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kritisch betrachtet

Zuhörer saßen vor der Türe

12.6.21: Bei der Gemeinderatssitzung am 8. Juni, die im Rathaussaal stattfand, mussten etliche Besucher die Sitzung draußen vor der geöffneten Türe verfolgen. Im Saal selbst waren lediglich vier oder fünf Stühle für Besucher vorhanden, um - wie Bürgermeister Brohm sagte - die Coronabedingungen einzuhalten. Der Rest der Besucher konnte die Sitzung nur vor der geöffneten Türe verfolgen. Einige der Zuhörer, die im Flur mehr oder weniger akustisch die Sitzung verfolgten, erinnerten sich daran, dass bei der Gemeinderatssitzung im Mai, als etwa 20 Zuhörer in der Margarethenhalle anwesend waren, die Vertreter von CSU und SPD leicht ironisch anmerkten, dass es schön wäre, wenn auch sonst so viele Zuhörer kämen. Bei dieser Sitzung ging es damals um die Zulassung des Bürgerbegehrens. Man hatte damals den Eindruck, dass das große öffentliche Interesse manchen Gemeinderäten nicht so recht geheuer war.
Wir hatten damals darüber berichtet: Wie willkommen sind Bürger?



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Frontstadt Berlin: so wurde Benno Ohnesorg getötet

7.6.21: Mit der Hinrichtung Benno Ohnesorgs durch einen Berliner Polizisten beim Schah-Besuch am 2. Juni 1967 wurde das damalige Berliner Frontstadt-Milieu mit alten Nazis in führenden Positionen, brutal prügelnden Polizisten, Richtern, die das Recht beugten, und unfähigen Politikern überdeutlich. Als das Ausmaß der Vorgänge um den Schah-Besuch, die einer Bananenrepublik würdig waren, offensichtlich wurde, entwickelte sich die Studentenrevolte, die ihren Höhepunkt 1968 hatte. Die höchst interessante Phönix-Dokumentation über den Tod Ohnesorgs können Sie nur noch wenige Tage einsehen:
https://www.ardmediathek.de/video/wie-starb-benno-ohnesorg-oder-doku-und-reportage/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvZG9rdS8yMDE3LTA1LTMwVDIyOjQ1OjAwXzU1ZWQ1ZjU2LTYwMzctNDAxMS05ZjY0LWRhYjVlZTFhYmE2My93aWUtc3RhcmItYmVubm8tb2huZXNvcmct/



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Wie willkommen sind Bürger?

11.5.21: Bei der Sondersitzung des Gemeinderats über das von Gegnern der Bebauung an der Zeilwegeinfahrt eingebrachte Bürgerbegehren waren mit etwa 20 Bürgerinnen und Bürgern deutlich mehr Besucher als sonst anwesend. Die Fraktionsvorsitzenden von CSU und SPD konnten sich bei der Begrüßung nicht den Hinweis verkneifen, dass es schön wäre, wenn auch sonst so viele Besucher anwesend wären. Dabei kämen wohl mehr Bürgerinnen und Bürger zu den Sitzungen, wenn sie vorher wüssten, was genau in der jeweiligen Sitzung behandelt wird. Dafür reicht die Veröffentlichung der Tagesordnung in der Regel nicht aus. Deshalb hat die MM seit vielen Jahren auf ihrer Website vor den Gemeinderats- und Bauausschusssitzungen regelmäßig die für die öffentliche Sitzung herausgegebenen Unterlagen vorab veröffentlicht. Seit einiger Zeit dürfen wir das nicht mehr, da vor allem die SPD deswegen interveniert hat. Treibende Kraft dürfte vor allem Frau Kircher sein, die Vorsitzende der SPD-Fraktion, die etwa bei einem Ortstermin zum Bauabschnitt I der Mainpromenade äußerst ungehalten reagierte, als sich Bürger deutlich gegen die von SPD und CSU favorisierten Planungen aussprachen. Man hat manchmal den Eindruck, dass Bürgerinnen und Bürger als Zuhörer durchaus willkommen sind, wenn sie deutlich eine andere Meinung kundtun, aber nicht.
Dazu passt auch, dass - wie etwa beim Verkauf von Gemeindegrund für einen Gewerbebau an der Zeilwegeinfahrt - wichtige Informationen selbst Gemeinderäten (zumindest denen von der MM) nicht bekannt waren und mehr als nötig in der nichtöffentlichen Sitzung abgehandelt und werden sollte.



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Unerwünschte Blühwiese

2.5.21: Seit einigen Jahren gibt es ein Förderprogramm für Landwirte, die eine Blühfläche anlegen. In der Regel darf die Fläche 5 Jahre nach der Ansaat nicht betreten und befahren werden. Im ersten Jahr blüht der Acker dann sehr schön. Allerdings nur, wenn das Jahr nicht extrem trocken ist, was leider immer häufiger der Fall ist. In den Folgejahren nimmt die Blütenpracht merklich ab, die Fläche sieht dann nicht gerade ansehnlich aus, was vielen Zeitgenossen missfällt. Was aus einer solchen Blühfläche nach 5 Jahren werden kann, sieht man an einer Fläche am nördlichen Ende der Wasserschutzzone II. Dort hat sich breitflächig die Orientalische Zackenschote ausgebreitet, die vielfach wegen der gelben Blüten mit dem Raps verwechselt wird. Die Zackenschote ist eine zugewanderte Art, die immer mehr überhand nimmt (vor allem an Straßen- und Feldrändern) und die man wegen der langen Wurzel kaum mehr losbekommt, höchstens mit Spritzmitteleinsatz.
Im Prinzip sind Blühflächen eine gute Sache, allerdings nur dann, wenn dafür nicht Grünland umgebrochen wird, denn dies führt zu einem deutlichen Anstieg der Nitratbelastung.



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ein Meer von Zackenschoten




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Muss ein Profi her?

27.4.21: Kurz vor der letzten Gemeinderatssitzung am 21.4.21 stellte Frau Kircher für die SPD/UB-Fraktion den Antrag zur "Professionalisierung des Wasserbeauftragten":
" Die SPD/UB stellt hiermit den Antrag die Stelle des Wasserschutzbeauftragten, wie bereits im Gemeinderat beschlossen, so zeitnah als möglich, bis spätestens September 2021 zu professionalisieren. Am Vorgehen entweder einen Mitarbeiter aus der Verwaltung fortzubilden, oder aber den Auftrag an das IKT zu vergeben, könnte festgehalten werden. Wir würden jedoch als Alternative zu diesen beiden Möglichkeiten sehr begrüßen, wenn diese Stelle extern vergeben werden könnte. Hierfür wäre sehr zeitnah eine Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Wir bitten diesen Punkt in der nächsten Sitzung am 21.04.2012 zu behandeln."

