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kritisch betrachtet ...

man könnte , sollte, müsste ...

14.11.19: Normalerweise informieren wir Sie spätestens am übernächsten Tag nach einer Gemeinderats- oder Bauausschusssitzung über deren Ergebnis. Da bei der Gemeinderatssitzung am 12.11. der Tagesordnungspunkt Zeilweg-Spielplatz breiten Raum eingenommen hat, berichten wir heute ausführlich darüber. Über die restlichen Tagesordnungspunkte informieren wir Sie morgen.
Bereits am 12.11. haben wir die Sicht der MM ausführlich dargelegt: Spielplatzstandort neben dem Kindergarten? . Kurz zusammengefasst schätzten wir die Situation für einen Spielplatz neben dem Kindergartengelände so ein: Prinzipiell wäre der Standort optimal. Voraussetzung ist jedoch, dass der daneben auf dem Außengelände des Kindergartens vorgesehene Erweiterungsbau für eine mehrgruppige Kinderkrippe dort wirklich möglich ist und die Spielflächen des Kindergartens nicht über Gebühr einschränken wird. Sonst müsste nämlich ein Teil der jetzt für den Spielplatz vorgesehenen Fläche in Anspruch genommen werden. Da für den Bau eines Erweiterungsgebäudes mangels anderer freier Flächen mit Sicherheit Teile des geplanten Spielplatzes in der Bauphase als Lagerplatz für Baumaschinen und Baumaterialien in Anspruch genommen werden, müsste vor einer Vergabe der gut 24.000 € teuren Planung für den Spielplatz geklärt sein, ob dann zumindest während der Bauzeit überhaupt noch genügend Raum für den Spielplatz frei ist. Dreh- und Angelpunkt ist natürlich zu allererst die Frage, ob der Erweiterungsbau tatsächlich beim derzeitigen Kindergarten errichtet werden kann und soll, was für die MM nach den bisherigen Diskussionen und wohl auch bei der Mehrheit der Gemeinderäte unstrittig war. Die MM legte großen Wert auf eine schnelle Klärung der Sachverhalte, damit der Spielplatz am Zeilweg auf einer verlässlichen Basis zeitnah geplant und verwirklicht werden kann.
Prinzipiell stimmte der Gemeinderat der MM-Argumentation zu, so dass derzeit noch kein Planungsauftrag für den Spielplatz vergeben wird und erst die Rahmenbedingungen abgeklärt werden sollen. Widerspruch gegen den Standort für den Erweiterungsbau der Kindertagesstätte am bestehenden Kindergartenstandort kam dann allerdings von der SPD-Fraktion, die zum wiederholten Mal den Standort auf dem Klostergelände favorisierte, wo früher einmal der Kindergarten war. Darüber war bereits mehrfach diskutiert worden. Hintergrund war auch, dass die Situation im Kindergarten bis vor kurzem in vielerlei Hinsicht nicht optimal war und die Kirchenstiftung als Träger nicht mehr funktionsfähig ist, seit es praktisch keine Kirchenverwaltung mehr am Ort gibt. Mittlerweile hat Bürgermeister Brohm die Verantwortung für die Kindergartenleitung übernommen, obwohl er dafür als Bürgermeister gar nicht zuständig ist. Durch sein engagiertes Vorgehen hat sich die Situation im Kindergarten deutlich gebessert, wozu auch der von ihm in die Wege geleitete Wechsel in der Kindergartenleitung beitrug.

Warum ist ein Erweiterungsbau der Kindertagesstätte am bisherigen Kindergartengelände sinnvoll?
- Bei zwei Kindergärten bräuchten wir zwei Träger mit zwei Leitungsteams und den entsprechenden Sozialräumen usw., was am bisherigen Standort bereits vorhanden ist. Unter dem Strich also eine kostspielige Angelegenheit. Am Kindergartengelände gäbe es dagegen mit Sicherheit Synergieeffekte.
- Planungsrechtlich gibt es dort keine Probleme, da der Kindergarten bereits besteht.
- Ideal ist auch, dass man bei Veränderungen in der Besucherfrequenz jederzeit flexibel bei der Raumbelegung und bei der Personalabdeckung in Kindergarten und Kinderkrippe reagieren kann.
- Da wegen Raummangels derzeit zwei Gruppen als Notgruppen im Turnraum und in der Verbandsschule untergebracht sind, die nur noch für zweieinhalb Jahre eine Ausnahmegenehmigung besitzen, ist keine Zeit zu verlieren. Planung, Genehmigung und Realisierung des Erweiterungsbaus sind am derzeitigen Standort mit Sicherheit am schnellsten zu realisieren. Man muss auch bedenken, dass bei der anstehenden 20 Millionen teuren Generalsanierung der Verbandsschule die dortige Notgruppe auf jeden Fall ausziehen muss.
- Auf dem Kindergartengelände bietet sich eine Modulbauweise mit Fertigelementen an, was sich günstig auf die Bauzeit und die Baukosten auswirkt.
- Und letztendlich ist das Grundstück in der Hand der Gemeinde.
- Alles in allem ist ein Erweiterungsbau am Kindergarten schneller und deutlich billiger zu realisieren.

Warum ist der Standort Klostergelände wenig geeignet?
- Das Klostergelände gehört zwar noch der Kirche, soll aber von der Gemeinde für 200.000 € erworben werden. Bürgermeister Brohm rechnet in Kürze damit. Wir sind angesichts der Haltung der Diözese gerade in Grundstücksfragen nicht so optimistisch.
- Alle Gebäude auf dem Gelände sind mehr oder weniger in schlechtem bis sehr schlechtem Zustand. Falls sie überhaupt saniert werden können, wird der Aufwand zeitlich wie finanziell enorm sein. Da ändert es auch wenig, dass sich die Gemeinde nennenswerte Zuschüsse im Rahmen der Altortsanierung erwartet.
- Wir können davon ausgehen, dass sich die Diözese im Kaufvertrag weitreichende Garantien dafür verankern lässt, dass die kirchlichen Einrichtungen und Organisationen in den sanierten Gebäuden erhebliche Nutzungsrechte verbriefen lässt.
- Ein kirchlich-weltliches Gemeindezentrum, wie es sich Bürgermeister Brohm vorstellt, bedeutet nicht nur einen erheblichen Planungsgaufwand, sondern mit Sicherheit bereits im Vorfeld sowohl im Gemeinderat wie auch in der Öffentlichkeit und bei den Vereinen eine lange Phase von Diskussionen und Umplanungswünschen.
- Der eigentliche Klostergarten, der nach den Vorstellungen der SPD auf einmal ebenfalls überbaut werden könnte, ist im Rahmenplan für die Altortsanierung als unbedingt zu erhaltende Grünfläche eingetragen, um das Ortsklima im Innenort zu verbessern, was angesichts des Klimawandels wichtiger denn je ist. Die SPD hatte vor einigen Jahren dort einen Bürgergarten gefordert und zusammen mit der MM die dort geplante Bebauung verhindert. Soll das jetzt auf einmal alles überbaut werden, zumal Bürgermeister Brohm bereits angekündigt hat, dass man dort auch an eine Vermarktung als Bauland plane, um die enormen Kosten etwas abzufedern?

Das bedeutet:
Eine Kinderkrippe auf dem Klostergarten wird sehr teuer und erst in etlichen Jahren beziehbar. Nach dem Trauerspiel mit der bis heute brachliegenden Neubauruine für die Kinderkrippe können wir den Eltern mit kleinen Kindern weitere langwierige Verzögerungen nicht mehr zumuten und schon gar keine Zwischenlösungen in noch mehr Containern, wie sie SPD-Gemeinderätin Haupt-Kreutzer angedacht hat.
Es muss uns auch klar sein: Wenn nicht baldmöglichst Sicherheit besteht, wo die Kindertagesstätte erweitert oder neu gebaut wird, bekommen wir nicht nur ein Problem mit der gesetzlich vorgeschriebenen Vorhaltung von Betreuungsplätzen, sondern wir können auch den seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr vorhandenen Zeilwegspielplatz nicht auf den Weg bringen. Wir können uns dann das Gerede sparen, dass wir den Ort für junge Familien mit Kindern attraktiv machen wollen. Heute ist eine gute Kinderbetreuung mit der wichtigste Standortfaktor. Wir dürfen uns nicht länger mit "man dürfte, man sollte, man müsste" aufhalten. Es ist an der Zeit, zu handeln.


Angesichts der eindeutigen Lage haben wir wenig Verständnis dafür, dass Frau Kircher von der SPD-Fraktion wie schon in etlichen anderen Fällen erst einmal eine Planung für beide Varianten einfordert. Die Einschaltung eines Architekten für einen Standort der mit Sicherheit wesentlich kostspieliger und voller Unwägbarkeiten ist, macht den dringend nötigen Erweiterungsbau nicht nur teurer, sondern wird den Fertigstellungstermin noch unwägbar in die Länge ziehen. Schließlich wäre eine erforderliche Überplanung des gesamten Klosterareals mit Sicherheit in jeder Hinsicht ein Fass ohne Boden. Leider muss man nach dem etwas konfusen Verlauf der Gemeinderatssitzung davon ausgehen, dass konkrete Schritte zur Realisierung des Spielplatzes und der Kinderkrippenerweiterung zunächst einmal auuf Eis liegen.

Da kommt uns das bekannte Zitat von Bert Brecht in den Sinn:

Ja, mach nur einen Plan
sei nur ein großes Licht
und mach dann noch 'nen zweiten Plan
gehn tun sie beide nicht.
Bertolt Brecht, Dreigroschenoper



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Dummheit first

7.11.19: US-Präsident Trump hat nun endgültig den Ausstieg aus dem internationalen Klimaabkommen vor seinen jubelnden Anhängern verkündet. Ihm geht es wohl darum, aus der bodenlosen Dummheit seiner Anhänger Kapital für seine Wiederwahl zu schlagen. Wer etwas Grips in der Birne hat, dürfte eigentlich nicht auf die dreisten Lügen von der sauberen amerikanischen Kohle und der tollen Energie aus der extrem umweltschädlichen Fracking-Förderung hereinfallen. In Gods own land der unbegrenzten Dümmlichkeiten ist allerdings auch dieser Anschlag auf die Zukunft der Menschheit möglich. Dass gerade jetzt über 11.000 Forscher vor unsäglichem Leid durch die immer schneller fortschreitende Erderwärmung warnen, juckt dieses egoistische Konglomerat aus Bigotterie und Dummheit herzlich wenig.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_86754652/ueber-11-000-forscher-warnen-vor-unsaeglichem-leid-.html

Allzu überheblich dürfen wir allerdings nicht über den großen Teich schauen, schließlich sind es bei uns immerhin auch schon bis zu 25 %, die einer Partei hinterherrennen, die ebenfalls die Klimawandelleugnung auf ihre Fahnen geschrieben hat. Zumindest im Osten unseres Landes.



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Land unter nicht nur im Südpazifik

5.11.19: Weit weg?
Während man sich wegen des steigenden Meeresspiegels im Südpazifik nicht nur Sorgen macht, sondern bereits an die Umsiedlung zigtausender Menschen denkt, leugnen oder verdrängen bei uns immer noch viele die sich anbahnende Klimakatastrophe. Dabei wird sich der steigende Meeresspiegel auch auf viele Küstenregionen Europas (z.B. auch in Hamburg) verheerend auswirken. Und weltweit wird man mit einer gigantischen Klimaflüchtlingswelle zu rechnen haben, wenn wir die Erderwärmung nicht umgehend stoppen.
Es ist paradox, dass gerade die Kräfte und Parteien den Klimawandel leugnen und Stimmung gegen Gegenmaßnahmen machen, deren Geschäftsmodell es ist, mit der Flüchtlingswelle Angst und Verunsicherung zu schüren.
https://www.watson.de/international/klima/511129337-klimawandel-tuvalu-droht-unterzugehen-so-bereiten-sich-die-menschen-vor



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Gehen die 7 fetten Jahre zu Ende?

