Startseite
Was gibt´s Neues?
topaktuell
MM koMMunal
Termine
Sonderseiten
nicht ganz so ernst gemeint ...
kritisch betrachtet ...
wer wir sind
vor 35 Jahren
was wir wollen
was wir erreichten
Unser Trinkwasser
Umwelt und Tipps
Ortssanierung: Tips und Infos
    Neugestaltung Mainpartie
    Neugestaltung Mainpartie Teil II
    Ortssanierung Teil I
    Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept
    Altortpreisträger der Gemeinde
    Altortkulturpreisträger der MM
Kultur pur
Kunst und Kultur vor Ort
MM-Blättle
Margetshöchheim früher
Kontakt
Impressum und Datenschutz
Links

Neugestaltung Mainpartie Teil II

Margaretenfest auf der Mainpromenade

21.10.19: Am 15.10.19 fand im Rathaus ein Termin mit den Vertretern der am Margaretenfest beteiligten Vereine statt, bei dem es stellenweise lebhaft zuging. Da der zentrale Platz in der Mainstraße nach dem Abriss des alten Stegs umgestaltet werden soll, muss abgeklärt werden, ob sich die bisherige Planung des Büros arc.grün mit den Anforderungen an die Festmeile verträgt. Da dort nach der bisherigen Planung in der Platzmitte in Nord-Süd-Richtung vier große Bankelemente ("Margetshöchheimer Bank") und Bäume vorgesehen waren, hatte die MM von Anfang an erhebliche Bedenken Margetshöchheimer Bänke und Diese Bänke brauchen wir nicht So funktioniert das Margaretenfest nicht . Abgesehen davon, dass kaum einer in der Platzmitte, sondern lieber am Mainufer mit Blick auf den Fluss Platz nehmen wird, würden die Bänke den Platz in Längsrichtung unterteilen und ihn noch länger und schmaler erscheinen lassen, als er eh schon ist Mainstraße lang und schmal . Außerdem würden die Bäume in der Platzmitte die Blickachse auf das Heymannshaus, das beliebteste Fotomotiv des Ortes, und die historischen Fassaden der Mainstraße stören. Und letztendlich würden die Hindernisse in der Platzmitte die Nutzung des Platzes nicht nur beim Margaretenfest stark einschränken.

Grundsätzlich muss man sich wohl von der Idee verabschieden, den Platz und vor allem die Infrastruktur (Wasser, Abwasser Strom usw.) möglichst exakt auf das Margaretenfest und allgemein auf sehr spezielle Nutzungen auszurichten. Beim Margaretenfestverein haben die meisten Vereine zwar die Idee verworfen, die Zahl der Buden zu verringern und gemeinsam einige wenige Versorgungsstände zu betreiben, falls jedoch in Zukunft einige Vereine als Betreiber wegfallen sollten, was sich ja abzeichnet, wird dieser Vorschlag vielleicht doch wieder aus der Schublade geholt. Im Übrigen ist es auch aus Kostengründen angebracht, flexible Lösungen für die Infrastruktur zu suchen.

Es hat sich bei der Besprechung, an der ein Vertreter des Büros arc.grün teilnahm, gezeigt, dass die sog. Margetshöchheimer Bänke bei der nach dem Abriss des alten Stegs geplanten Verlagerung des Festgeländes in Richtung Main im Wege sind. Herr Warm vom Planungsbüro ruderte daraufhin zurück und erklärte, dass die Bänke nicht unbedingt aus Beton sein müssten. Man könne sich auch eine Holzlattung auf einer Beton- oder Eisenkonstruktion und kleinere Abmessungen vorstellen. Aus gestalterischen Gründen wolle man aber auf keinen Fall ganz auf die Bänke verzichten, vor allem nicht auf die Bank am Anfang und am Ende des Platzes. Auch das macht in unseren Augen keinen Sinn, da im nördlichen Teil mindestens 9 Parkplätze angelegt werden sollen. MM-Gemeinderat Etthöfer wies darauf hin, dass dort ja auch noch ein Fahrradabstellplatz mit Ladestation und die Wegeführung von der Mainstraße zum Radweg am Main berücksichtigt werden müssen. Außerdem müssen noch zwei Anschlusspunkte für die Stromversorgung des Festes untergebracht werden, worauf Patrick Lindner hinwies, der sich mit der Elektroplanung befasst hat. Nach seinen Worten müssen die zwei Übergabepunkte wegen der Hochwassergefahr möglichst 1,80 bis 2 m hoch sein. Etthöfer schlug deshalb vor, statt der sinnlosen Bänke im nördlichen und südlichen Drittel des Platzes je einen grazilen Pavillon aus einer Eisenkonstruktion für die Stromversorgung zu errichten, in denen z.B. zusätzlich ein Info-Point untergebracht werden kann. Der nördliche Pavillon könnte über den Pollern der Fernwasserversorgung errichtet werden, die jederzeit zugänglich sein müssen Poller im Rosenbeet . Dort könnte man auch die Ladestation für E-Bukes unterbringen. Der südliche Pavillon könnte Standort für den Infopoint werden.