Im Klartext bedeutet dies: Peter Etthöfer soll schnellstmöglich als Trinkwasserbeauftragter der Gemeinde Margetshöchheim abgelöst und durch einen Profi ersetzt werden. Letzteres hatte die SPD bereits in der Gemeinderatssitzung am 8. September 2020 mit den selben Argumenten gefordert, in der Peter Etthöfer auf Vorschlag von Bürgermeister Brohm schließlich trotzdem einstimmig als ehrenamtlicher Trinkwasserbeauftragter gewählt wurde.
Etthöfer hatte damals seine Bereitschaft mit drei Voraussetzungen verbunden:
- Die Bestellung als Trinkwasserbeauftragter soll durch den Gemeinderat erfolgen.
- Es soll klar festgelegt werden, wofür er zuständig ist und wofür nicht.
- Er erwartet von der Verwaltung eine umfassende Information über alle Vorgänge. für die er zuständig ist.
Etthöfer machte auch deutlich, dass er sich nicht nach diesem Amt drängt. Angesichts der durch den Klimawandel wieder steigenden und grenzwertigen Nitratwerte gleiche die Funktion des Trinkwasserbeauftragten eher einem Himmelfahrtskommando.

Wir hatten damals bereits ausführlich erläutert, warum Etthöfer als Trinkwasserbeauftragter besonders geeignet ist: Gemeinderat wählte einen Trinkwasserbeauftragten
Wir wollen hier noch einmal auf die wichtigsten Punkte eingehen.

Zum Antrag der SPD ist festzustellen:
- Ein hauptamtlicher Trinkwasserbeauftragter kostet die Gemeinde laut Bürgermeister Brohm etwa 100.000 bis 120.000 €. Da diese Kosten in die Berechnung des Wasserpreises einfließen müssten, würde der Wasserpreis um 1 € steigen. Nur nebenbei sei bemerkt, dass der Antrag wohl mit heißer Nadel gestrickt wurde, da diese Kosten im Gemeindehaushalt hätten berücksichtigt werden müssen , der in eben dieser Sitzung verabschiedet wurde.
- In einer Gemeinde vergleichbarer Größe gibt es landauf, landab nirgends einen hauptamtlichen Trinkwasserbeauftragten.
- In der Verwaltung gibt es keinen Mitarbeiter, der von seiner Ausbildung und seiner Arbeitszeit her für so einen Posten in Frage käme.
- Die Interessengemeinschaft kommunale Trinkwasserversorgung in Bayern (IKT), in deren Vorstand übrigens auch Bürgermeister Brohm sitzt, arbeitet bei einem Jahresbeitrag von 30 € rein ehrenamtlich und kann eine solche Funktion nicht ausführen. http://ikt-bayern.de/ Etthöfer, Gründungsmitglied und langjähriger ehrenamtlicher Landesgeschäftsführer der IKT hat als einziger lange Jahre vor allem Gemeinden und Bürgerinitiativen im nordbayerischen Raum besonders bei Nitratproblemen beraten.
- So wie sich die SPD anscheinend einen Trinkwasserbeauftragten vorstellt, wäre das wohl die sprichwörtliche "eierlegende Wollmilchsau", möglichst mit Beamtenstatus.
- Dabei kann sich die Gemeinde längst auf Profis stützen: Die technische Betriebsführung (Pumpen, Ortsnetz, Hochbehälter usw.) liegt bei der Energie; die Analysen kommen vom renommierten Institut Dr. Nuss in Bad Kissingen; in landwirtschaftlichen Fragen berät Geoteam aus Bayreuth die Gemeinde, und bei speziellen Projekten wie der Sanierung der Hochbehälter verlässt sich die Gemeinde auf Fachbüros. Wir brauchen also gar keinen "Prof", der die Bereiche Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wasserrecht, Hydrogeologie, Wasserchemie und Technik abdeckt. So einen gibt es gar nicht, ganz abgesehen davon, dass man ihn gar nicht bezahlen könnte.
- Dem Trinkwasserbeauftragten obliegt es vielmehr, Informationen auszuwerten und zu bündeln, die Verwaltung zu beraten, Konzepte und Vorschläge zu erarbeiten, Behörden und Fachleute zu kontaktieren, wobei immer die Nitratbelastung im Vordergrund steht, weil unser Wasser ansonsten beste Qualität hat. Wichtig ist auch eine gute Kenntnis der Flur, etwas Ahnung von Landwirtschaft und gute Kontakte im Ort und zu den externen Beratern. Und noch etwas ist wichtig: Augenmaß bei der Frage, was sich eine kleine Gemeinde leisten kann, da Büros und Berater bei Gemeinden gerne ganz schön hinlangen.
- Etthöfer hat sich seit 1982 intensiv mit der Margetshöchheimer Wasserversorgung beschäftigt, verfügt über sehr gute Kontakte zu Fachbehörden und Fachleuten, kann auf reichliche Erfahrungen zurückblicken und ist mit der örtlichen Situation bestens vertraut ist. Das sog. Margetshöchheimer Modell, das bundesweit beachtet wurde, trägt weitgehend seine Handschrift. Etthöfer ist sicher kein studierter Fachmann in den Disziplinen, die bei der Wasserversorgung relevant sind. Sein Vorteil ist aber, dass er sich in den wichtigsten Bereichen so viel Wissen angeeignet hat, dass er für die Gemeinde unterstützend und beratend tätig sein kann. Er könnte sich allerdings einen geruhsameren Lebensabend vorstellen, als gerade beim Thema Wasserqualität gegen Windmühlen anzurennen. Er will allerdings nicht das Handtuch werfen, wenn die Situation angesichts des Klimawandels und wachsender Probleme mit der Landwirtschaftspolitik grenzwertig wird. Falls der Gemeinderat allerdings der Ansicht sein sollte, dass man eine bessere Lösung kennt, hat er nicht die Absicht, dabei im Wege zu stehen.