4.11.19: Das biblische Gleichnis von den 7 fetten Jahren, die von 7 mageren Jahren abgelöst werden, wird oft bemüht, wenn sich das Ende einer wirtschaftlich besonders guten Zeit anbahnt. Derzeit könnte weltweit wieder einmal eine solche "magere" Zeit drohen. Das würde natürlich auch die Kommunen treffen, die stark von staatlichen Zuschüssen abhängig sind. Deshalb könnte es nicht schaden, wenn man sich darauf einstellt, dass der Gürtel vielleicht etwas enger geschnallt werden muss. Die dann nicht mehr so reichlich sprudelnden Steuereinnahmen schlagen dann natürlich auch auf die staatlichen Zuschüsse durch. Für Margetshöchheim würde sich das wahrscheinlich vor allem auf die Mittel für die Altortsanierung und sicher auch auf das Programm "Innen statt außen" auswirken, das derzeit mit 80 % Zuschuss lockt Innen statt außen (ISA) .

Dazu passt die Meldung vor wenigen Tagen:
In den kommenden Jahren steht weniger Steuergeld zur Verfügung. Bund, Länder und Kommunen müssen im nächsten Jahr mit 1,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen als bisher erwartet. Bis 2023 rechnen die Steuerschätzer wegen der trüben Konjunktur sogar mit insgesamt 7,1 Milliarden Euro weniger als bei der Steuerschätzung im Mai angenommen, wie das Finanzministerium am Mittwoch in Berlin bekanntgab.

Angesichts dieser Aussichten und der vielen teuren Baustellen, die in den kommenden Jahren anstehen, ist es ratsam, Planungen mit Augenmaß zu begleiten und auf teure Wahlversprechen zu verzichten.



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Nach uns die Sintflut?

2.11.19: Keine Sache des Glaubens
Man muss nicht nach Grönland fahren, um die drastischen Auswirkungen des Klimawandels mitzubekommen. Da reicht schon das, was wir in den letzten Jahren hier in Margetshöchheim und in weiten Teilen Deutschlands hautnah erlebt haben: Extreme Trockenheit, monatelange Dürre und Hitze, gravierendes Absinken der Grundwasserstände, versiegende Bäche, steigende Nitratwerte im Trinkwasser, weil die „Verdünnung“ des Stickstoffs im Grundwasser wegen der mangelnden Niederschläge fehlt. Hinzu kommen häufigere und extremere Unwetterereignisse, großflächiges Baumsterben in den Wäldern, schlechtere Ernten. Die Liste der Folgen der Erderwärmung ließe sich problemlos fortsetzen.

Eigentlich müsste langsam der Letzte kapiert haben, dass die Erdaufheizung kein vorübergehender Ausrutscher unseres Klimas, sondern bittere Realität ist, was übrigens alle ernsthaften Wissenschaftler schon seit langem festgestellt haben. Wenn man jetzt wie unsere Regierung mit ihrem Klimapaket nur halbherzig und zögerlich reagiert, versündigt man sich an den folgenden Generationen, abgesehen davon, dass wir bereits heute unter den Vorboten der sich anbahnenden Klimakatastrophe leiden und nicht ungeschoren davonkommen werden.
Wenn man überhaupt die Chance haben will, diesen Prozess noch zu stoppen, kann uns nur noch eine radikale Trendwende in all den Bereichen helfen, die mit für die Klimaerwärmung verantwortlich sind. Das betrifft zwangsläufig den Verkehrssektor und alle Bereiche, in denen fossile Brennstoffe verfeuert werden, aber auch die Landwirtschaft etwa bei der Massentierhaltung.

Im Grunde genommen lügt man sich in die eigene Tasche, wenn man meint, Klimaschutz gäbe es zum Nulltarif. Wir können sicher sein, dass es die Folgen der Erderwärmung bestimmt nicht zum Nulltarif geben wird. Dann wird es für uns alle mit Sicherheit richtig teuer. Leider ist es ein menschlicher Wesenszug, unliebsame Realitäten zu verdrängen aus Angst, auf einen Teil seines Wohlstands und liebgewonnene Bequemlichkeiten verzichten zu müssen.

Statt den Menschen reinen Wein einzuschenken, machen viele Politiker, Lobbyisten und verantwortungslose Schwadroneure in den sozialen Netzwerken Stimmung gegen effektive Klimaschutzmaßnahmen und setzen auf Freiwilligkeit. Dabei weiß man genau, dass es in wichtigen, für die Gesellschaft bedeutsamen Fragen ohne Verbote nicht geht. Auch nicht bei Angelegenheiten, die längst nicht so weltweite Bedeutung haben wie etwa die Steuerpflicht oder die Anschnallpflicht im Auto.
Nicht viel besser ist die faule Ausrede, die bei uns in Deutschland bei den Christsozialen und den Liberalen weit verbreitet ist, man solle doch lieber auf technische Innovationen setzen, um dem Klimawandel zu begegnen. Damit wird das grundsätzliche Problem nicht gelöst, sondern allenfalls in eine ungewisse Zukunft verschoben.

Es ist auch bezeichnend, dass gerade die, die sich beim Mindestlohn jahrelang geziert und bei höheren Steuern für Gutverdienende den Untergang der deutschen Wirtschaft an die Wand gemalt haben, jetzt bei finanziellen Auswirkungen der Klimaschutzpolitik auf einmal den sozialen Aspekt entdecken. Meist sind es noch diejenigen, die massiv Stimmung gegen Verbote machen und die Politik lieber dem Markt überlassen wollen. Genau das funktioniert allerdings nur über den Preis. Und der trifft natürlich die Schwächeren.
Dabei gibt es durchaus Maßnahmen, die sich schnell und ohne finanzielle Einbußen umsetzen lassen. Etwa das Tempolimit auf Autobahnen, das im Geldbeutel der Bürger, bei den Unfallzahlen und beim Klima positive Wirkung zeigen würde.

Weltweit haben leider wieder die Unverbesserlichen die Oberhand, für die kurzfristiger Gewinn oder die kurzsichtigen Interessen ihrer Klientel wichtiger sind als die Zukunftsaussichten der Menschheit. Trumps umweltverachtende Politik in den USA und die von Präsident Bolsonaro forcierte Kahlschlagpolitik im Amazonas-Regenwald sind nur einige Beispiele dafür.
Hoffnung macht allein die bis vor kurzem angeblich so unpolitische Jugend, die mittlerweile weltweit auf die Straßen geht und vehement und überzeugend für eine lebenswerte Umwelt und ihre Zukunft demonstriert. Alle Achtung!



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Augen zu und durch?




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arme Schweine

1.11.19: Neuere Untersuchungen zeigen, dass die industrielle Massentierhaltung wesentliche Auswirkungen auf die Klimaerwärmung hat. Viele, die in den letzten Jahren zu Vegetariern geworden sind, haben jedoch ganz andere Gründe, warum sie bewusst auf den Fleischkonsum verzichten. Ihnen geht es vor allem darum, dass sie mit ihrem Fleischkonsum nicht an der Tierquälerei an ihren Mitgeschöpfen mitschuldig sein wollen. Der folgende Spiegel-Artikel mag manche zumindest nachdenklich stimmen:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/nottoetungen-in-der-schweinemast-qual-fuer-den-profit-a-1290250.html



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Baustellenjahre

24.10.19: Es ist eine Binsenweisheit, dass Neues immer Baustellen mit sich bringt und diese meist Umwege, Lärm und Unannehmlichkeiten. Wer nicht den Glauben an Baubeginnsankündigungen verloren hat, der kann sich darauf einstellen, dass ab 2020 in Margetshöchheim das Zeitalter der "Großbaumaßnahmen " anbricht. So soll der Neubau des Mainstegs im März 2020 (angeblich) nun endlich beginnen und gleichzeitig auch der Bauabschnitt I der Mainpromenade abgewickelt werden. In den Folgejahren folgen dann, wenn noch Geld vorhanden ist, der Abriss des alten Stegs, die Bauabschnitte II und III der Mainpromenade, die mit 20 Millionen Euro veranschlagte Sanierung der Verbandsschule und irgendwann wohl auch die neue Gaststätte in der Mainstraße. Einen kleinen Vorgeschmack bietet die umbaubedingte Sperrung der Dorfstraße für etliche Monate.
Allein ab dem nächsten Jahr ist durch den Stegbau mit etlichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen, da der zukünftige Parkplatz am Fahrweg (gegenüber dem Seglergelände) als Lager für Baustoffe und Baumaschinen dient und auch der Fahrweg nicht mehr genutzt werden kann. Das bedeutet, dass der Radverkehr ab dem Sportheim in die Würzburger Straße umgeleitet wird. Ob man dann erst über die Falkenstraße wieder auf den Radweg am Main geleitet wird oder schon über die Pointstraße, ist derzeit noch unklar. Es spricht vieles für eine Umleitung durch die Pointstraße, da die Radfahrer sonst durch die Engstelle fahren müssten und außerdem ein Teil der Radfahrer ja auch über den Steg nach Veitshöchheim fahren will.
Die Fußgänger sollen über einen provisorischen Pfad am Rande des Baustofflagers zum Radweg am Main geleitet werden. Auch da wird es mit Sicherheit zu Problemen kommen, da gleichzeitig die "Mainpromenade" zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg ausgebaut werden soll. Es rächt sich also, dass man nicht auf die MM gehört hat, die seit Jahren darauf hingewiesen hat, dass der Bauabschnitt I zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz vorrangig ausgebaut werden muss.
Es wird also mit Sicherheit eng in Margetshöchheim. Auch bei den Parkplätzen im Umfeld des Sportgeländes ist mit erheblichen Problemen zu rechnen.



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Für wen investiert Margetshöchheim?

18.10.19: In den kommenden Jahren investiert die Gemeinde Margetshöchheim einige Millionen in die sog. Mainpromenade zwischen dem Sportplatz und dem Rathaus. Wenn dadurch die Lebensqualität der Margetshöchheimer Bevölkerung verbessert wird, ist nichts dagegen einzuwenden. Vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden und die Maßnahme bringt tatsächlich etwas für die Margetshöchheimer.
Schon im Vorfeld der aufwändigen Planungen zeigt sich allerdings, dass kleinere Maßnahmen oft gut ankommen, dass also hochtrabende teure Projekte nicht immer der große Renner sind. Das gilt zum Beispiel für die Liegebänke am Main, die nicht nur, aber vor allem von Radfahrern angenommen werden, die dort eine Ruhepause einlegen. Das sei ihnen gegönnt. Auch bei den bestehenden Spielplätzen zeigt sich, dass altbewährte Geräte wie Schaukeln und Wippen oft am meisten angenommen werden.
Wenn allerdings teure Prestigeobjekte wie der geplante Spielplatz in der Nähe des neuen Stegs realisiert werden, die an diesem Standort wenig Sinn machen und bestenfalls auf Radtouristen Eindruck machen, ist Kritik angebracht. Ähnlich verhält es sich mit den am Steg geplanten Wohnmobilstandplätzen. Es ist eine Milchmädchenrechnung, wenn man annimmt, dass diese Art von Tourismus das große Geld im Ort lässt. Da fragt man sich schon, wo denn? Selbst für die gegenwärtige und zukünftige Gastronomie längs des Radwegs wird die Mainpromenade keine Goldgrube sein, allenfalls für die auf der Veitshöchheimer Seite, die an diesem Standort durch den Steg besonders gut erreichbar sein wird.
Die typischen Radtouristen, die mainaufwärts radeln, wollen in der Regel nach Würzburg oder Veitshöchheim. Und auch wenn sie von Würzburg kommen, machen sie bestimmt nicht schon in einer Margetshöchheimer Gastwirtschaft Station. Deshalb ist es wesentlich sinnvoller, sich auf die Maßnahmen zu beschränken, die vor allem den Bewohnern und Anwohnern zugutekommen. Auch im Übernachtungsbereich zeigt sich übrigens, dass selbst durch die relativ geringe Zahl von Touristen es im Altortbereich der Mainstraße erhebliche Probleme mit den parkenden Fahrzeugen gibt, so dass die Anwohner oft das Nachsehen haben.

