schule durchzusetzen."

Mancher mag sich fragen, warum das auf einer Website ein Thema ist, die sich vorrangig um lokale Themen kümmert. Aktuell ist es ein Thema, weil es darum geht, eine Straße, die nach einem mit dem NS-Regime eng verstrickten Literaten benannt ist, umzubenennen. Es wäre nur folgerichtig, statt dessen einer ausgewiesenen NS-Gegnerin diesen Weg zu widmen.

Da die Main-Post die verhinderte Benennung der Auber Schule nach Eck kritisch verfolgt hat, war die Margetshöchheimer Mitte schon viel früher auf das Schicksal Alfred Ecks aufmerksam geworden. Die Margetshöchheimer SPD lud 1995, als sich das Kriegsende und die Hinrichtung Ecks zum fünfzigsten Mal jährten, zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs Schulamtsdirektor Schäffer zu einer Lesung unter dem Motto "Dörfliches Leben und Bräuche vor 50 Jahren" ein. Nur nebenbei sei bemerkt, dass das Büchlein Schäffers laut Titel über die 30er Jahre berichtet, da hatten sich die Genossen wohl gewaltig verrechnet.

Peter Etthöfer, dessen im Krieg gefallener Vater in der NS-Zeit Major der Schutzpolizei, SS-Sturmbannführer und Kommandeur einer Sturmgeschützabteilung der Waffen-SS-Polizeidivision war, hatte sich gerade deswegen intensiv mit der NS-Zeit, dem Naziterror und dem verbrecherischen Weltkrieg auseinandergesetzt, so dass ihm das Schicksal Ecks sehr zu Herzen ging und ihn die ehrabschneidenden Kampagnen gegen Eck zutiefst empörten. Er wies deshalb im MM-Blättle auf die Rolle Schäffers bei der gescheiterten Benennung der Auber Schule und die in der Main-Post zitierte Aussage Schäffers hin, man könne die Schule nicht nach einem Deserteur benennen.
Die Folge war eine unsägliche Schmutzkampagne der SPD gegen Etthöfer und die MM in den letzten Wochen vor der Wahl. Man druckte im SPD-Blättchen einen cholerischen Brief Schäffers ab und warf Etthöfer "publizistische Methoden, die aus der braunen Hexenküche stammen", vor und erklärte, dass sich die respektvolle Nennung seines bürgerlichen Namens von selbst verbiete, weshalb man ihn nur mit Herr E. tituliere.
Verantwortlich für das SPD-Blättchen zeichnete damals der SPD-Vorsitzende, der von Beruf Schulbuchvertreter war. Bestürzend war nicht nur der Hass, der Etthöfer wegen der Erinnerung an das Schicksal des Retters von Baldersheim entgegenschlug. Noch schlimmer war, dass sich in dem Pamphlet kein einziges Wort des Bedauerns über das Schicksal Ecks fand.

Abschließend empfehlen wir Ihnen noch die Lektüre des Kommentars von Thomas Fritz, dessen journalistische Arbeit und Kompetenz bewunderungswürdig sind:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/standpunkt-es-wird-hoechste-zeit-fuer-eine-alfred-eck-schule-art-10588593#commentsAreaAnchor

Etthöfer hat übrigens in den letzten Jahren zweimal Alfred Eck für den Würzburger Friedenspreis vorgeschlagen. Leider ohne Erfolg, da man posthum keinen Preis verleihen wollte.



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Erinnerung ist wichtig

8.4.21: Als es in den letzten Wochen um die Umbenennung des Nikolaus-Fey-Wegs wegen der NS-Vergangenheit des Namensgebers ging, zeigte sich, wie schwierig es ist, Konsequenzen aus der Vergangenheit zu ziehen. Diese Erfahrung musste man in Aub schon vor Jahrzehnten machen, als der damalige Notar und CSU-Stadtrat Kilian Angermeier die Benennung der Auber Schule nach dem Baldersheimer Alfred Eck beantragte und im Stadtrat durchsetzte. Alfred Eck hatte als junger Soldat in den letzten Kriegstagen seinen Heimatort vor der Zerstörung gerettet, als er die Amerikaner um die Minensperren herumführte und die deutschen Soldaten zum Rückzug aufforderte. Die nahmen ihn mit nach Aub, wo er am 7.4.1945 von einem Standgericht zum Tode verurteilt und am selben Tag am Marktplatz aufgehängt wurde.
Gegen die Benennung der Schule nach Alfred Eck machten nicht nur Ewiggestrige am Ort mit üblen Argumenten mobil, Widerstand kam auch von Schulamtsdirektor Schäffer, so dass die Schule bis heute noch nicht Ecks Namen trägt.
Seit gestern erinnert nun zumindest eine Tafel an den Retter von Baldersheim. Die Main-Post erinnerte in ihrer gestrigen Ausgabe an Alfred Eck: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/nach-76-jahren-alfred-eck-bekommt-endlich-seine-erste-ehre-art-10587631
Die MM hat schon mehrmals über Alfred Eck berichtet, nachdem sie 1996 von der örtlichen SPD wegen einer kritischen Bemerkung über die Rolle Schäffers auf das Übelste angefeindet worden war. Einen unserer Beiträge finden Sie hier: Lasst die Toten ruhen! ???