Abschließend ist festzustellen: Der Trinkwasserschutz sollte nicht das Feld für parteipolitische Spielchen sein. Hier sollten eigentlich alle an einem Strang ziehen. Die SPD ist leider schon öfters mit Forderungen aufgefallen, die - milde ausgedrückt - deren Unverständnis für Grundwasserschutz dokumentieren. So wollte man vor Jahren lange Zeit nicht akzeptieren, dass in der engeren Wasserschutzzone II kein Sportplatz erlaubt ist.

Interessanterweise kam der Antrag in der Sitzung am 21.4. nicht zur Abstimmung.



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Lernen wir nichts dazu?

26.4.21: Der Gemeinderat genehmigte in der Märzsitzung der Fa. Brandstetter gegen die Stimmen der MM den Straßenverkauf ihrer Backwaren. In diesen Tagen finden die Margetshöchheimer nun Wurfzettel in ihrem Briefkasten mit den Verkaufszeiten und Standorten. Ohne Zweifel bietet Brandstetter Backwaren in guter Qualität an. Es fragt sich allerdings, ob angesichts der zwei Bäckereiverkaufsläden, der Angebote bei Tegut und den Metzgereien und eines Bäckers mit Verkaufswagen wirklich ein weiteres Angebot nötig und vor allem sinnvoll ist. Schließlich hat die Schließung des Verkaufsladens von Maxl-Bäck gezeigt, dass Konkurrenz ab einem gewissen Grad eben nicht das Geschäft belebt. Auch die Schließung des Café Marokko, das auch Backwaren von Brandstetter angeboten hat, hat erkennen lassen, dass ein zusätzliches Angebot, und sei es noch so gut, nicht unbedingt auf große Nachfrage stoßen muss.
Letztendlich geht das Angebot eines weiteren Wettbewerbers zwangsläufig zu Lasten der vorhandenen Bäckerläden, die nicht nur an einem Tag, sondern die ganze Woche ihr Sortiment für die Margetshöchheimer Bevölkerung vorhalten. Zusätzlich fragt es sich, ob es gegenüber den örtlichen Anbietern fair ist, wenn man wenige Meter von der Verkaufsstelle von Schmitt und Tegut entfernt an der Margarethenhalle einen Straßenverkauf zulässt.



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Nilgänse keinesfalls füttern!

26.4.21: In den letzten Jahren haben sich die Nilgänse vor allem in und an den Badeseen stark vermehrt und sind mit ihren Hinterlassenschaften zur Landplage geworden. Ein echtes Problem sind sie jedoch im Main, wo sie äußerst aggressiv auf die heimischen Stockenten und vor allem auf deren Junge losgehen. Immer häufiger sieht man tote Jungenten im Main treiben. Den vermeintlichen Tierfreunden, die vor allem im Umfeld des Mainstegs die jungen Nilgänse füttern, sollte klar sein, dass sie damit zur Dezimierung der heimischen Stockenten beitragen. Ganz abgesehen davon, dass das Füttern sowohl der Nilgänse wie auch der heimischen Wasservögel verboten ist, weil das zur Verbreitung der Ratten beiträgt.



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Kann es nicht mit Vernunft und ohne Hass gehen?

14.4.21: Nun ist also die erste Etappe auf dem Weg geschafft, den naturnahen Charakter an der Einfahrt ins Zeilweggebiet zu erhalten, mit 600 Unterschriften angesichts der Kürze der Zeit und der Coronaprobleme bei der Unterschriftensammlung beachtlich! Jetzt kann dann der weitere Weg zum Volksentscheid ablaufen, wie es die bayerische Verfassung vorsieht, bei dem die Bürger das letzte Wort haben. Das Ergebnis ist offen und es bleibt zu hoffen, dass der Austausch der Argumente zwischen den Befürwortern und den Gegnern des Bürgerbegehrens sachlich und ohne Diffamierungen abläuft.
Leider gibt es einige Anzeichen, dass dies auch anders ablaufen kann. Dabei macht es eigentlich Hoffnung, dass eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die parteipolitisch völlig ungebunden sind, von ihren verfassungsmäßigen Rechten Gebrauch gemacht und die Initiative für den Bürgerentscheid ergriffen hat. Dass dies bei der Mehrheit des Gemeinderats auch zu Empörung und heftigen Gegenreaktionen führen kann, hat sich vor einem guten halben Jahr gezeigt, als ein Bürger in der selben Angelegenheit schon einmal den Anlauf zu einem Bürgerbegehren genommen hat und schließlich angesichts von Anfeindungen frustriert resignierte.
Die MM hatte spätestens, seitdem klar war, dass die Wasserschutzgebietsverordnung die Ausweisung eines Baugebiets ausschließt, erhebliche Bedenken gegen die geplante Bebauung. Sie hielt sich jedoch beim Bürgerbegehren bewusst zurück, um den Eindruck zu vermeiden, dass es sich hier um parteipolitisches Gezänk handelt. Das hat jedoch nicht verhindert, dass die MM und einige ihrer Repräsentanten zur Zielscheibe der Gegner des Bürgerbegehrens wurden. Dass in den sozialen Medien schnell Stimmung gegen die Zeilweg-Initiative gemacht wurde, war zu erwarten. Eine andere Qualität hatten da anonyme Mails, die bei Peter Etthöfer landeten und deutlich mehr als aggressiv formuliert waren. Etthöfer ist in dieser Hinsicht nicht verwöhnt. Schließlich erhielt er vor vielen Jahre etliche solcher Schreiben mit Inhalten deutlich unter der Gürtellinie, als er mit einer Bürgerinitiative (BI) den Bau einer Großbäckerei im Landschaftsschutzgebiet kurz vor dem Naherholungsgebiet verhinderte. Heute sind viele Margetshöchheimer und auch der Inhaber der Großbäckerei froh, dass dieses Projekt verhindert wurde. Den Bürgern blieb das Naherholungsgebiet vor der Haustüre erhalten, und die Großbäckerei hat mittlerweile einen Standort, mit dem sie mehr als zufrieden ist.