Dazu passt eine Äußerung des Veitshöchheimer Altbürgermeisters im privaten Gespräch vor einigen Wochen: Nach der Eröffnung des Spielplatzes an der Veitshöchheimer Mainlände wichen die Veitshöchheimer wegen des großen Andrangs lieber auf andere Spielplätze im Ort aus.



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Bewegung beim Zeilwegspielplatz

7.10.19: Seit fast einem Jahrzehnt hat der Zeilweg, Margetshöchheims größtes Neubaugebiet, keinen Spielplatz mehr, weil dort die Container als Notunterkunft für die Kinderkrippe stehen. Die Hoffnung, dass die damals fast nagelneue Kinderkrippe bald saniert und das Spielplatzgelände zeitnah wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden kann, hat sich schnell zerschlagen. Vor einem Jahr unternahm man in der Gemeinde wieder einmal einen Anlauf, einen Ersatzstandort für den Spielplatz zu finden. So fragte man bei den Eigentümern eines Bauplatzes nach und suchte im Umfeld der Schule eine geeignete Fläche. Beides zerschlug sich, weil der Bauplatz nicht langfristig zu pachten war und die Flächen an der Schule zu steil.
Deshalb schlug die MM in der Septembersitzung des Gemeinderats vor, auf der Fläche neben der Spargelhütte, die im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen ist, einen Spielplatz anzulegen. Hintergrund war, dass die Gemeinde seit kurzem dort alle erforderlichen Flächen besitzt. da fragt man sich schon ... und möglicher Spielplatz
Im Gemeinderat war man von diesem Vorschlag offensichtlich wenig begeistert und wollte erst einmal alle sonstigen Möglichkeiten untersuchen. Die Gemeinde legte nun für die Oktobersitzung die Bewertung weiterer Varianten vor: Gemeinderatssitzung am 8.10.19 Tagesordnungspunkt 4
- Es gibt zwar im Zeilweggebiet noch einige freie Bauplätze, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass eine dieser Flächen für 20 Jahre an die Gemeinde als Spielplatzfläche verpachtet wird. Wegen der hohen Investitionen für einen Spielplatz würde eine kürzere Frist auch kaum Sinn machen.
- Es war auch von Anfang an klar, dass die Mitbenutzung des Kindergartenaußenbereichs ab dem späten Nachmittag, den SPD-Gemeinderätin Kircher ins Spiel gebracht hatte, unrealistisch ist. Wegen der Gefahr von Vandalismus und Verschmutzung scheidet dies nach Ansicht der Fachaufsicht aus.
- Die Teilrevitalisierung des ursprünglichen Spielplatzes, auf dem derzeit die Krippencontainer stehen, dürfte ebenfalls in den nächsten Jahren wenig realistisch sein, da momentan noch gar nicht feststeht, ob dort der Erweiterungsbau für den Kindergarten tatsächlich entsteht und in wieviel Jahren die Bauarbeiten beendet sein werden.
- Eine Nutzung der Flächen im Umfeld der Schule wäre prinzipiell durchaus denkbar, wenn die vorgesehene Fläche nicht ebenfalls in privater Hand wäre. Sie liegt zwar ebenfalls am Rande des Baugebiets Zeilweg, könnte aber auch von Familien aus dem Baugebiet Grabenhügel genutzt werden.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass alle Provisorien etwa durch Anpachtung von privater Hand keinen Sinn machen. Wenn nämlich nach 10 oder 20 Jahren die privaten Bauflächen gekündigt und bebaut werden, kann man sicher sein, dass dann im Zeilweggebiet erst recht keine Fläche mehr frei ist. Auch die nicht, die die Gemeinde nördlich der Spargelhütte besitzt. Die Gemeinde hat nämlich dort offensichtlich andere Pläne.
Mittlerweile hat übrigens die Feuerwehrführung darauf hingewiesen, dass das bestehende Feuerwehrhaus wegen der beengten Situation keine Dauerlösung sein kann und zumindest in absehbarer Zeit ein Ersatzbau zwingend erforderlich ist. Dafür war bislang vor allem das Gebiet an der Zeilwegeinfahrt im Gespräch. Damit wäre eine offensichtlich von der Gemeinde gewünschte gewerbliche Nutzung zwar nicht unmöglich, aber deutlich eingeschränkt. Ein Feuerwehrneubau und ein Spielplatz würden sich angesichts der großen Fläche aber ebenfalls nicht ausschließen.

Egal, was der Gemeinderat nun entscheidet, eines hat der MM-Antrag auf jeden Fall gebracht: Über den fehlenden Zeilwegspielplatz wird jetzt nicht nur geredet, sondern man muss sich nun tatsächlich ernsthaft mit der Standortsuche beschäftigen.



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wie im finsteren Mittelalter

29.9.19: Die Main-Post berichtete gestern unter der Schlagzeile "Schwur sollte Abweichler entlarven" von einem Vorfall in Karlstein, wo früher alle drei Bürgermeisterposten traditionell von der CSU besetzt wurden. Dort hatte der Gemeinderat trotz der absoluten CSU-Mehrheit bei einer Nachwahl mit 11 zu 10 Stimmen nicht die CSU-Kandidatin, sondern einen SPD-Gemeinderat als 3. Bürgermeister gewählt. Nun begann in der CSU die Suche nach dem Abweichler, der es gewagt hatte, für einen SPD-Mann zu stimmen. Das gipfelte schließlich darin, dass einer der CSU-Ortsvorsitzenden in einer internen Sitzung eine Bibel hervorholte und die Fraktionsmitglieder aufforderte, nacheinander auf die Bibel zu schwören, dass er für die CSU-Kollegin und nicht für den SPD-Mann gestimmt habe. Lediglich der 2. Bürgermeister, ein pensionierter Gymnasiallehrer für Religion, Latein und Geschichte, spielte da nicht mit und erklärte "Ich schwöre, dass ich nur nach meinem Gewissen gewählt habe", was ihm parteiintern offensichtlich mächtig Ärger eingebracht hat.
Da Wahlen nach der Gemeindeordnung geheim sind, fragt es sich schon, ob die CSU-Gemeinderäte ein gestörtes Verhältnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung haben. Eigentlich wären die Herrschaften ein Fall für den berühmt-berüchtigten Radikalenerlass. Auf jeden Fall fühlt man sich an fundamentalistische mittelalterliche Bräuche erinnert. Oder auch an die Neuzeit, denn die Hexenverbrennungen fanden ja nicht im Mittelalter, sondern erst in der Neuzeit statt.
Der betroffene CSU-Kommunalpolitiker kann ja von Glück reden, dass er nicht auf den Koran, sondern nur auf die Bibel schwören musste. Immerhin gibt es in Karlstein noch keine Scharia, aber das kann ja angesichts solcher Praktiken noch kommen.



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Diese Bänke brauchen wir nicht

27.9.19: Im Rahmen der Altortsanierung will das mit der Planung beauftragte Büro arc.grün mitten auf dem zentralen Platz der Mainstraße, etwa dort, wo jetzt die Grünfläche ist, vier Betonbänke aufbauen, die von einigen Bäumchen kaschiert werden. Wir können schon heute garantieren, dass sich dort kaum jemand niederlassen wird. Betonbänke: Nein danke!
Seit dem letzten Jahr stehen am Mainufer in Stegnähe zwei Liegebänke, die sich größter Beliebtheit erfreuen. Heuer kamen zwei weitere hinzu, die in der Nähe des Spielplatzes stehen.
Alle vier stehen am Ufer in Richtung Veitshöchheim und werden trotz ihres respektablen Gewichts öfters hin und her gerückt. Bislang ist aber noch niemand auf die Idee gekommen, diese Bänke auf die Platzmitte zu stellen. Wir wollen gar nicht behaupten, dass der Blick auf Veitshöchheim so atemberaubend ist, dass dies der Grund ist. Ganz offensichtlich ist es der Blick aufs Wasser, der die Ruhebänke so attraktiv macht. Ähnliches gilt für die Schleusensteine am Ufer, die als Sitzgelegenheit sehr beliebt sind. Auch hier ist es der Blick auf den Main, der ihre Beliebtheit ausmacht. Es gibt also keinen Grund, mit diesen Betonmonstern, die sich allenfalls als Straßensperren eignen, die Schokoladenseite unseres Ortes zu verunstalten. Hoffentlich sehen das auch Bürgermeister Brohm und die anderen Fraktionen ein.



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Klimaflickschusterei

23.9.19: Das Klimakonzept der Regierungskoalition ist nicht nur Flickschusterei, es ist auch ungeeignet, die Probleme zu lösen. Grundsätzlich ist das Setzen auf Freiwilligkeit, wie es vor allem von Söders CSU propagiert wird, angesichts der dramatischen Lage völlig ungeeignet, die zunehmende Erderwärmung aufzuhalten. Es ist nichts anderes als das Einknicken vor den Teilen der Bevölkerung, die nach dem "Motto Augen zu und durch" bzw. "nach mir die Sintflut" nicht bereit sind, wenigstens etwas Rücksicht auf die zukünftigen Generationen zu nehmen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir alle bereits jetzt die verheerenden Folgen von Dürre und katastrophalen Klimaereignissen zu spüren bekommen, so sicher wie das Amen in der Kirche. Es muss allen klar sein, dass wir die schlimmsten Folgen der Klimaerwärmung nur abmildern können, wenn wir bereit sind, auch Opfer zu bringen, bei der Bequemlichkeit, aber auch finanziell. Klimaschutz muss und wird wehtun, wenn wir das Schlimmste verhindern wollen.
Das Setzen auf Innovationen und regulatorische Kräfte des Marktes, wie es nicht nur von der FDP vertreten wird, ist angesichts der drängenden Zeit nichts als Augenwischerei. Man sollte lieber auf die Warnungen der Wissenschaftler hören, als sich mit faulen Ausreden aus der Verantwortung zu stehlen.
Dass gerade die AfD zutiefst dümmlich und verantwortungslos Stimmung gegen den Klimaschutz macht, ist nicht verwunderlich. Setzt man bei dieser Partei doch auf die Wähler, die ähnlich wie die Trumpanhänger nicht bereit sind, ihren Verstand einzusetzen, falls sie überhaupt einen haben.
Hoffnung machen allein die Jugendlichen, die den Ernst der Situation erkannt haben und für ihre und unsere Zukunft aufstehen, auch wenn sie dabei etwas riskieren und notfalls auf vieles verzichten, was uns vielleicht lieb geworden ist. Es ist zutiefst empörend, wie manche saturierte Zeitgenossen auf eine Jugend reagieren, für die man nur Hochachtung empfinden kann. Bei der Demonstration am vergangenen Freitag gab es am Rande auf Höhe des Bürgerspitals ein Beispiel dafür, als sich ein Herr mit Anzug und Krawatte im deutlich fortgeschrittenen Alter äußerst despektierlich über die demonstrierenden Jugendlichen ausgelassen hat. In früheren Zeiten hätte es eine Tracht Prügel gegeben, wenn sich Jugendliche so etwas geleistet hätten. Heute ist das nicht mehr üblich, schon gar nicht bei saturierten Herrschaften mit grauen Schläfen.



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da fragt man sich schon ...