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Nichts dazugelernt?

29.3.21: Vor kurzem veräußerte die Gemeinde ein Grundstück im Zeilwegbereich oberhalb der Bebauung, das im Wesentlichen aus einem breiten Wegrand und einem Graben bestand. In den letzten Tagen wurden nun etliche LKW-Ladungen Aushub von einer Baustelle dort abgelagert und der Graben sowie die Randbereiche damit verfüllt. Interessant ist, dass der neue Eigentümer offensichtlich vor der Verfüllung bei der Gemeinde und auf Anraten der Gemeinde auch telefonisch beim Landratsamt nachgefragt hat. Dort hat man ihm wohl zu verstehen gegeben, dass man nichts einzuwenden habe, wenn die Gemeinde zustimmt.
Dass man Gräben und andere sensible Geländestrukturen verfüllt, war früher gang und gäbe und ist heute angesichts der enormen Entsorgungskosten für Bauaushub immer noch verlockend. Inzwischen sollte man jedoch mit der Landschaft sensibler umgehen, zumal es im Falle eines extremen Unwetters nicht unproblematisch ist, wenn ein Graben am Auslauf des Steilhangs über dem Ort verfüllt wird.



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aufgefüllt




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abruptes Grabenende




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Warum Bürgerbeteiligung nicht schaden kann ...

23.3.21: Margetshöchheim hat viel vor, und das bereits seit vielen Jahren. Dass ein Großteil der Projekte bislang nicht aus den Startlöchern gekommen ist, liegt meistens nicht am Gemeinderat oder dem Bürgermeister. Anfangs lag es an den klammen Kassen und später war es vor allem der Bau des neuen Stegs, der sich von Jahr zu Jahr verzögerte und damit quasi alle Projekte an der Mainpromenade ausbremste. Dass man trotzdem schon vor Jahren mit den Planungen begann, war sicher nicht verkehrt. Ob es allerdings sinnvoll war, ein Büro erst einmal drauflos planen zu lassen und die Bürger in weiten Teilen noch gar nicht einzuschalten, kann man bezweifeln.
Vielleicht wäre es manchmal besser, erst einmal mit den Bürgern und vor allem mit den Anliegern zu sprechen und dann auf deren Erfahrungspotential aufbauend zu planen.
Das hat sich zum Beispiel auch beim ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) gezeigt, das etliche zigtausend Euro gekostet hat. Dort wurde zum Beispiel gefordert, die Busendhaltestelle aufzulösen und die Busse über die Falkenstraße und von da oberhalb der EIWO über die Böschung auf den Tegut-Parkplatz zu leiten. (ISEK: Darüber hinaus könnte die notwendige Aufwertung des Ortseingangs an der Erlabrunnner Straße realisiert werden. Mit der Neugestaltung des Ortseingangs wäre auch der Buswendeplatz an der Falkenstraße zu überprüfen. Die Verlegung der Busschleife über den Sandflurweg zur Erlabrunner Straße nach Norden würde neue Spielräume für die Aufwertung des Platzes vor der Sparkasse schaffen. Mit einer neuen Haltestelle unmittelbar am Markt würde die Erschließung des Versorgungsschwerpunkts auch mit dem ÖPNV attraktiver werden.)
Die Fotos zeigen, was jeder Margetshöchheimer von vorneherein gewusst hat, das schafft höchstens eine Zahnradbahn. Busauffahrt zum Tegutparkpaltz ? (1) und Busrampe zum Tegutparkplatz? .