Auch jetzt schießt man sich mit Vorliebe auf Etthöfer ein. Das gilt besonders für die SPD. In ihrem vorweihnachtlichen Blättchen machte sie Stimmung gegen Etthöfer und die MM mit dem folgenden Passus, um die Beseitigung von Streuobst hinter der Spargelhütte zu rechtfertigen: "Als jedoch vor kurzer Zeit ein stark verbuschtes Grundstück in der Friedenstraße, der Spielplatz der Naturfüchse, plattgewalzt wurde und Herr Etthöfer ein stattliches Haus errichten ließ, hörte man keine Kritik von der MM, ...

Normalerweise reagieren wir nicht auf jeden Unsinn. Nachdem aber sogar die Main-Post deswegen bei der BI Zeilweg nachfragte (welch ein Zufall!), müssen wir doch einiges zurechtrücken:
Etthöfers Grundstück liegt seit Ende der 80er Jahre im rechtskräftigen Baugebiet Zeilweg (nahe der Schule), weit weg von der Zone IIIA, in der neue Baugebiete nicht ausgewiesen werden dürfen. Damit die Kindergruppe des Bund Naturschutz nicht mit ihrem "Domizil" in empfindliche Strukturen der freien Natur eingreift, hatte er seinen Bauplatz am Rand des Baugebiets und der freien Natur zur Verfügung gestellt. Im Laufe der Jahre ist die Fläche weitgehend verbuscht. Die Alternative wäre Jahr für Jahr der Einsatz eines Mulchers gewesen, was der Natur und dem Grundwasser nicht dienlich gewesen wäre. Als sich die Kindergruppe nach vielen Jahre zurückzog und immer häufiger Nachfragen von Bauinteressenten kamen (auch von der Gemeinde geschickt, die großen Wert auf die Bebauung von noch freien Bauplätzen legt), entschloss sich Etthöfer schließlich, den Bauplatz nach weit über 30 Jahren zu bebauen.
Da man auf einem verbuschten Bauplatz vielleicht ein Baumhaus, aber kein Wohnahaus errichten kann, ließ Etthöfer vor Baubeginn das Baufeld räumen, was übrigens über den Geschäftsleiter im Rathaus und auch von Etthöfer direkt mit dem Landratsamt abgeklärt war. Da Gemeinderätin Kircher, die Vertreterin der SPD im Bauausschuss, ihres Zeichens Architektin und Mitarbeiterin in der Städtebauabteilung der Regierung von Unterfranken, an der Genehmigung von Etthöfers Bau mitgewirkt hat, ist es uns unverständlich, dass die SPD mit solch unsinnigen Behauptungen Stimmung machen und der MM offensichtlich Filz unterstellen will. Mit solchen "Argumenten" demonstriert man höchstens, wie dünn die Argumente der SPD für die Bebauung an der Zeilwegeinfahrt sind.
Etthöfer ließ übrigens bei der Räumung des Baufelds sogar aus freien Stücken einen ökologisch interessanten Totholzbaum am Grundstücksrand stehen, der nun laut Baugenehmigung nur mit Erlaubnis der Regierung von Unterfranken und nach Erstellung eines Gutachtens entfernt werden darf.

Interessant ist auch, dass man in den Kommentaren auf der Online-Ausgabe der Main-Post ebenfalls mit den unsinnigen Unterstellungen der SPD hausieren geht:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/margetshoechheimer-streiten-um-die-zukunft-der-streuobstwiese-art-10589641#commentsAreaAnchor (Main-Post vom 13.4.21)
Aufgefallen ist uns dort auch, dass die E-Mail-Adresse eines anonymen Schreibers an die MM mit dem Pseudonym eines der "Kommentatoren" übereinstimmt.

Abschließend wollen wir noch einmal darauf hinweisen, dass die MM die Initiative der Bürgerinnen und Bürger der BI Zeilweg durchaus begrüßt, aber weder Mitglied noch Initiator des Bürgerbegehrens ist. SPD und CSU arbeiten sich also vergebens an der MM ab. Sie sollten lieber überlegen, ob es nicht doch besser wäre, den naturnahen Zustand dort zu erhalten, wie es im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept der Gemeinde Margetshöchheim beschlossen wurde.








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Totholzbaum


per Baugenehmigung "verewigt" 



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Was hat Margetshöchheim mit Alfred Eck zu tun?

11.4.21: Wir haben bereits mehrmals über das Schicksal des jungen Baldersheimer Soldaten Alfred Eck berichtet, der an Ostern 1945 in den letzten Kriegstagen an einem Galgen aus Leitern aufgehängt wurde, weil er die anrückenden Amerikaner durch die Minensperren ins Dorf geführt und somit Baldersheim vor der Zerstörung und viele Einwohner vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Unser letzter Beitrag erschien am 8.4., weil man nach Jahrzehnten der Verleumdung und posthumen Beleidigungen endlich zur Erinnerung an den Heldentod Ecks am Auber Marktplatz eine Gedenktafel für den Helden und Retter von Baldersheim enthüllt hat. Nur zur Erinnerung: 1985 sollte die neu errichtete Auber Schule den Namen Alfred Ecks erhalten, was nicht zuletzt am Widerstand des damaligen Schulamtsdirektors Schäffer scheiterte.

Die Main-Post schrieb dazu am 9.4.21 in dem Artikel https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/gedenken-an-nazi-opfer-alfred-eck-ein-vorbild-fuer-die-jugend-art-10588552 :
"Allen voran der damalige Schulamtsdirektor, der es mit seinem Einfluss schließlich 1985 zu verhindern wusste, dass die Auber Schule den Namen Alfred Eck bekommen hat. Ein Gedankengut, das noch sehr lange im Hintergrund rauscht. Selbst 30 Jahre später war es schwierig, in Aub eine Alfred-Eck-Schule durchzusetzen."

Mancher mag sich fragen, warum das auf einer Website ein Thema ist, die sich vorrangig um lokale Themen kümmert. Aktuell ist es ein Thema, weil es darum geht, eine Straße, die nach einem mit dem NS-Regime eng verstrickten Literaten benannt ist, umzubenennen. Es wäre nur folgerichtig, statt dessen einer ausgewiesenen NS-Gegnerin diesen Weg zu widmen.