22.9.19: Weil es seit einem knappen Jahrzehnt im Baugebiet Zeilweg keinen Spielplatz mehr gibt und kein Standort für eine solche Fläche in Sicht war, hatte die MM in der Gemeinderatssitzung am 10.9.19 vorgeschlagen, auf der Fläche nördlich der Spargelhütte einen Spielplatz anzulegen MM beantragt Zeilweg-Spielplatz und endlich wieder ein Spielplatz am Zeilweg? . Das Gelände hierfür ist nämlich seit kurzem im Eigentum der Gemeinde. Bei den anderen Fraktionen ist der MM-Antrag - milde ausgedrückt - auf Bedenken gestoßen. So schlug man als Alternative vor, die Kinder könnten ja im Zeilweggebiet nach Feierabend im Kindergartengelände oder auf dem Pausenhof der Verbandsschule spielen. Interessanterweise kam dieses Argument nicht, als es am 24.7. im Gemeinderat um den geplanten Spielplatz am Mainufer zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz ging, obwohl dort kaum Familien mit Kindern in der Nähe wohnen und auf Höhe der Seniorenanlage bereits ein Spielplatz vorhanden ist. Da hat man nicht argumentiert, dass die Kinder nach Feierabend im Kindergarten-Gelände oder auf dem Pausenhof der Schule oder am Spielplatz am Main etwas weiter nördlich spielen können. Offenbar will man am Mainufer lieber eine Million für das Spielplatzgelände und den kurzen Wegabschnitt am Main ausgeben.



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turbulente Gemeinderatssitzung?

4.9.19: Am 24.7.19 entschied der Gemeinderat über die Grundlagen für den Bauabschnitt I der zukünftigen Mainpromenade. Wenn man der Berichterstattung in der Presse glauben will, ging es bei der Sitzung recht hitzig und turbulent zu. So heiß, wie es sich anhört, ging es allerdings nicht zu. Da es beim Bauabschnitt I der Mainpromenade um eine Jahrhundertentscheidung ging, ist es allerdings verständlich, dass die verschiedenen Positionen mit Nachdruck vertreten wurden. Bürgermeister Brohm muss man attestieren, dass er im Gegensatz zu manchen Gemeinderatsmitgliedern bemüht ist, nichts übers Knie zu brechen und möglichst einen Kompromiss zu finden. Dazu passt auch, dass er die Gemeinderatsmitglieder umfassend informiert.
Dass ihm ab und zu auch mal der Gaul durchgeht, ist wohl seinem Naturell zuzuschreiben. Man muss auch zugeben, dass aus der CSU-Fraktion keine Schärfe in die Diskussion gebracht wurde. Umso verwunderlicher ist die Haltung mancher Mitglieder der SPD-Fraktion. Wenn Fraktionsvorsitzender Werner Stadler wenig Verständnis für die Sicherheitsbedenken etlicher Bürgerinnen und Bürger beim geplanten Spielplatz zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz hat und ihnen unterstellt, sie wollten den Spielplatz nur verhindern, ist das schwer nachzuvollziehen. Übertroffen wird das nur noch von seiner Fraktionskollegin Daniela Kircher, die beim Ortstermin heftigst auf die Einwände der Bürger reagierte und für einen Abbruch der Diskussion und die baldige Abstimmung im Gemeinderat plädierte. Dazu passte, dass sie sich in der entscheidenden Gemeinderatssitzung bei einem Redebeitrag des 2. Bürgermeisters Peter Etthöfer für eine Redezeitbegrenzung aussprach. Da es sich um ein Projekt mit Kosten von einer Million und einer Entscheidung für viele Jahrzehnte handelte, ist das nur schwer nachvollziehbar. Ganz abgesehen davon, dass es hier um eine Fläche im Landschaftsschutzgebiet und einen ortsbildprägenden Baumbestand geht, der als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Grundsätzlich sollte man im Gemeinderat nicht vergessen, dass das Gremium zwar die Entscheidungshoheit besitzt, dass die Bayerische Verfassung den Bürgern aber auch die Möglichkeit einräumt, mit dem Bürgerbegehren Entscheidungen des Gemeinderats zu korrigieren.



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Muss ein Spielplatz eingezäunt werden?

24.8.19: Bei der Diskussion um den Spielplatz im Bauabschnitt 1 der Mainpromenade zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz wurde sehr kontrovers darüber diskutiert, ob der Spielplatz eingezäunt werden muss oder nicht. Das planende Büro und die Gemeinde waren der Ansicht, dass dies nicht nötig sei. Viele Eltern und die MM sahen dies bei der Bürgerversammlung und beim Ortstermin anders. Angesichts der unmittelbaren Nähe zum Main und zum viel befahrenen Mainradweg plädierten sie vehement für eine Einzäunung. Schließlich erklärte sich Herr Wirth vom Büro arc.grün bereit, durch eine Berberitzenhecke den Spielplatz zum Main hin abzuschirmen. Da das Büro zwischenzeitlich seine Planung geändert und den Spielplatz in die Länge gezogen hat, dürfte diese Art der Abschirmung schwierig sein. Man kann also davon ausgehen, dass es nun doch zu keiner Absicherung des Spielgeländes kommen wird. Dabei wird es bei der derzeitigen Planung für Eltern noch schwieriger werden, ihre Kinder im Blick zu behalten. Dass besonders der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Diskussion das Gefahrenpotential mit drastischen Worten heruntergespielt hat, ist schon verwunderlich.
Selbst beim bestehenden Spielplatz am Main gibt es trotz der Einzäunung noch ein gewisses Gefahrenpotential, auf das Eltern die Gemeinde aufmerksam gemacht haben. Die Türe an der südlichen Stirnseite öffnet nämlich nach außen, so dass kleine Kinder ohne große Probleme aus dem Spielplatz direkt an den Main gelangen können. Auf der nördlichen Seite ist eine Pendeltüre angebracht, die ebenfalls keinerlei Barrierefunktion für kleine Ausreißer darstellt. Besonders problematisch ist dies für Tagesmütter, die gleich auf mehrere Kinder aufpassen müssen.



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es ist schon 20 nach 12

20.8.19: Ist die Menschheit ein halbgarer Frosch?
Gedanken zur Erderwärmung und der Verdrängung der Realitäten durch die Menschheit:
https://www.zeit.de/kultur/2019-07/klimakatastrophe-apokalypse-weltuntergang-hysterie-erderwaermung?utm_source=pocket-newtab



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keine Bereicherung

16.8.19: Margetshöchheims unverwechselbare Mainansicht wird vor allem durch die Pappelreihe am Ufer geprägt, seit etlichen Jahrzehnten auch durch die dort liegenden Segelboote. In den letzten Jahren hat allerdings die Zahl der Segelboote merklich abgenommen. Stattdessen haben dort immer mehr Motorboote ihre Liegeplätze. Die Anlieger bekommen dies vor allem an Wochenenden auch akustisch zu spüren, wenn manche Freizeitkapitäne ihre Außenbordmotoren kräftig aufdrehen. In letzter Zeit sorgte ein größeres stromlinienförmiges Motorboot auf dem Main durch entsprechende Geschwindigkeit und infernalisches Dröhnen für Furore. Offensichtlich hat da ein Bootseigner seine Auspuffanlage kräftig manipuliert.



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Spielplatz Nordstraße verzögert sich weiter

10.8.19: Wir haben bereits mehrfach darüber berichtet, dass sich die Fertigstellung des Spielplatzes in der Nordstraße verzögert. Nun hat die Firma, die die Fallschutzmatten liefert, mitgeteilt, dass sich die Lieferung der Matten wegen Personalmangels noch einmal bis Anfang September verzögert. Das bedeutet jedoch nicht, dass dann der Platz wieder genutzt werden kann, da anschließend noch der Rollrasen verlegt werden muss, der frühestens 14 Tage später begehbar ist.
Wir haben uns vor einigen Tagen verwundert gezeigt, dass der Fallschutzbereich für die Königinschaukel am Grillplatz wesentlich früher hergestellt werden kann. Der Grund ist uns mittlerweile klar: Der Fallschutzbereich wird dort nicht mit Kunststoffmatten abgesichert, sondern mit einer Hackschnitzelunterlage, die zumindest teilweise heute eingebracht werden soll: Fallschutz für die Königinschaukel
Wenn man geahnt hätte, dass sich die Wiedereröffnung des Spielplatzes in der Nordstraße so lange hinzieht, hätte man wohl besser den Hackschnitzelbelag statt der Fallschutzmatten gewählt.



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Fallschutz für die Königinschaukel




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Sägen wir am eigenen Ast?

5.8.19: Eigentlich wissen wir es alle schon lange: Es ist längst fünf vor Zwölf. Der Klimawandel steht nicht bevor, er ist längst Realität. Jeder, der sich nicht in die eigene Tasche lügt, weiß, dass spätestens seine Kinder die Rechnung dafür quittiert bekommen, dass wir hemmungslos über unsere Verhältnisse leben. Und trotzdem leben wir weiter so, wie es Martin Luther vor Jahrhunderten formuliert hat: „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Nur, dass die Klimawandel-Leugner heute keinen Apfelbaum pflanzen, sondern noch kräftig an der Börse spekulieren würden. Es ist ein schwacher Trost, dass früher "nur" die Dinosaurier ausgestorben sind und heute die Spezies Mensch sich ihr eigenes Grab schaufelt. Wenn es nur die Spezies Trump und Co. inkl. der hirnlosen AfD-Konsorten wäre, wäre es ja noch zu verkraften. Es steht jedoch mehr auf dem Spiel: Eine Spezies Mensch, die sich über Jahrhunderte, ja Jahrtausende hinweg all das erdacht und erschaffen hat, was Zivilisation und Humanität ausmacht.
Wenn wir auf all das verzichten wollen, was das Menschsein lebenswert macht, dann können wir weiter so machen wie bisher.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.spektrum.de/news/bewusster-leben/1662326?utm_source=pocket-newtab



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da haben wir uns gewaltig verschätzt!

31.7.19:
Wir haben am 27.3.19 darüber berichtet, dass seit geraumer Zeit im Bauhof die neuen Spielgeräte für den Spielplatz in der Nordstraße bereit liegen: Eigentlich steht schon alles bereit .
Wir waren dann recht optimistisch, als wir am 4.6. veröffentlichen konnten, dass endlich der erste Bagger anrollte: Spielplatz Nordstraße: Jetzt bewegt sich was.
Leider mussten wir bereits wenige Tage später am 7.6. zurückrudern, als wir erfuhren, dass der Fallschutz um die Spielgeräte und der Rollrasen wohl erst mit einer gewissen Verzögerung eingebaut werden können: Zu früh gefreut
Als wir am 22.6. ein Bild vom Spielplatz veröffentlichten Spielplatz in der Nordstraße , schöpften wir erneut Hoffnung und sprachen noch von einigen Restarbeiten. Jetzt, gut einen Monat später, hat sich auf dem Spielplatz nichts weiter bewegt. Die Fallschutzmatten sollen nun in frühestens 14 Tagen eingebaut werden. Falls der Rollrasen sofort anschließend eingebaut wird, kann er noch mindestens 2 Wochen lang nicht belastet werden, so dass der Spielplatz wohl frühestens Anfang September genutzt werden kann. Für die Spielplatzsaison reichlich spät.

Wir wollen nun keine unfairen Vergleiche mit dem Hauptstadtflughafen anstellen. Da fragen wir uns lieber, ob der vor wenigen Tagen vom Gemeinderat beschlossene Spielplatz zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz vielleicht früher fertig wird. Uns ist natürlich klar, dass der Vergleich gewaltig hinkt, geht es doch beim neuen Spielplatz im Bauabschnitt I der "Mainpromenade" um einen wesentlichen Teil des mit 1 Million Euro eingeschätzten Bauabschnitts.