Künftig sollen nach der Umgestaltung Straße und Gehsteig in der Mainstraße als Rettungszufahrt frei bleiben. Buden und Sitzgelegenheiten sollen in Richtung Main angeordnet werden. Das hätte für die Anlieger den Vorteil, dass sie jederzeit ihre Höfe anfahren könnten. Da der Platz dann wohl nicht für alle Buden Raum bieten wird, wurde aus dem Kreis der Vereinsvorsitzenden vorgeschlagen, einige Buden zwischen die Pappeln am Main zu stellen. Dort wird es allerdings nicht nur eng. Man wird wegen der flachen Wurzeln der Pappeln auch damit rechnen müssen, dass es Probleme beim Aufstellen der Hütten gibt. Stefan Herbert schlug vor, am Main eine Bühne für Veranstaltungen dauerhaft aufzustellen, was das ganze Jahr über sicher kein Blickfang sein würde.

Zur Erläuterung: Die folgende Grafik Mainpromenade zentraler Platz zeigt die "Margetshöchheimer Bänke" in der Platzmitte, einige Abschnitte mit Schleusensteinen als Sitzgelegenheiten und zwei Holzdecks am oder über dem Main.

Und noch etwas ist interessant: Herr Warm vom Büro arc.grün verteidigte die in der Platzmitte geplanten "Margetshöchheimer Bänke" damit, dass die Regierung keinen leeren Platz fördere. Das kann man ruhig bezweifeln. Ein ähnliches Argument bekamen wir auch beim Bauabschnitt I zu hören, als das Büro den Radweg bis zum Sportplatz mit teurem Muschelkalkpflaster ausbauen wollte.
Wir sollten uns bei der Mainpromenade lieber damit beschäftigen, was sinnvoll, praktikabel und bezahlbar ist und nicht mit irgendwelchen fragwürdigen Vermutungen über eine mögliche Förderung durch die Regierung von Unterfranken. Die Gemeinde hat da so ihre Überraschungen erlebt: Bei der Altortsanierung sollte es bei einer umfangreichen Sanierung eines historischen Wohnhauses ursprünglich 200.000 €, dann nach einiger Zeit nur noch 100.000 € Förderung und nach dem aktuellen Stand gar nichts mehr geben.



Nach oben

Mainstraße lang und schmal




Nach oben

Poller im Rosenbeet




Nach oben

Mainpromenade zentraler Platz


Graue Elemente = Margetshöchheimer Bänke 



Nach oben

aller guten Dinge sind drei? nicht immer!

9.10.19: In der Julisitzung des Gemeinderats erhielt das Büro arc.grün praktisch grünes Licht für die vom Gemeinderat modifizierte Planung des Bauabschnitts I der Mainpromenade zwischen dem Sportplatz und dem Steinernen Weg. Ursprünglich sah das Konzept des Planungsbüros vor, den neben dem Radweg verlaufenden (momentan recht desolaten) Fußweg aufzulassen und stattdessen einen mäandrierenden Fußweg mit Splittdecke am Mainufer verlaufen zu lassen. Weil man schließlich einsah, dass dieser Fußweg wohl kaum von älteren Passanten angenommen werden wird, wurde schließlich beschlossen, den Radweg mit einem Fußwegstreifen zu verbreitern, der nur durch eine farbliche Markierung vom Radweg getrennt wird.
Abgesehen davon, dass durch das Fehlen einer deutlichen Trennung keine echte Sicherheit für die Fußgänger besteht, gibt es nun auf dem eh schon recht schmalen Streifen zwischen Main und Radweg wohl über weite Strecken drei Wege: den asphaltierten Radweg, den direkt damit verbundenen Fußweg und einen Fußweg am Main. Damit wird der naturnahe Uferstreifen, der immerhin im Landschaftsschutzgebiet liegt, noch mehr zerstückelt. Das war wohl manchen im Gemeinderat bei der hektisch verlaufenen Sitzung gar nicht so recht bewusst.
Das von der MM favorisierte Konzept, Radweg und Fußweg so zu belassen wie sie sind, nur den Fußweg gut begehbar und etwas breiter, wäre wohl die sinnvollere Lösung gewesen.