Da die Main-Post die verhinderte Benennung der Auber Schule nach Eck kritisch verfolgt hat, war die Margetshöchheimer Mitte schon viel früher auf das Schicksal Alfred Ecks aufmerksam geworden. Die Margetshöchheimer SPD lud 1995, als sich das Kriegsende und die Hinrichtung Ecks zum fünfzigsten Mal jährten, zum Auftakt des Kommunalwahlkampfs Schulamtsdirektor Schäffer zu einer Lesung unter dem Motto "Dörfliches Leben und Bräuche vor 50 Jahren" ein. Nur nebenbei sei bemerkt, dass das Büchlein Schäffers laut Titel über die 30er Jahre berichtet, da hatten sich die Genossen wohl gewaltig verrechnet.

Peter Etthöfer, dessen im Krieg gefallener Vater in der NS-Zeit Major der Schutzpolizei, SS-Sturmbannführer und Kommandeur einer Sturmgeschützabteilung der Waffen-SS-Polizeidivision war, hatte sich gerade deswegen intensiv mit der NS-Zeit, dem Naziterror und dem verbrecherischen Weltkrieg auseinandergesetzt, so dass ihm das Schicksal Ecks sehr zu Herzen ging und ihn die ehrabschneidenden Kampagnen gegen Eck zutiefst empörten. Er wies deshalb im MM-Blättle auf die Rolle Schäffers bei der gescheiterten Benennung der Auber Schule und die in der Main-Post zitierte Aussage Schäffers hin, man könne die Schule nicht nach einem Deserteur benennen.
Die Folge war eine unsägliche Schmutzkampagne der SPD gegen Etthöfer und die MM in den letzten Wochen vor der Wahl. Man druckte im SPD-Blättchen einen cholerischen Brief Schäffers ab und warf Etthöfer "publizistische Methoden, die aus der braunen Hexenküche stammen", vor und erklärte, dass sich die respektvolle Nennung seines bürgerlichen Namens von selbst verbiete, weshalb man ihn nur mit Herr E. tituliere.
Verantwortlich für das SPD-Blättchen zeichnete damals der SPD-Vorsitzende, der von Beruf Schulbuchvertreter war. Bestürzend war nicht nur der Hass, der Etthöfer wegen der Erinnerung an das Schicksal des Retters von Baldersheim entgegenschlug. Noch schlimmer war, dass sich in dem Pamphlet kein einziges Wort des Bedauerns über das Schicksal Ecks fand.

Abschließend empfehlen wir Ihnen noch die Lektüre des Kommentars von Thomas Fritz, dessen journalistische Arbeit und Kompetenz bewunderungswürdig sind:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/standpunkt-es-wird-hoechste-zeit-fuer-eine-alfred-eck-schule-art-10588593#commentsAreaAnchor

Etthöfer hat übrigens in den letzten Jahren zweimal Alfred Eck für den Würzburger Friedenspreis vorgeschlagen. Leider ohne Erfolg, da man posthum keinen Preis verleihen wollte.



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Erinnerung ist wichtig

8.4.21: Als es in den letzten Wochen um die Umbenennung des Nikolaus-Fey-Wegs wegen der NS-Vergangenheit des Namensgebers ging, zeigte sich, wie schwierig es ist, Konsequenzen aus der Vergangenheit zu ziehen. Diese Erfahrung musste man in Aub schon vor Jahrzehnten machen, als der damalige Notar und CSU-Stadtrat Kilian Angermeier die Benennung der Auber Schule nach dem Baldersheimer Alfred Eck beantragte und im Stadtrat durchsetzte. Alfred Eck hatte als junger Soldat in den letzten Kriegstagen seinen Heimatort vor der Zerstörung gerettet, als er die Amerikaner um die Minensperren herumführte und die deutschen Soldaten zum Rückzug aufforderte. Die nahmen ihn mit nach Aub, wo er am 7.4.1945 von einem Standgericht zum Tode verurteilt und am selben Tag am Marktplatz aufgehängt wurde.
Gegen die Benennung der Schule nach Alfred Eck machten nicht nur Ewiggestrige am Ort mit üblen Argumenten mobil, Widerstand kam auch von Schulamtsdirektor Schäffer, so dass die Schule bis heute noch nicht Ecks Namen trägt.
Seit gestern erinnert nun zumindest eine Tafel an den Retter von Baldersheim. Die Main-Post erinnerte in ihrer gestrigen Ausgabe an Alfred Eck: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/nach-76-jahren-alfred-eck-bekommt-endlich-seine-erste-ehre-art-10587631
Die MM hat schon mehrmals über Alfred Eck berichtet, nachdem sie 1996 von der örtlichen SPD wegen einer kritischen Bemerkung über die Rolle Schäffers auf das Übelste angefeindet worden war. Einen unserer Beiträge finden Sie hier: Lasst die Toten ruhen! ???



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Nichts dazugelernt?

29.3.21: Vor kurzem veräußerte die Gemeinde ein Grundstück im Zeilwegbereich oberhalb der Bebauung, das im Wesentlichen aus einem breiten Wegrand und einem Graben bestand. In den letzten Tagen wurden nun etliche LKW-Ladungen Aushub von einer Baustelle dort abgelagert und der Graben sowie die Randbereiche damit verfüllt. Interessant ist, dass der neue Eigentümer offensichtlich vor der Verfüllung bei der Gemeinde und auf Anraten der Gemeinde auch telefonisch beim Landratsamt nachgefragt hat. Dort hat man ihm wohl zu verstehen gegeben, dass man nichts einzuwenden habe, wenn die Gemeinde zustimmt.
Dass man Gräben und andere sensible Geländestrukturen verfüllt, war früher gang und gäbe und ist heute angesichts der enormen Entsorgungskosten für Bauaushub immer noch verlockend. Inzwischen sollte man jedoch mit der Landschaft sensibler umgehen, zumal es im Falle eines extremen Unwetters nicht unproblematisch ist, wenn ein Graben am Auslauf des Steilhangs über dem Ort verfüllt wird.



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aufgefüllt




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abruptes Grabenende




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Weg in die Sackgasse

27.3.21: Seit gefühlt mehreren Jahren ist die Mainstraße zwischen der Dorfstraße und der Ludwigstraße wegen Bauarbeiten gesperrt. Bei der letzten Verlängerung wurde die Sperrung bis zum 1. April angekündugt. Wenn das nur kein Aprilscherz ist, da für die Bauarbeiten wohl weiterhin ein Kran benötigt wird.
Dass bereits seit Monaten an der Kreuzung der Mainstraße mit der Dorfstraße das Sackstraßenschild fehlt, istb allerdings verwunderlich, da so immer wieder Fahrzege in die eigentlich gesperrte Straße fahren und es dann zu unnötigen Wendemanövern an der Einmündung des Radwegs kommt.