Was uns allerdings schon etwas wundert, ist der Umstand, dass bereits in den nächsten Tagen die Fallschutzmatten für die Königinnenschaukel am Grillplatz kommen sollen, obwohl die Schaukel dort ursprünglich zumindest heuer gar nicht vorgesehen war. Siehe auch unseren früheren Beitrag: ein weiterer Spielplatz?
Die Ursachen dafür, dass der Spielplatz in der EIWO wohl während der Saison kaum bespielbar ist, sind sicher vielschichtig. Trotzdem gibt es zu denken, dass es oberhalb der Staatsstraße mit Ausnahme des kleinen Platzes im Scheckertgebiet seit Jahren keinen Spielplatz mehr gibt und der Platz in der Nordstraße in der wichtigsten Jahreszeit blockiert ist, während man nun sehr viel Geld für einen großen Spielbereich an der "Mainpromenade" im Landschaftsschutzgebiet locker macht, wo er eigentlich deplatziert ist.



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Bäume gegen den Klimawandel

21.7.19: Vor wenigen Tagen konnte man den Medien entnehmen, dass nach einer Schweizer Studie weltweit massiv aufgeforstet werden sollte, um die Klimaerwärmung zu stoppen. Da vor allem besonders große Bäume gerodet oder in ihrem Bestand gefährdet werden, würde man mit Nachpflanzungen von jungen Bäumen wohl kaum das Ziel erreichen, den Klimawandel aufzuhalten. Was generell gilt, gilt natürlich auch für Margetshöchheim und die Umgestaltung der Mainpartie im Landschaftsschutzgebiet zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz. Man sollte alles vermeiden, was die bis zu 30 m hohen Schwarzpappeln gefährden könnte. Die Erhaltung des innerörtlichen naturnahen Bereichs ist mit Sicherheit wichtiger als ein weiterer Spielplatz, der an der Stelle eh wenig Sinn macht.



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Beschäftigungstherapie für Roboter

1.7.19: Im Park der Seniorenanlage, der in der Planungsphase vom Bauherren gerne als Bürgerpark bezeichnet wurde, ist seit geraumer Zeit stunden-, manchmal auch tagelang ein Mähroboter damit beschäftigt, dem Rasen einen Kurzhaarschnitt zu verpassen, so dass nicht einmal die Gänseblümchen eine Chance haben. In einer Zeit, in der sterile Vorgärten und unnötiger Energieverbrauch ein Thema sind, muss die Frage erlaubt sein, ob es wirklich Sinn macht, dem Rasen regelmäßig einen Bonsaischnitt zu spendieren, um dann anschließend den Rasen ausgiebig zu wässern, damit der Rasen wieder schnell wächst. Und so weiter und so fort.



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macht Lärm Spaß oder krank?

30.6.19: Der Flugsportclub Würzburg kündigte für dieses Wochenende unter dem Motto "Würzburg fliegt 2019" ein besonderes Event an:
"Am Wochenende vom 29. und 30. Juni 2019 präsentieren wir der Region eine Airshow der Superlative am unterfränkischen Himmel.
Seien Sie gespannt und unser Gast im Juni"

Bereits gestern konnten die Anwohner des Flugplatzes am Schenkenturm in der Dürrbachau, in Veitshöchheim, Zell und Margetshöchheim mitbekommen, was die Hobbyflieger vom Schenkenturm ihnen rechtzeitig zum erholsamen Wochenende mit einer Airshow der Superlative an den unterfränkischen Himmel und in die Trommelfelle zauberten. Gespannt waren sie freilich nicht, weil sie die nervtötende Prozedur bereits seit Jahren kennen, ganz abgesehen von der üblichen Wochenend-Hobbyfliegerei, deren Geräuschkulisse manchen Wohngegenden eine gehörige Portion Lebensqualität raubt.
Aber nicht nur in der Luft, auch zu Wasser nervt der Lärm am Wochenende immer mehr. Neuerdings dröhnt ein stromlinienförmiges Motorboot mit krimineller Lautstärke mainauf- und abwärts, dass die Wände wackeln. In diesem Zusammenhang fragt man sich schon, warum gerade die Segelkameradschaft, die einem recht beschaulichen Sport nachgeht, unbedingt auch noch Motorboot-Führerscheine anbieten muss.



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Kirschen in Nachbars Garten

17.6.19: Nicht nur Peter Alexander schwärmte von den Kirschen in Nachbars Garten. Auch in Margetshöchheim gibt es derzeit, seit die ersten Kirschen rot wurden, immer mehr, die von den Kirschen auf Nachbars Wiese schwärmen und sich den Bauch voll schlagen, worüber die Kirschbaumbesitzer nicht gerade begeistert sind. Kommen sie auf ihr Grundstück, sind die Äste unten oft schon abgeleert, manchmal auch abgeschlitzt. Haben sie dann die lange Leiter an den meist noch längeren Kirschbäumen angeleitert, stellen sie, oben angekommen, häufig fest, dass offensichtlich auch die Stare Peter Alexanders Schlager kennen und ihnen bei der Ernte zuvorgekommen sind. Letztendlich können die Kirschbaumbesitzer froh sein, wenn sie heil wieder von der Leiter runtergekommen sind und sich nicht das Genick gebrochen haben, was früher, als Margetshöchheim ein klassisches Kirschenland war, gar nicht so selten vorkam.



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Öl ist nicht gleich Öl

11.6.19: Die Ergebnisse eines Olivenöltests von Ökotest waren ernüchternd. Fast die Hälfte der Öle wurden mit mangelhaft bewertet.. Teilweise wurden auch Spuren von Mineralöl festgestellt, was wohl an der Produktionstechnik lag. Teilweise wurden sogar Weichmacher gefunden.
Einige Ergebnisse des Tests finden Sie hier: https://www.t-online.de/ratgeber/id_85760102/olivenoel-im-test-diese-oele-sind-empfehlenswert.html
Die Zeitschrift Ökotest finden Sie auch in der Pfarrbücherei. Sie wird von der MM gesponsert.



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Es geht um die Zukunft und ans Eingemachte!

4.6.19: In der Wochenendausgabe widmete die Main-Post eine ganze Seite einem Interview mit dem bekannten Klimaforscher Heiko Paeth von der Universität Würzburg über die Auswirkungen des Klimawandels auf Unterfranken https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Klimaforscher-Paeth-Unser-groesstes-Problem-ist-das-Wasser;art735,10249517 .
Paeth, der schon lange vor den Folgen des Klimawandels besonders für unsere Region gewarnt hat, erläutert hier unmissverständlich, wie drastisch und katastrophal sich der Klimawandel besonders in inserer Region auswirken wird, die neben der Magdeburger Börde und dem Leipziger Becken zu den Trockenheits-Hotspots



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kritische Anmerkungen zu Europa

19.5.19: Kurz vor der Wahl zum Europäischen Parlament ist Europa in aller Munde. Jahrelang hat man die EU für alles und noch viel mehr verantwortlich gemacht hat, was man selber nicht verantworten wollte, obwohl man selbst daran mitgewirkt hatte: für Umweltauflagen, für die Krümmung der Banane und vieles andere mehr. Jetzt sieht selbst die CSU langsam ein, was alles auf dem Spiel steht, wenn Rechtspopulisten ihr Süppchen kochen und ihren Spaß daran haben, Europa zu destabilisieren. Die Brexitfans in England bieten uns einen Vorgeschmack auf das, was uns dann erwartet.
Unabhängig davon, dass die Deutschen - vor allem natürlich die deutsche Wirtschaft - deutlich vom gemeinsamen Markt profitieren, wäre ein starkes und geeintes Europa nicht nur für unseren Kontinent, sondern auch global enorm wichtig. Leider sind wir davon noch weit entfernt, weil das Prinzip der einstimmigen Entscheidungen die europäische Politik behindert und ausbremst. Verschärft wird dies noch durch die Osterweiterung, mit der man sich rechtspopulistische Regime eingehandelt hat, für die Solidarität und Rechtsstaatlichkeit Fremdwörter zu sein scheinen. Wer am kommenden Wochenende die Rechtsnationalisten wählt, der hat wohl verdrängt, dass Europa in den letzten Jahrzehnten eine historisch einmalige Friedensperiode erlebt und gelebt hat. E reicht schon, dass wir ohnmächtig mit ansehen müssen, wie Donald Trump mit seiner rechtsnationalen und hemdsärmeligen Politik nicht nur den Welthandel, sondern auch den Frieden in Teilen der Welt an den Rand des Abgrunds manövriert.



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OPA ist doch nicht der beste ...

15.5.19: Im Sommer soll die Umgehungsstraße auf Höhe von Zell wegen der Fahrbahnerneuerung komplett gesperrt werden, so dass die Margetshöchheimer den Umweg über Zellingen nehmen müssen. Um den Verkehrslärm zu verringern, soll offenporiger Asphalt (OPA), sog. „Flüsterasphalt“ eingebaut werden. Ein Margetshöchheimer Bürger, der sich mit der Materie auskennt, hat uns auf die Probleme beim Einsatz von OPA hingewiesen:

"Bzgl. des Einsatzes von OPA lohnt es sich, im Internet zu recherchieren. OPA ist kostenintensiver und hält nicht so lange wie normaler Asphaltbelag. Die Poren verstopfen durch Staub und Reifenabrieb, besonders bei Nässe wird die Fahrbahn glatt und die Haftung wird geringer. Weil Wasser in die Poren eindringt, zerstört im Winter oft Frostsprengung den Belag. Normaler Asphalt hält etwa 15 Jahre, OPA nur acht. Schon nach drei bis vier Jahren lässt die lärmreduzierende Wirkung drastisch nach.
Neben dem Straßenbelag spielt vor allem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge beim Lärm eine Rolle. Sinnvoller als der Einsatz von OPA ist es deshalb, die Geschwindigkeit zu beschränken und entsprechend konsequent zu kontrollieren (enorme Lärmbelästigungen werden zudem von Motorrädern verursacht).
Die betreffenden Gemeinden sollten gemeinsam auf das Straßenbauamt zugehen, um diese unsinnige Planung mit OPA zu verhindern. Splittmastixasphalt ist ein bewährter Fahrbahnbelag, der dauerhaft und kostengünstig ist. Die aufgezeigten Nachteile sind dadurch zu vermeiden."



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Sind wir noch zu retten?

7.5.19: Momentan beglücken uns im Europaparlamentswahlkampf Politiker mit ihren Weisheiten, die bei manchen Themen besser den Mund gehalten hätten. So gab ein AfD-Politiker im Fernsehen zum Klimawandel derart hanebüchenen Unsinn von sich, dass er in seiner Dummheit nur noch von denen übertroffen werden kann, die ihn dafür wählen. Wer jetzt noch den Klimawandel herunterspielt und nicht bereit ist, ernsthaft umzusteuern, der versündigt sich an der Menschheit. Leider sind weltweit gerade die auf dem Vormarsch, die mit ihrer eigenen Dummheit aus der Dummheit ihrer Wähler Kapital schlagen, allen voran Donald Trump.
Dabei hat der UN-Bericht über das Artensterben in diesen Tagen wieder eindeutig gezeigt, dass es für unseren Erdball und für alle, die dort leben, fünf vor zwölf ist. Die Ursachen sind längst bekannt und wurden noch einmal unmissverständlich genannt: Überbevölkerung, Wachstumswahn, hemmungsloser Flächen- und Ressourcenverbrauch (z.B. Regenwaldabholzung), eine durch verfehlte Agrarsubventionen zerstörerische Landwirtschaft usw.
Informationen zum Thema finden Sie hier: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/interview-weltbiodiversitaetsrat-bericht-100.html



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Margetshöchheim, (k)ein Vorbild?