Nach oben

Bäume sind wichtiger denn je

19.8.19: Bei der teilweise kontrovers geführten Diskussion über den Bauabschnitt 1 des "Mainpromenade" titulierten innerörtlichen Uferbereichs spielte bei der MM vor allem die potentielle Gefährdung des alten Baumbestands eine große Rolle. Die mächtigen, größtenteils 30 m hohen Schwarzpappeln im Landschaftsschutzgebiet sind ausnahmslos als Naturdenkmal ausgewiesen. Nach den Unterlagen für den Gemeinderat können die Bäume in der Krone gegen Astbruch verspannt werden, so dass von ihnen keine Gefahr ausgehen soll. Auch der Bau des dort geplanten Fußwegs und der Spielgeräte soll angeblich ohne negative Auswirkungen auf den Baumbestand möglich sein. Wir haben da erhebliche Bedenken. Schließlich sind die meisten Bäume bereits vorgeschädigt, und es ist keine Seltenheit, dass dort ein größerer Ast abbricht. Da manchmal Äste in der Krone hängenbleiben und erst später bei einem Windstoß herunterfallen, müsste der Baumbestand praktisch nach jedem kräftigen Windstoß überprüft werden, wenn sich zukünftig im Kronenbereich ein Fußweg und ein Spielplatz befinden. Außerdem ist bekannt, dass Verletzungen im Wurzelbereich, die bei solchen Baumaßnahmen kaum ausgeschlossen werden können, den Baum durch Pilzbefall schädigen können, so dass der Baum eines Tages praktisch ohne Vorwarnung umstürzen kann.
In Würzburg hat das Stadtgartenamt praktisch alle Schwarzpappeln in der Nähe von Wegen und stark frequentierten Bereichen gefällt. Bei uns legt man nun im Bereich der mächtigen Schwarzpappeln einen Weg und einen Spielplatz an. Man kann sich ausrechnen, dass die Pappeln dann keine lange Lebenserwartung mehr haben. Dabei haben erst jüngst wieder Meldungen die Öffentlichkeit aufgeschreckt, dass zur Vermeidung einer weiteren Erderwärmung die Bäume enorm wichtig sind. Und zwar vorrangig große Bäume und nicht kleine, nachgepflanzte, die Jahrzehnte brauchen, um ein mächtiger Baum zu werden.
Momentan kann ein Blinder mit dem Krückstock erkennen, wie weit die Wurzeln der Pappeln reichen und wie weit somit der gefährdete Wurzelbereich geht. Dort, wo im letzten Herbst der Sturm einige Pappeln umgeworfen hat (in Stegnähe und ein Stückchen weiter Richtung Spielplatz), schlagen derzeit die Wurzeln wieder aus, so dass dort ein kleiner Pappelwald entsteht.
Im zukünftigen Bauabschnitt 1 zwischen dem Steinernen Weg und dem Sportplatz kann man auf der Wiese deutlich mächtige Wurzelstränge erkennen, die bis an den derzeitigen Fußweg heranreichen und die Ursache dafür sind, dass der Fußweg eher einer Berg- und Talbahn gleicht. Umso unverständlicher ist es, dass man im derzeit noch naturnahen Bereich einen zusätzlichen Fußweg und einen Spielplatz plant.



Nach oben

da stand mal eine Pappel


Pappelaufwuchs auf breiter Front 



Nach oben

Aufwuchs auch auf der anderen Wegseite




Nach oben

Pappelaufwuchs in Stegnähe




Nach oben

und hier etwas vergrößert




Nach oben

und sogar im Rinnstein




Nach oben