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Sackgasse unbeschildert




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Warum Bürgerbeteiligung nicht schaden kann ...

23.3.21: Margetshöchheim hat viel vor, und das bereits seit vielen Jahren. Dass ein Großteil der Projekte bislang nicht aus den Startlöchern gekommen ist, liegt meistens nicht am Gemeinderat oder dem Bürgermeister. Anfangs lag es an den klammen Kassen und später war es vor allem der Bau des neuen Stegs, der sich von Jahr zu Jahr verzögerte und damit quasi alle Projekte an der Mainpromenade ausbremste. Dass man trotzdem schon vor Jahren mit den Planungen begann, war sicher nicht verkehrt. Ob es allerdings sinnvoll war, ein Büro erst einmal drauflos planen zu lassen und die Bürger in weiten Teilen noch gar nicht einzuschalten, kann man bezweifeln.
Vielleicht wäre es manchmal besser, erst einmal mit den Bürgern und vor allem mit den Anliegern zu sprechen und dann auf deren Erfahrungspotential aufbauend zu planen.
Das hat sich zum Beispiel auch beim ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) gezeigt, das etliche zigtausend Euro gekostet hat. Dort wurde zum Beispiel gefordert, die Busendhaltestelle aufzulösen und die Busse über die Falkenstraße und von da oberhalb der EIWO über die Böschung auf den Tegut-Parkplatz zu leiten. (ISEK: Darüber hinaus könnte die notwendige Aufwertung des Ortseingangs an der Erlabrunnner Straße realisiert werden. Mit der Neugestaltung des Ortseingangs wäre auch der Buswendeplatz an der Falkenstraße zu überprüfen. Die Verlegung der Busschleife über den Sandflurweg zur Erlabrunner Straße nach Norden würde neue Spielräume für die Aufwertung des Platzes vor der Sparkasse schaffen. Mit einer neuen Haltestelle unmittelbar am Markt würde die Erschließung des Versorgungsschwerpunkts auch mit dem ÖPNV attraktiver werden.)
Die Fotos zeigen, was jeder Margetshöchheimer von vorneherein gewusst hat, das schafft höchstens eine Zahnradbahn. Busauffahrt zum Tegutparkpaltz ? (1) und Busrampe zum Tegutparkplatz? .

Nicht viel anders verhielt es sich mit dem angedachten "Schul- und Gemeindegarten" auf dem Gelände des Abwasserpumpstation, wo sich auf dem größten Teil des Geländes das Betonbecken des Regenüberlaufbeckens 5 befindet, im ISEK irrtümlich als "Bauhofgelände" deklariert: Gestaltung eines Schulgartens - Wissensaustausch von Generation zu Generation fördern, Tradition macht Schule: - Umgestaltung der Bauhoffläche ( Pumpwerk ) zu einem Schul- und Gemeindegarten. Schul- und Dorfgarten?
Nicht nur der MM war von Anfang an klar, dass auf dem Beton dort nicht einmal Radieschen wachsen, zumal das Gelände dem Abwasserzweckverband und nicht der Gemeinde gehört. Auf unseren Einwand antwortete uns ein damaliger Gemeinderat, der heute andernorts Bürgermeister ist: "Da wissen wir jetzt wenigstens, dass dort etwas geschehen muss." Ob man dafür allerdings ein teures Gutachten braucht, kann jeder selbst beantworten.

Damit man uns nicht falsch versteht: Für größere Projekte braucht man sicher eine gute Planung. Es kann jedoch nicht schaden, wenn man sich im Anfangsstadium das vorhandene Sachwissen vor Ort sichert, indem man die Bürger mit einbezieht. Bei der Gemeinde kann man sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass man nach der Devise vorgeht: Jetzt plant erst mal schön, dann sehen wir weiter. Das ist wohl auch die Grundhaltung bei vielen Gemeinderatsmitgliedern.

Weil wir verhindern wollen, dass Planungen von Anfang an in eine zweifelhafte Richtung führen, erlaubt sich die MM seit Jahrzehnten, schon im Vorfeld eigene Gedanken über anstehende Projekte zu machen. Das war auch ein Grund, warum wir uns vor kurzem mit dem folgenden Thema beschäftigt haben: Nur ein Kasten? Allerdings wie die Faust aufs Auge



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Busauffahrt zum Tegutparkpaltz ? (1)




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Busrampe zum Tegutparkplatz?




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Schul- und Dorfgarten?




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die Realität sieht anders aus