25.4.19: Ein Bürger schlug dem Erlabrunner Gemeinderat vor, doch nach dem Vorbild von Margetshöchheim Anschlagtafeln zu errichten. Er hätte seinen Wunsch besser nicht mit Fotos hinterlegt. Im April-Gemeindeblatt konnte man nämlich lesen: "Der Gemeinderat war mit überwiegender Mehrheit der Meinung, dass solche Anschlagtafeln nicht zur Verbesserung des Ortsbildes beitragen, da eine regelmäßige Pflege der Anschlagtafeln erforderlich sei. Auch die bildlich dargestellten Beispiele aus der Nachbargemeinde Margetshöchheim zeigen ein Sammelsurium von unterschiedlichen Angeboten, die mit Klammern, Reißnägeln oder Leim befestigt werden."
Obwohl die Margetshöchheimer Anschlagtafeln vor Jahrzehnten auf eine Initiative der MM zurückgehen, haben wir Verständnis für die Entscheidung des Erlabrunner Gemeinderats. Ein Schmuckstück sind sie wahrlich nicht. Diese Erkenntnis ist auch deswegen von Bedeutung, da im Rahmen der bevorstehenden Umgestaltung der Mainpartie sicher auch das Thema "Anschlagtafeln" eine Rolle spielen wird. Die MM hat zum Beispiel vorgeschlagen, den Bereich um die Entlüftungspoller der Fernwasserleitung, der immer zugänglich sein muss, für einen Info-Point zu nutzen. Um die Sicht auf das ortsbildprägende Heymanns-Haus nicht zu beeinträchtigen, kämen die derzeit üblichen Anschlagtafeln sicher nicht in Frage. Da bräuchte man schon eine grazile und möglichst transparente Konstruktion des Info-Points. Um einen Plakat- und Zettel-Wildwuchs zu vermeiden, böten sich allenfalls Schaukästen an.



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die Brandbeschleuniger liegen bereits bereit.

22.4.19: Am 20.4. wiesen wir in einem Beitrag auf die aktuelle Gefahr von Flächenbränden und darauf hin, dass auf Gemeindeflächen und besonders auf Biotopflächen wie im und um den Steinbruch Maifeiern mit (und auch ohne) Lagerfeuer nicht gestattet sind. brandgefährlich
Dass dieser Hinweis durchaus seinen Grund hat, zeigen die beiden Fotos am Sprengbunker oberhalb des Steinbruchs.



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Vorrat für den 1. Mai




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brandgefährlich

20.4.19: Nach einem extrem trockenen Jahr 2018, einem niederschlagsarmen Winter und einem bislang sehr trockenen Frühjahr besteht derzeit die erhebliche Gefahr, dass Wald und Flur durch offene Feuer großflächig in Brand geraten können. Deshalb sollte man tunlichst auf Osterfeuer oder die beliebten Maifeuer verzichten. Grundsätzlich sind Maifeiern auch nicht auf gemeindeeigenen Flächen in der Flur gestattet. Das gilt zum Beispiel auch für den Steinbruch.
Hinsichtlich der privaten Maifeiern in der Flur ist auch ein Beitrag aus der Erlabrunner Gemeinderatssitzung vom 7.2.19 von Interesse. Dort appellierte eine Gemeinderätin an die Gemeinde, "die Hauptakteure bei den Feierlichkeiten zum 1. Mai bzgl. Lautstärke und Rücksichtnahme auf die Bürger zu sensibilisieren." Das sollten sich auch die Feiernden in Margetshöchheim zu Herzen nehmen, von denen manche seit Jahren große Teile des Orts bis in die frühen Morgenstunden beschallen. Der 1. Mai ist kein Freibrief für massive Ruhestörung.



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Rettet uns vor den Insekten?

17.4.19: Dass der Schutz von Bienen und Insekten vielen ein Herzensanliegen ist, wollen wir gar nicht bezweifeln. Dass bei etlichen die Liebe zu Insekten - im Hause wie im Garten - sehr begrenzt ist, dürfte ein offenes Geheimnis sein. Man braucht sich nur einmal zu Beginn der Gartensaison die Baumarktprospekte ansehen. So pries einer in der letzten Woche auf einer ganzen Seite Insektenspray, Wespenspray, einen Insektenkiller "Power" und manches mehr an.
Dabei stehen neben Hornissen sogar Wespen unter Naturschutz: https://praxistipps.focus.de/stehen-wespen-unter-naturschutz-alle-infos_104882



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Ewiggestrige sind eine Schande immer und überall

10.4.19: Die MM hat sich auf dieser Website und in ihrem MM-Blättle bereits mehrmals eindeutig und ohne falsche Scheu mit dem Heldentod des jungen Baldersheimer Soldaten Alfred Eck befasst und ihre Hochachtung für diesen Patrioten zum Ausdruck gebracht, der in den letzten Kriegstagen 1945 seinen Heimatort vor der Zerstörung bewahrte und dafür von einem fanatischen Nazioffizier auf dem Auber Marktplatz aufgehängt wurde. Allein, dass wir offen darauf hinwiesen, dass einige ehrenwerte Zeitgenossen die Benennung der Auber Schule nach Alfred Eck hintertrieben haben, hat uns auch hier im Ort nicht nur Zuspruch gebracht. Ganz im Gegenteil, wir wurden deswegen übel beschimpft und verleumdet. Wir haben bereits mehrmals darüber berichtet: Vergangenheitsbewältigung, auch bei uns?
Am vergangenen Wochenende wurde nun im Auber Spitalmuseum eine Ausstellung über Alfred Eck eröffnet: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Ausstellung-eroeffnet-Aub-gedenkt-der-Retter-von-Baldersheim;art736,10214602

Der durch seine hervorragenden Beiträge bekannte Main-Post-Journalist Thomas Fritz hat mit seinem "Standpunkt" unter der Überschrift "Alfred Eck verdient Anerkennung" den richtigen Ton gefunden:
Ehre, wem Ehre gebührt. Endlich werden die Retter von Baldersheim in einer Ausstellung gewürdigt. Es ist ein Anfang. Ein Zeichen dafür, dass im kleinen Städtchen Aub langsam damit begonnen wird, ein wichtiges Stück Stadtgeschichte aufzuarbeiten. Freilich ist das 74 Jahre, nachdem Alfred Eck für seine Heldentat ermordet wurde, reichlich spät. Drei Tage baumelte er am Galgen am Marktplatz, Kommunionkinder zogen an ihm vorbei, Eck sollte ihnen und anderen ein abschreckendes Beispiel sein.

Das wirkt noch heute bei einigen nach. Noch immer sehen sie den jungen Soldaten Alfred Eck nicht als den Helden an. Weiter suchen sie nach Argumenten, um ihn zu schmähen. Mit der Ausstellung will Aub aufklären, aufräumen mit Stammtischparolen und Vorurteilen.

Doch, warum diese vorsichtige Zurückhaltung? Am Sonntag wäre der Zeitpunkt gewesen, Alfred Eck endlich mit einer verdienten Gedenktafel am Marktplatz zu ehren. Am Sonntag wäre auch der richtige Zeitpunkt gewesen, eine Alfred-Eck-Schule in Aub auszurufen. Solange dies nicht passiert, bekommt Alfred Eck nicht die Ehre, die ihm eigentlich gebührt.

Den Worten von Thomas Fritz kann ich mich nur anschließen. Es ist zutiefst beschämend, wenn sich noch heute Ewiggestrige, ob bewusst oder unbewusst, zu Komplizen eines verbrecherischen Regimes machen und einem Helden, der sich tatsächlich für seinen Heimatort geopfert hat, die letzte Ehre verweigern, mit der sie in Sonntagsreden gerne hausieren gehen. Man kann sehr wohl erwarten, dass man heute, nachdem das ganze Ausmaß dieses mörderischen Krieges jedem bekannt sein muss, nicht einem Alfred Eck die Ehre abschneidet, indem man die Benennung der Auber Schule nach diesem heldenhaften Bauernsohn hintertreibt. Einem Menschen, der wohl in den letzten Kriegstagen mehr Heldentum als mancher Ritterkreuzträger bewiesen hat. Um so unverständlicher ist es mir, dass sich auch hier am Ort mancher auf die Seite eines Schulamtsdirektors geschlagen hat, der sicher auf manche Beförderung Einfluss nehmen konnte, der aber noch 50 Jahre nach Kriegsende nicht bereit war, der Auber Schule den Ehrennamen "Alfred Eck" zu gönnen.

Peter Etthöfer





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wie schnell wird in der Dorfstraße gefahren?

3.4.19: Viele Bewohner in der Dorfstraße beschweren sich, dass dort, in einem sog. "verkehrsberuhigten Bereich", zu schnell gefahren wird. Vielen ist wohl gar nicht bekannt, dass in solchen Bereichen nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist, also maximal 7 km/h. Dort muss auch im ganzen Straßenbereich auf spielende Kinder Rücksicht genommen werden. Außerdem sind in solchen Straßen Fußgänger und Fahrzeuge gleichberechtigt. Parken ist lediglich auf eingezeichneten Flächen gestattet.
Die Gemeinde hat in der Dorfstraße in den letzten Monaten eines ihrer Geschwindigkeitsmessgeräte abwechselnd in beiden Fahrtrichtungen stationiert und nun die Ergebnisse ausgewertet. Demnach haben 99,8 % bzw. 100 % der Fahrerinnen und Fahrer die zulässige maximale Geschwindigkeit überschritten. Das Ergebnis sollte uns auf jeden Fall wachrütteln und zu verstärkter Vorsicht und Rücksichtnahme ermuntern, da der verkehrsberuhigte Bereich vor allem für die Schwächsten im Verkehrsgeschehen gedacht ist. Die Überschreitungen in den einzelnen "Geschwindigkeitsklassen" können Sie den beiden Dateien entnehmen:
dorfstrasse.pdf [123 KB] und dorfstrasseabwaerts.pdf [132 KB]


 


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dafür bräuchten wir einen Lottogewinn

28.3.19: Vor kurzem berichteten wir über die finanziellen Herausforderungen, vor denen Margetshöchheim steht. Dazu passt, dass die "Integrierte ländliche Entwicklung" (ILE) zu Beginn ihrer Aktivitäten zwei "Leuchtturmprojekte" realisieren wollte, eine Vinothek in Thüngersheim und ein Streuobstzentrum in Margetshöchheim. Für letzteres entwickelte die Landesanstalt in Veitshöchheim ein Konzept, das es in sich hatte: Man rechnete mit Kosten von zehn Millionen. Das war für Bürgermeister Brohm eine Hausnummer, die doch etwas zu groß war, obwohl er eigentlich an Millionenprojekte gewöhnt sein muss, zumindest auf dem Papier. Denn die die dicken Eier kommen erst noch: Schulsanierung, Steg, Mainpromenade und, und, und ...



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Wie ernst ist es uns ...?

23.3.19: Wie ernst ist es uns mit der Vermeidung von Plastikmüll?
Seit uns so richtig bewusst geworden ist, dass im Meer eine Unmenge Plastikmüll schwimmt, dass Wale an diesem Müll elend verenden, dass wir mit der Nahrung immer mehr Mikroplastikteilchen aufnehmen, ist die Vermeidung von Plastikmüll ein Thema geworden, auch in der Politik. Wenn die sich allerdings auf das Verbot von Strohhalmen beschränkt, dann ist dies allenfalls eine Alibiaktivität. Neuerdings hat man übrigens herausgefunden, dass unsere Böden noch stärker mit Plastikmüll verseucht sind als die Meere. Das soll vor allem an den Biogas- und Kompostierungsanlagen und der dortigen Verarbeitung von unverkäuflichen und noch verpackten Lebensmitteln liegen, durch die Plastik auf dem Weg über Boden und Nahrung in den menschlichen Organismus gelangt.
Vor wenigen Tagen war der erste in Franken gestochene Spargel der Presse eine herausgehobene Meldung wert, der natürlich unter Plastikfolien herangewachsen ist. Was bei Spargel oder in der Gemüseanbauregion um Unterpleichfeld schon seit einiger Zeit üblich ist, wird in Spanien bereits seit langem auf quadratkilometergroßen Folienplantagen praktiziert. Der Kampf gegen die eingeschweißte Gurke und die Flut von Kunststoffverpackungen ist sicher richtig und nötig. Es ist allerdings allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn kilometerlange Plastikbahnen und Foliengewächshäuser im Gemüse- und Obstanbau Standard sind.
Regional und saisonal einkaufen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber leider auch keine Garantie für die Plastikmüllvermeidung, besonders wenn die Discounter jetzt auch verstärkt auf dem Biomarkt mitmischen.