Nicht viel anders verhielt es sich mit dem angedachten "Schul- und Gemeindegarten" auf dem Gelände des Abwasserpumpstation, wo sich auf dem größten Teil des Geländes das Betonbecken des Regenüberlaufbeckens 5 befindet, im ISEK irrtümlich als "Bauhofgelände" deklariert: Gestaltung eines Schulgartens - Wissensaustausch von Generation zu Generation fördern, Tradition macht Schule: - Umgestaltung der Bauhoffläche ( Pumpwerk ) zu einem Schul- und Gemeindegarten. Schul- und Dorfgarten?
Nicht nur der MM war von Anfang an klar, dass auf dem Beton dort nicht einmal Radieschen wachsen, zumal das Gelände dem Abwasserzweckverband und nicht der Gemeinde gehört. Auf unseren Einwand antwortete uns ein damaliger Gemeinderat, der heute andernorts Bürgermeister ist: "Da wissen wir jetzt wenigstens, dass dort etwas geschehen muss." Ob man dafür allerdings ein teures Gutachten braucht, kann jeder selbst beantworten.

Damit man uns nicht falsch versteht: Für größere Projekte braucht man sicher eine gute Planung. Es kann jedoch nicht schaden, wenn man sich im Anfangsstadium das vorhandene Sachwissen vor Ort sichert, indem man die Bürger mit einbezieht. Bei der Gemeinde kann man sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass man nach der Devise vorgeht: Jetzt plant erst mal schön, dann sehen wir weiter. Das ist wohl auch die Grundhaltung bei vielen Gemeinderatsmitgliedern.

Weil wir verhindern wollen, dass Planungen von Anfang an in eine zweifelhafte Richtung führen, erlaubt sich die MM seit Jahrzehnten, schon im Vorfeld eigene Gedanken über anstehende Projekte zu machen. Das war auch ein Grund, warum wir uns vor kurzem mit dem folgenden Thema beschäftigt haben: Nur ein Kasten? Allerdings wie die Faust aufs Auge



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Busauffahrt zum Tegutparkpaltz ? (1)




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Busrampe zum Tegutparkplatz?




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Schul- und Dorfgarten?




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Spuren im Schnee - des Rätsels Lösung

16.2.21: Durch einen Hinweis ist zumindest klar, dass die Spuren im Schnee auf den Reutfeldern (Da waren Vandalen am Werk ) nicht von Außerirdischen, sondern von einem "Schlepplift" stammen.



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"Schlepplift 1"




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"Schlepplift 2"




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Da waren Vandalen am Werk

15.2.21: Bereits seit Jahren beschweren sich die Jäger darüber, dass immer mehr Leute mit Autos oder Hunden oder beidem die landwirtschaftlichen Flächen auf der Hochfläche über Margetshöchheim bevölkern und das Wild beunruhigen. Da die Zufahrt nur für landwirtschaftlichen Verkehr erlaubt ist, hat Bürgermeister Brohm bereits drastische Maßnahmen bei Verstößen angedroht. Jetzt, in der Zeit der Corona-Beschränkungen, ist die Hochfläche noch mehr ein beliebtes Ziel geworden. Gegen Spaziergänger mit und ohne Schlitten ist ja sicher nichts einzuwenden. Wenn allerdings dort oben auf den gemeindeeigenen Reutfeldern, die in der Wasserschutzzone III B liegen, autofahrende Vandalen durch landwirtschaftliche Flächen pflügen, übersehen wohl einige Zeitgenossen, dass die freie Zufahrt für landwirtschaftlichen Verkehr nicht für jedes Rindvieh gilt.
Es ist übrigens nur schwer verständlich, dass der komplette Rundweg, der eigentlich nur für landwirtschaftlichen Verkehr offen ist, durch die Gemeinde vom Schnee geräumt wurde, wo man doch eigentlich dort keinen Verkehr haben will.



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Was ist die Biotopkartierung wert?

1.2.21: Gestern berichteten wir von der kontroversen Diskussion über das zukünftige Baugebiet Scheckert-Lausrain im Bauausschuss Wie ökologisch darf ein neues Baugebiet werden?
Dabei ging es auch um den Umgang mit den kartierten Biotopen in diesem Gebiet, die bereits vor einigen Wochen deutlich dezimiert wurden: Sind das Vorboten des Baugebiets Scheckert?
Auf der Grafik Planskizze Scheckertbaugebiet erkennt man die rot schraffierten kartierten Biotope.
Mittlerweile erkennt man, dass praktisch sämtliche Biotopstrukturen plattgemacht worden sind: Tabula rasa und davor das Luftbild mit der ursprünglichen Situation: Scheckert-Lausrain von oben



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Planskizze Scheckertbaugebiet


Biotope rot schraffiert 



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Scheckert-Lausrain von oben


mit ursprünglichem Bewuchs 



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Tabula rasa




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