2.3.21: In ihrem aktuellen Ortsblatt befasst sich die CSU u.a. mit der geplanten Ansiedlung eines Gewerbebaus hinter der Spargelhütte an der Einfahrt ins Zeilweggebiet. Wir haben Sie bereits mehrmals auf unserer Internetseite und im MM-Blättle informiert. Unter der Überschrift "In ökologisch-ökonomischem Einklang" kann man bei der CSU einiges lesen, was dringend berichtigt werden sollte:
- Richtig ist, dass die fragliche Fläche im Flächennutzungsplan als Mischgebiet vorgesehen ist. Deshalb gingen wohl alle davon aus, dass eine Bebauung rechtlich und faktisch nicht zu verhindern ist. Die MM hat nie Baugebiete in der freien Natur forciert oder unterstützt. Sie hat aber auch nie versucht, gegen Windmühlen anzurennen und gegen Baugebiete, die noch dazu vor der Entstehung der MM in den Flächennutzungsplan aufgenommen wurden, einen sinnlosen Kampf zu führen.
- Es stimmt nicht, dass alle drei Fraktionen dort die Planungen für den Bau eines Feuerwehrhauses, eines Streuobstzentrums, die Ansiedlung eines Winzerbetriebs sowie die Neuanlage eines Spielplatzes unterstützt haben. Für all diese Planungen gab es im Gemeinderat keine Beschlüsse, sondern allenfalls Planungsvorstellungen des Bürgermeisters oder Angebote von Peter Etthöfer, der dort die einzige Fläche besitzt, die nicht in der Hand der Gemeinde ist. Als vor etlichen Jahren ein Weingut weit weg vom Ort an der Mehle ein großes Aussiedlungsprojekt betrieb, bot Etthöfer seine Fläche im Mischgebiet gegen Ackerland an, um eine Zersiedelung im Außenbereich zu verhindern, woran allerdings der aussiedlungswillige Betrieb kein Interesse zeigte. Das Streuobstzentrum mit Gastronomie war lediglich die Idee des Bürgermeisters, für das die Lehranstalt in Veitshöchheim einen Planungsentwurf fertigte, der an den horrenden Kosten von über 10 Mio. € scheiterte. Auch die Bereitstellung einer Fläche für den Neubau eines Feuerwehrhauses in weiter Zukunft war nicht die Idee der Gemeinderatsfraktionen. Es war lediglich Etthöfer, der der Feuerwehrführung die Bereitstellung seines Grundstücks zusicherte, falls die Fläche dafür benötigt würde. Den Spielplatz im fraglichen Bereich brachte allein die MM ins Gespräch, was allerdings von SPD und CSU mit fadenscheinigen Gründen abgelehnt wurde. Auch die Ansiedlung der Feuerwehr stieß bei CSU und SPD auf keine große Begeisterung.
Jahre vorher gab es nämlich schon Pläne des Bürgermeisters, dort vor allem Gewerbe anzusiedeln. Geplant waren drei Gewerbeobjekte und ein Streuobstgebäude mit Dutzenden Parkplätzen. Im Gemeinderat hörte man davon allerdings kein Wort.
- Erst als es Verwaltungsleiter Horn auffiel, dass im fraglichen Gebiet ein Bebauungsplan wegen der Lage in der Wasserschutzzone IIIA nicht zulässig ist, änderte sich die rechtliche und politische Sicht auf die dortigen Planungen grundsätzlich. Dieser Umstand war auch der MM vorher nicht aufgefallen. Jetzt betrieben CSU und SPD eine abgespeckte Variante mit einem mehrstöckigen Gewerbebau und einem Streuobstzentrum, für letzteres allerdings gibt es weder konkrete Pläne noch finanzielle Zusagen. Anzufügen ist noch, dass die Gemeinde sich bei den Fachbehörden offensichtlich stark dafür ins Zeug gelegt hat, dass der Gewerbebau als Einzelmaßnahme eine Ausnahmegenehmigung in der Wasserschutzzone erhält.
- Nach Bekanntwerden, dass hinter der Spargelhütte eine Bebauung wegen der Lage im Wasserschutzgebiet nicht möglich ist, hat die MM keinem Bauprojekt zugestimmt. Sie hat sich dort lediglich für einen Spielplatz ausgesprochen, der dort in jeder Hinsicht grundwasserverträglich wäre.
- Wenn die CSU nun schreibt, dass der Schutz unseres Trinkwassers zu keiner Zeit in Frage stand, dann fragt man sich schon, warum die Fachbehörden in der Verordnung für das Wasserschutzgebiet explizit einen Bebauungsplan ausgeschlossen haben.
- Es sagt viel über das ökologische Bewusstsein der CSU aus, wenn sie in ihrem Blättchen angesichts dieser Tatsachen von "ökologisch-ökonomischem Einklang" schreibt. Das Streuobstzentrum, das noch in den Sternen steht, soll wohl der Lendenschurz für das Ignorieren der Schutzgebietsverordnung und den Eingriff in das Streuobstgebiet sein. Die Überschrift im CSU-Beitrag hätte besser "Ökonomie mit ökologischem Mäntelchen" gelautet.
- Dass die CSU hier wenig auf die ganze Wahrheit Rücksicht nimmt, zeigt auch die Behauptung, dass der Gemeinderat sich einstimmig für die Richtigstellung des Flugblatts eines Bürgers entschieden habe, der zur Gründung einer BI gegen das Gewerbeprojekt aufgerufen hatte. Obwohl die MM nur unter der Bedingung zugestimmt hatte, dass eine Stellungnahme im Gemeindeblatt erst nach dem Vorliegen der Stellungnahmen aller Fraktionen erfolgen solle, veröffentlichte der Bürgermeister seine Position in einer einseitigen und auch inhaltlich einseitigen Stellungnahme, in der der Eindruck erweckt wurde, als ginge es vor allem nur um ein Streuobstzentrum. Bei einer inhaltlichen Prüfung des Bürger-Flugblatts stellte sich übrigens heraus, dass es inhaltlich durchaus korrekt war. Bürgermeister Brohm war immerhin so fair, dass er sich im Nachhinein für den Vorgang entschuldigt hat. Im CSU-Blatt findet man davon allerdings kein Wort.



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Lastenrad trotz E-Antrieb langsam unterwegs

1.3.21: Die CSU berichtete vor kurzem, dass die Gemeinde ein Lastenrad angeschafft habe, das jeder Bürger ausleihen kann. Sie vermeldete zwar, dass sich die Nutzungsmöglichkeit wegen des nicht vorhandenen Buchungssystems und des fraglichen Standorts verzögert habe. Die eigentlichen Hintergründe bleiben jedoch unklar, warum das Rad, das auf Initiative von MM-Gemeinderätin Röll angeschafft wurde, seit einem guten dreiviertel Jahr noch nicht genutzt werden konnte Margetshöchheim hat nun ein Lastenrad . Ursprünglich sollte das Rad nämlich im Rathaus stationiert werden und von dort aus verliehen werden. Der Gemeinde gelang es jedoch nicht, in der Zwischenzeit einen Standort zu finden, da die Unterbringung im Rathaus scheiterte.
Offensichtlich brachte erst die Umstrukturierung im Bauhof die Lösung des Standort- und Verleihproblems.




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starkes Bier - starker Tobak

27.2.21: Eigentlich dachte man, dass die Zeiten vorbei sind, in denen eine rabenschwarze Staatspartei nicht nur im Landtag, sondern auch in den Medien und fast allen gesellschaftlichen Instanzen das absolute Sagen hatte und das auch weidlich ausgenutzt hat.
Weit gefehlt, im Wahljahr lässt sich die CSU, allen voran Landrat Eberth, vom Sender TV Mainfranken 1 Stunde Sendezeit für die Übertragung ihres Starkbieranstichs schenken. Besonderen Unterhaltungswert hat es, dass der TV-Leiter diese plumpe parteipolitische Willfährigkeit seines Senders noch damit rechtfertigt, dass es sich dabei um ein Kulturgut handele. Man kann nur hoffen, dass dieses Hofieren gegenüber den Herrschenden und der Verzicht auf die üblichen Abstandsregeln im Journalismus nicht ansteckend wirken.