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nachhaltig?

6.3.19: Wie nachhaltig ist unser Wirtschaftssystem?
Wenn es um "Peanuts" geht, etwa um den Einsatz von LED-Leuchten, dann sind wir bei der Nachhaltigkeit zumindest vordergründig Weltmeister. Das ist sicher nicht verkehrt, da Kleinvieh bekanntlich auch Mist macht.
Wenn es jedoch ums große Ganze geht, um die Stellschrauben unseres Wirtschaftssystems, dann überlassen wir das dem Markt, dem freien Spiel der Kräfte. Und dabei bleibt die Nachhaltigkeit schnell auf der Strecke. So gibt es heute nicht mehr wie früher einen einzigen Paketdienst, der den Privatmann oder eine Firma beliefert, sondern eine beträchtliche Zahl von Zulieferern, was besonders bei Firmen auffällt, wenn im Laufe des Tages die verschiedensten Paketdienste vorfahren und das liefern, was ein einziger auch könnte. Was sicher vor allem dem boomenden Onlinehandel geschuldet ist. Allein wenn man den dadurch zusätzlich verbrauchten Sprit und die damit verbundene Schadstoffbelastung betrachtet, ist das bestimmt nicht nachhaltig. Ganz zu schweigen von der Vernichtung von Retouren und der damit verbundenen Vernichtung von Ressourcen und den Hungerlöhnen, die in Teilen der Branche üblich sind.




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die anderen sind ja auch böse ...

17.2.19: Es ist zum Haare ausraufen, falls man noch welche hat: Egal, ob es um den Klimawandel oder das Volksbegehren geht, die dümmliche Reaktion, die momentan in den sozialen Medien und auf den Leserbriefseiten der Presse grassiert, lässt einen am Verstand der Menschheit zweifeln. Statt sich mit den offensichtlichen Problemen beim Klimawandel oder beim weltweiten Artensterben auseinanderzusetzen, reagiert man wie ein kleines Kind, wenn es sich erwischt fühlt: Die anderen sind ja auch böse.
Da hält man den für die Rettung des Klimas demonstrierenden Schülern vor, sie würden ja mit spritschluckenden SUVs in die Schule kutschiert. Und den Unterzeichnern des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" hält man vor allem aus den Reihen der Bauernverbandslobby vor, man sollte lieber in den Vorgärten Bienenstauden pflanzen, statt dort lebensfeindliche Steinwüsten zu platzieren. Beide Vorwürfe sind ja nicht per se aus der Luft gegriffen. Wenn sie aber der Vorwand dafür sind, seine eigene Untätigkeit zu kaschieren, ist das Scheinheiligkeit hoch 2.
Das mag zwar eine menschlich verständliche Reaktion sein, hilft aber bei der Problemlösung keinen Schritt weiter. Sicher ist: Wer Artenvielfalt einfordert, sollte vor der eigenen Haustüre anfangen. Und wer den Klimawandel stoppen will, sollte vor allem mit Energie sparsam umgehen. Das kann aber kein Grund sein, geduldig zu warten, bis die Politik Klimaschutz betreibt, der den Namen auch verdient, zum Beispiel auf die extrem schädliche Braunkohle zu verzichten. Oder die Weichen für eine Landwirtschaftspolitik zu stellen, die bei der Produktion von Lebensmitteln auf die natürlichen Lebensgrundlagen Rücksicht nehmen kann. Dass dies funktionieren kann, haben bereits viele Landwirte gezeigt. Es darf allerdings nicht so sein, dass von einer Berufsgruppe Leistungen für Umwelt und Natur zum Nulltarif gefordert werden. Das kann und wird nicht funktionieren. Staatliche Fördermittel gibt es genug. Aber die sind bislang hauptsächlich bei Großbetrieben angekommen, statt dass man die Leistungen für die Gesellschaft anständig honoriert hat. Hier müssen vor allem CDU und CSU über ihren Schatten springen.
Bei aller Kritik an der Politik, die sich gerne auf Appelle und freiwillige Leistungen der Landwirte beschränkt hat, dürfen wir natürlich auch nicht vergessen, dass wir Verbraucher dann mitziehen müssen. Mehr Biolandwirtschaft und mehr Tierschutz in der Tierhaltung können nur funktionieren, wenn wir uns nicht in die eigene Tasche lügen. Wir müssen endlich einsehen, dass man für gute Qualität auch einen guten Preis bezahlen muss. Dann kann eine vernünftige Politik funktionieren, bei der Landwirte und Verbraucher an einem Strang ziehen. Mit der Parole "Geiz ist geil" werden wir bestimmt keinen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und keinen Klimaschutz erhalten.
Allen, die selbst aktiv werden wollen, empfehlen wir den Beitrag der LWG-Expertin Scheu-Helgert inder Wochenendausgabe der Main-Post:
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Garten-Tipps-Wie-jeder-was-fuer-Bienen-tun-kann;art736,10177700



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Informationsdefizit? Ja, aber wo?

14.2.19: Die Gemeinderatssitzung vom 12.2. hatte lediglich einen einzigen öffentlichen Tagesordnungspunkt und dauerte trotzdem sehr lange. In der Sitzung ging es um die Verlagerung der Vorschulgruppe des Kindergartens in die Verbandsschule, wo geeignete Räume in Zusammenarbeit mit der Schule gefunden wurden. Nötig wurde dies, weil verstärkt Betreuungsplätze in der Kinderkrippe nachgefragt werden und in den Containern keine weitere Gruppe Platz hat, so dass die zusätzliche Krippengruppe im Kindergarten untergebracht werden muss. Wegen der Raumnot genehmigte das Landratsamt außerdem den Betrieb der Notgruppe im Turnraum für weitere 3 Jahre. Etliche betroffene Eltern waren bei der Sitzung als Zuhörer anwesend. Sie konnten anschließend ihre Bedenken vortragen. Einige kritisierten, dass ihre Kinder in einen Raum inder Verbandsschule wechseln sollen und hatten kein Verständnis dafür, dass weitere Kinder in der Kindertagesstätte aufgenommen werden sollen. Dabei wurde vom Landratsamt lediglich der Umzug der Vorschulgruppe genehmigt, da dies auch pädagogisch sinnvoll sei.
Da die katholische Kirchenstiftung als verantwortlicher Maßnahmenträger derzeit und wohl auch auf absehbare Zeit handlungsunfähig ist, hat sich Bürgermeister Brohm auf die Suche gemacht und ist schließlich in der Schule fündig geworden. Aus den Reihen der SPD wurde an diesem Vorgehen deutliche Kritik geübt. Man warf dem Bürgermeister vor, die Gemeinderäte nicht genügend informiert zu haben und die Alternativstandorte nicht ausreichend geprüft zu haben.
In der Sitzung wurde deutlich, dass es tatsächlich ein erhebliches Informationsdefizit gab. Das lag allerdings nicht an der Informationspolitik von Bürgermeister Brohm, sondern wohl eindeutig am Informationsfluss innerhalb der SPD-Fraktion und möglicherweise auch innerhalb der Schule. Die Fraktionsvorsitzenden und der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport wurden vom Bürgermeister mehrmals umfangreich informiert. Auch die Gründe, warum provisorische Alternativen wie die Tennishalle oder das gemeindeeigene Haus in der Ludwigstraße nicht in Frage kommen, wurden kommuniziert. Es lag größtenteils an den horrenden Umbaukosten. Es ist sicher richtig, wenn man sich bei einem Thema wie der Kindertagesstätte viel Zeit für Diskussionen nimmt. Man sollte sich und andere dabei aber nicht mit haltlosen Vorwürfen aufhalten, sondern sich auf die sachliche Seite der Themen beschränken.
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurde erstmals öffentlich bekannt, dass sich Bürgermeister Brohm angesichts des Wegfalls einer Geschäftsführung durch den kirchlichen Träger bereit erklärt hat, in Zusammenarbeit mit der Caritas um die Kindertagesstätten zu kümmern. Man kann nur hoffen, dass sich der Bürgermeister angesichts des ungelösten Desasters mit der Krippe und der Notwendigkeit, zeitnah einen Anbau oder Neubau der Kindertagesstätte auf den Weg zu bringen, nicht übernimmt. Sein Einspringen ist sicher ehrenwert, aber auch eine zusätzliche erhebliche Belastung für ihn und wahrscheinlich auch für Teile der Gemeindeverwaltung.



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Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?

6.2.19: Wir haben Ihnen in den letzten Wochen einige Details der momentan diskutierten Planung für die Umgestaltung der Mainpartie vorgestellt:
eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil I)
eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil II)
eine Entscheidung für viele Jahrzehnte (Teil III)
Da man derzeit damit rechnen muss, dass die 7 fetten Jahre vorbei sind und Steuermittel und Zuschüsse nicht mehr ungebremst fließen werden, haben wir uns zum finanziellen Aspekt der Sanierung der Mainpartie einige Gedanken gemacht:
Da die finanziellen Ressourcen der Gemeinde nicht in den Himmel wachsen, meint die MM, dass man beim 1. Bauabschnitt zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg auf unnötige und teure Maßnahmen verzichten sollte. Nicht, dass am Ende beim wichtigsten Teil der Altortsanierung, dem sog. „Marktplatz“ zwischen dem Rathaus und der Pointstraße, das Geld ausgeht. Man darf nicht vergessen, dass die Gemeinde noch eine ganze Reihe weiterer kostenintensiver Baustellen auf dem Schirm hat, die oft auch langfristig Jahr für Jahr erhebliche Folge- und Unterhaltskosten mit sich bringen. Man denke nur an die Sanierung der Schule, die auf 20 Mio. € veranschlagt ist, an den Stegneubau, an den erforderlichen Neu- oder Anbau einer Kindertagesstätte, an die mit 800.000 € geschätzte Sanierung des oberen Hochbehälters, an den Parkplatz in der Ludwigstraße, an den geplanten Ankauf des gesamten Klostergeländes hinter der Kirche mit allen Gebäuden und einem enormen Sanierungsaufwand, um nur einige Beispiele zu nennen. Ganz abgesehen davon, dass uns möglicherweise noch unvorhergesehene kostenintensive Überraschungen vor die Füße fallen, wie z.B. jetzt die Hochbehältersanierung.
Sicher, für manches gibt es auch staatliche Förderung, wobei immer nur ein Teil förderfähig ist. Zudem fließen meist nur Fördergelder, wenn die Maßnahme richtig aufwendig und teuer ist, so dass vieles unter dem Strich ohne Förderung schneller und günstiger verwirklicht werden kann. Das gilt mit Sicherheit für den Bauabschnitt zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz.