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Spuren im Schnee - des Rätsels Lösung

16.2.21: Durch einen Hinweis ist zumindest klar, dass die Spuren im Schnee auf den Reutfeldern (Da waren Vandalen am Werk ) nicht von Außerirdischen, sondern von einem "Schlepplift" stammen.



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"Schlepplift 1"




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"Schlepplift 2"




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Da waren Vandalen am Werk

15.2.21: Bereits seit Jahren beschweren sich die Jäger darüber, dass immer mehr Leute mit Autos oder Hunden oder beidem die landwirtschaftlichen Flächen auf der Hochfläche über Margetshöchheim bevölkern und das Wild beunruhigen. Da die Zufahrt nur für landwirtschaftlichen Verkehr erlaubt ist, hat Bürgermeister Brohm bereits drastische Maßnahmen bei Verstößen angedroht. Jetzt, in der Zeit der Corona-Beschränkungen, ist die Hochfläche noch mehr ein beliebtes Ziel geworden. Gegen Spaziergänger mit und ohne Schlitten ist ja sicher nichts einzuwenden. Wenn allerdings dort oben auf den gemeindeeigenen Reutfeldern, die in der Wasserschutzzone III B liegen, autofahrende Vandalen durch landwirtschaftliche Flächen pflügen, übersehen wohl einige Zeitgenossen, dass die freie Zufahrt für landwirtschaftlichen Verkehr nicht für jedes Rindvieh gilt.
Es ist übrigens nur schwer verständlich, dass der komplette Rundweg, der eigentlich nur für landwirtschaftlichen Verkehr offen ist, durch die Gemeinde vom Schnee geräumt wurde, wo man doch eigentlich dort keinen Verkehr haben will.



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Bauern gegen Insektenschutz?

12.2.21: Wenn Landwirte mit überdimensionalen Traktoren in endloser Kolonne die Straßen verstopfen, dann ist das schon beeindruckend. Es fragt sich allerdings, wen das beeindrucken soll. Sicher nicht die Autofahrer und wohl auch nicht die Natur- und Umweltschützer, sondern im Superwahljahr wohl vor allem die Politiker, die jahrzehntelang die Landwirte als Wählerpotential hofierten. In der Regel sind das die Politiker, die die Weichen unter dem Motto "wachsen oder weichen" indirekt dafür gestellt haben, dass das Stimmenpotential der Landwirte seit Jahrzehnten von Jahr zu Jahr geringer wurde. Im Klartext bedeutet dies, dass die Kleinbauern auf der Strecke blieben und die Strukturen immer größer wurden, was jahrzehntelang durch die staatlichen Fördermaßnahmen von EU und Bund forciert wurde. Ähnliches spielte sich auch bei denen ab, denen die Landwirte ihre Produkte verkaufen. Das sind in der Regel nicht die Verbraucher und nicht die inzwischen zu Exoten verkommenen Tante-Emma-Läden, sondern die marktbeherrschenden Lebensmittelkonzerne. Auch sie sind neuerdings Zielscheibe des Bauernprotests, der in aller Regel gegen die geballte wirtschaftliche Macht wenig bewirkt. Es ist deshalb eine Tatsache, dass die meisten Landwirte angesichts der geballten wirtschaftlichen Macht der Konzerne und der Auswirkungen des Weltmarkts ohne die Förder-Milliarden, vor allem die Flächenprämien, der EU kaum überleben könnten.
Momentan versuchen Umweltschützer und viele Politiker dieses eingefahrene Geleis zu verlassen und mehr auf die Förderung für Leistungen (z.B. für den Grundwasserschutz oder für umweltverträgliches Wirtschaften) umzustellen. Dagegen laufen die Landwirte, vor allem die Großagrarier, Sturm. Angeblich weil sie von ihrer Arbeit und nicht von staatlichen Almosen leben wollen. Dabei sind die Flächenprämien nichts anderes. Wenn jetzt die Landwirte gegen die neuen Auflagen für Gewässerrandstreifen und den Pestizideinsatz Sturm laufen, dann ist das kurzsichtig. Sie sollte sich lieber für einen nennenswerten Ausgleich für ihre daraus resultierenden Einkommensverluste stark machen. Der wäre auch berechtigt, da der Schutz für Umwelt und Natur eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Wenn nun Bayern und andere Bundesländer die Maßnahmen für den Insektenschutz wieder verwässern, dann entlarvt das das grüne Mäntelchen von Söder und Klöckner. Dazu passt, dass in Bayern die sog. roten Gebiete willkürlich verkleinert wurden, in denen man wegen der Nitratbelastung besonders rücksichtsvoll wirtschaften muss. Wir berichteten darüber vor wenigen Tagen: Proteste der Landwirte erfolgreich



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Coronafeier trotz Lockdown?

8.2.21: Vor wenigen Tagen muss am Mainufer zwischen Margetshöchheim und Erlabrunn auf Höhe des ersten Überwegs über den Flutgraben eine Coronafeier der etwas anderen Art stattgefunden haben. Angesichts der "Hinterlassenschaften" im Landschaftsschutzgebiet schon in "normalen" Zeiten eine Sauerei, in Coronazeiten jedoch bereits eine Straftat.



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Festplatz am Main?




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mit Hinterlassenschaften




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Was ist die Biotopkartierung wert?

1.2.21: Gestern berichteten wir von der kontroversen Diskussion über das zukünftige Baugebiet Scheckert-Lausrain im Bauausschuss Wie ökologisch darf ein neues Baugebiet werden?
Dabei ging es auch um den Umgang mit den kartierten Biotopen in diesem Gebiet, die bereits vor einigen Wochen deutlich dezimiert wurden: Sind das Vorboten des Baugebiets Scheckert?
Auf der Grafik Planskizze Scheckertbaugebiet erkennt man die rot schraffierten kartierten Biotope.
Mittlerweile erkennt man, dass praktisch sämtliche Biotopstrukturen plattgemacht worden sind: Tabula rasa und davor das Luftbild mit der ursprünglichen Situation: Scheckert-Lausrain von oben



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Planskizze Scheckertbaugebiet


Biotope rot schraffiert 



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Scheckert-Lausrain von oben


mit ursprünglichem Bewuchs 



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Tabula rasa




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