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etliche Probleme mehr

5.2.19: Bürgermeister Brohm ist nicht zu beneiden, derzeit hat er etliche Probleme mehr. Die Verwerfungen in der Diözese, die zwei hochrangigen Mitarbeitern den Job gekostet haben, hinterlassen vielerorts tiefe Spuren. Niemand traut sich offensichtlich so recht hinter dem Ofen hervor, kaum jemand will in der Diözese Verantwortung übernehmen. Eine Folge ist, dass dies auch die örtlichen Kirchenverwaltungen angesteckt hat, die oft handlungsunfähig sind oder teilweise gar nicht mehr existieren. Davon ist auch Margetshöchheim betroffen. Der Ankauf des Klostergeländes durch die Gemeinde, den Bürgermeister Brohm eingefädelt hat, liegt auf Eis, ebenso wie der Ankauf eines kirchlichen Grundstücks oberhalb der Staatsstraße. Noch problematischer sind die Auswirkungen auf die Kindertagesstätten am Ort. Bei der Kinderkrippe, deren Sanierung seit Jahren auf dem Abstellgleis steht, neuerdings auf dem juristischen, wären gerade momentan eine klare Linie und Entscheidungskraft dringend nötig. Dass jetzt dringend über den Anbau oder Neubau beim von der Kirche verwalteten Kindergarten entschieden werden muss, ist schlichtweg ein Fiasko. Schließlich gibt es die aktuell hohen Zuschüsse für derartige Projekte wohl nur noch in diesem Jahr.



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alles heiße Luft? die richtige Antwort!

30.1.19: Ergänzend zu unserem letzten Link wieviel Schadstoff sollen wir vertragen? hier ein Kommentar aus dem Spiegel:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/feinstaub-positionspapier-lungenarzt-widerspricht-seinen-kollegen-a-1249884.html



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wieviel Schadstoff sollen wir vertragen?

28.1.19: Egal ob Luftschadstoffe, Tempolimit oder Trickserei der Autokonzerne, CSU-Minister Scheuer sieht das alles recht locker und wenig Anlass, aktiv zu werden. Da kam ihm offensichtlich die Erklärung von 100 Lungenfachärzten gerade recht, die allerdings längst nicht für die Mediziner repräsentativ sind, wie der folgende Beitrag zeigt:
https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_85156056/internationale-lungenaerzte-verteidigen-stickoxid-grenzwerte.html



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Ökologisch tote Vorgärten

27.1.19: Die Liebe zu Wald, Wiese und Natur ist den Deutschen nicht fremd. Und wenn es im Urlaub ist, dürfen Natur und Ambiente auch ruhig etwa wilder und urig sein. Vor der eigenen Haustüre endet allerdings für viele der Spaß am Wildwuchs. Vielerorts haben Schotter und Kieselsteine jedoch Natur und Grünwuchs verdrängt, die Vorgärten gleichen oft einem ökologischen Kontrastprogramm. Ganz neu ist das nicht, wie ein Beitrag in der FAZ vom 20.6.2014 zeigt:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-zierschotterplage-mein-schoener-vorgarten-13001049.html
Dass das Thema immer noch aktuell ist, zeigt der Beitrag "Steine statt Schneeglöckchen" vom 20.1.19 ebenfalls in der FAZ , in dem berichtet wird, dass manche Kommunen in ihren Bebauungsplänen bereits ein "Schottergartenverbot" aufgenommen haben:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/verbot-von-schottergaerten-steine-statt-schneegloeckchen-15992058.html
Im FAZ-Beitrag wird auch von Gegenmaßnahmen mit satirischem Einschlag berichtet:
"Der Nabu veranstaltete einen Fotowettbewerb zum Thema, und eine Facebookgruppe namens „Gärten des Grauens“, initiiert von einem Biologen, sammelt die schlimmsten Beispiele und macht sich darüber lustig. Wer sie durchblättert, möchte sofort ein Apfelbäumchen pflanzen und eine Blumenwiese säen." (https://de-de.facebook.com/GaertenDesGrauens/ und https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/23829.html )



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katastrophale Aussichten

22.1.19: Ergänzend zu unserem Beitrag Hochachtung vor diesen Jugendlichen!!! empfehlen wir Ihnen den folgenden Link:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/weltwirtschaftsforum-warnt-vor-risiken-und-spaltung-a-1248296.html



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Hochachtung vor diesen Jugendlichen!!!

20.1.19: Dass am Freitag in Würzburg 1000 junge Menschen und in aller Welt wohl hunderttausende Schüler ihre Schulen verlassen haben und für einen Klimaschutz, der diesen Namen auch verdient, auf die Straße gegangen sind, verdient Hochachtung. Um an einer "normalen" Demonstration teilzunehmen, muss man allenfalls den inneren Schweinehund der Bequemlichkeit überwinden. Dazu jedoch die Schule zu verlassen und höchstwahrscheinlich noch eine Strafe zu kassieren, zeigt, dass diese Jugendlichen den Ernst der Lage erkannt haben und bereit sind, für Ihre Zukunft und die Zukunft unserer Welt etwas zu riskieren. Obwohl die Erwachsenen und vor allem die in der Regierungsverantwortung stehenden Politiker genau wissen müssten, was die verharmlosend als Klimawandel bezeichnete sich anbahnende Klimakatastrophe für uns alle bedeutet, wird weiterhin in großem Umfang Braunkohle für die Stromgewinnung verheizt und von der Autolobby und Verkehrsminister Scheuer alles getan, um eine Wende in der Mobilitätspolitik zu verhindern, den wir dringend nötig hätten.
Hut ab vor den Schülern, deren Aktivitäten an die 68er Zeit erinnern. Beschämend ist, dass es in einigen Bundesländern gerade die Junge Union und die Schülerunion waren, die Konsequenzen für die demonstrierenden Schüler gefordert haben. In die Hirne der strammen CDU-Junioren ist wohl noch gar nicht vorgedrungen, dass sich die Erderwärmung, die sich schon deutlich anbahnt, auf der ganzen Bandbreite unseres Lebens bemerkbar macht. Es sind eben nicht nur ein paar Tier- oder Pflanzenarten, die dann vom Erdball verschwinden werden. Die Folge der Klimakatastrophe, die vor allem auch global die Landwirtschaft betrifft, wird eine gigantische Wanderungsbewegung auslösen, gegen die Merkels "Wir schaffen das" ein Ponyhof war.



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Bauplatzmangel?

12.1.19: Landauf, landab wird über den Mangel an Bauland gejammert. Die Realität sieht jedoch vielerorts anders aus. In Leinach wird derzeit ein neues Baugebiet mit 47 Bauplätzen ausgewiesen, obwohl es dort 2018 noch 110 freie Bauplätze gab Gemeinderatssitzung am 15.1.19, Beginn 18 Uhr (Top 5). In Zell will die Gemeinde sogar auf 7,35 ha ein noch viel größeres Baugebiet ausweisen.
Begründet wird all dies meist mit dem Mangel an Wohnraum. Dabei bedeutet ein Überangebot an Bauland noch lange nicht, dass dadurch die Wohnungsnot behoben werden kann. Abgesehen davon, dass vor allem in den Ballungszentren der Wohnungsmarkt extrem angespannt ist, nicht jedoch auf dem flachen Land. Dort bedeuten jedoch neue Baugebiete in aller Regel ein Mehr an Landschaftsverbrauch und Zersiedelung.



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Vergangenheitsbewältigung, auch bei uns?

10.1.19: Wenn man in Deutschland von Vergangenheitsbewältigung spricht, denkt man immer an die Zeit des Naziregimes, in der Deutschland über die Welt und auch über sich unsägliches Leid gebracht hat. Wenn man heutzutage - wie in den letzten Tagen in der Main-Post - nach fast 75 Jahren immer noch von Vergangenheitsbewältigung liest, dann kann das nur bedeuten, dass in den ersten Jahrzehnten nach der Nazi-Diktatur die Vergangenheit nicht oder nur sehr spärlich aufgearbeitet und bewältigt wurde. Das ist nicht nur eine Vermutung, sondern leider auch Realität. Die alten Nazis waren nach 1945 schnell wieder oben auf und besetzten wichtige Posten in Politik, Wirtschaft, Universitäten und besonders auch in der Justiz. So verfasste Adenauers Staatssekretär Globke den Kommentar zu den Nürnberger Rassegesetzen, also praktisch die juristische "Betriebsanleitung" für die Verfolgung von Juden, Sinti, Roma und anderen.
Wie am 8.1.19 in der Main-Post zu lesen war, überprüft seit zwei Jahren eine vom Würzburger Stadtrat eingesetzte Kommission, ob Würzburger, nach denen eine Straße benannt ist, durch ihre Nazi-Vergangenheit oder ihre Nähe zum Regime dieser Ehre überhaupt würdig sind. Dabei geht es wohl auch um eine Person, nach der eine Straße im Zeilweggebiet benannt ist.
Auslöser war eine Straße in Lengfeld, die in Kenntnis seiner NS-Vergangenheit 1985 nach dem ehemaligen Würzburger Oberbürgermeister Helmuth Zimmerer benannt worden war. 2015 benannten die Ratsmitglieder schließlich die Straße um, nach dem katholischen Antifaschisten Georg Angermaier, der in der NS-Zeit unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Damit erinnert die Straße an einen mutigen Gegner des NS-Regimes, der diese Würdigung ehrlich verdient hat.
Einen Tag später (am 9.1.19) berichtete die Main-Post im überregionalen und im Landkreisteil von einem ähnlichen Vorgang, der in der Dimension allerdings wesentlich gravierender war und der überdeutlich zeigte und wohl auch zeigt, dass das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte mancherorts noch immer nicht einmal ansatzweise bewältigt ist.
https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Alfred-Eck-bekommt-eine-Ausstellung;art779,10149052
Es geht um die gescheiterte Benennung der Auber Schule nach dem Baldersheimer Alfred Eck, der in den letzten Kriegstagen auf dem Auber Marktplatz aufgehängt wurde, weil er mit einer weißen Fahne auf die anrückenden Amerikaner zuging und so die Zerstörung seines Heimatdorfes verhinderte. Beides, die Georg-Angermaier-Straße und die gescheiterte Benennung der Schule nach Alfred Eck, haben etwas miteinander zu tun (und ein ganz klein wenig auch mit Margetshöchheim).
Georg Angermaiers Sohn, der Notar Kilian Angermaier, hat nämlich als Auber Stadtrat die Benennung der Schule nach Alfred Eck beantragt und durchgesetzt. Warum die Schule doch nicht nach dem Retter von Baldersheim benannt wurde, berichtet die Main-Post in der gestrigen Ausgabe: "... Doch alte Kriegsveteranen und das Schulamt mischten sich hinterher ein. Der Name Eck wurde schlechtgemacht. Die Auber Schule dürfte doch nicht den Namen eines Verräters tragen, wehrte sich der damalige Schulamtsdirektor vehement ...". (Der Schulamtsdirektor war der 2018 verstorbene Fritz Schäffer.)
Als die Margetshöchheimer SPD Ende 1995 kurz vor der Kommunalwahl eine Veranstaltung mit Fritz Schäffer durchführte, erinnerte die MM im MM-Blättle (50 Jahre nach Kriegsende) an die Rolle Schäffers bei der verhinderten Namensgebung der Auber Schule. Die Folge war eine bis dahin noch nie erlebte Schmutzkampagne der örtlichen SPD vor allem gegen Peter Etthöfer.
Im Wahlkampfpamphlet der SPD war u.a. die Rede von „publizistischen Methoden, die aus der braunen Hexenküche stammen“, von ständigen Diffamierungen und dass sich bei "Herrn E. die respektvolle Nennung seines vollen bürgerlichen Namens angesichts seiner ständigen persönlichen Beleidigungen von selbst verbietet“.
Von einer Partei wie der SPD, hätte man so etwas eigentlich nicht erwartet, gerade angesichts des Schicksals von Alfred Eck, auf dessen Sterbebild man lesen konnte: "Durch seinen Opfertod am 7. April 1945 rettete er sein Heimatdorf vor der Vernichtung." Von Alfred Eck und seinem Schicksal war in dem SPD-Blättchen damals übrigens kein Wort zu lesen. So viel zum Thema "Vergangenheitsbewältigung".
Wir haben übrigens erst nachträglich erfahren, dass Herr Schäffer SPD-Mitglied war.



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