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Eisvogel: Vogel des Jahres

Ein Edelstein in Margetshöchheim

2009 wurde der Eisvogel zum Vogel des Jahres gewählt. Die recht seltenen Vögel, die auch als fliegende Edelsteine bezeichnet werden, waren bislang auch in Margetshöchheim heimisch. Ob sie allerdings den extrem harten Winter überstanden haben, muss bezweifelt werden.
Der Margetshöchheimer Bund Naturschutz und die MM haben sich von der ersten Stunde an für dieses Prachtexemplar der Vogelwelt engagiert. Die folgenden Fotos bieten einen kurzen Rückblick auf dieses Engagement.
Ursprünglich brütete der Eisvogel in den Steilwänden des Baggersees auf dem Gelände des jetzigen Naherholungsgebietes. Als die Steilwände mitten in der Brutzeit für das Naherholungsgelände wegplaniert werden sollten, gelang es dem BN durch massiven Einsatz, die Erdarbeiten so lange aufzuhalten, bis die jungen Eisvögel ausgeflogen waren. Das BN-Team versuchte daraufhin, in der Nähe eine künstliche Eisvogelwand zu bauen, um dem Eisvogel wieder eine Heimstatt zu bieten.
Da sich der Eisvogel nur von Kleinfischen (ca. 5 - 7 cm lang) ernährt und deshalb im Winter auf den Flutgraben am Radweg angewiesen ist, setzte sich der BN Anfang der 80er Jahre für die Renaturierung des Grabens ein und säubert ihn regelmäßig im Herbst vom Filz aus Wasserpflanzen, damit der Eisvogel dort auf Nahrungssuche gehen kann.
Der Ruf der Margetshöchheimer Naturschützer als Eisvogelspezialisten reichte auch bis in die weitere Umgebung, so dass mehrmals bei den Etthöfers spät am Abend das Telefon klingelte, wenn etwa im Taubertal ein verletzter Eisvogel in einem Hühnerauslauf gefunden wurde.
Lange Jahre hatten die Etthöfers im Winter an ihrem Gartenteich eine Eisvogelfutterstelle in Form einer kleinen Wanne mit Fischen aufgebaut, damit die Eisvögel bei Frost nicht verhungerten. Da die Eisvögel äußerst scheu sind, schützten sie ihn mit einer Schilfmatte am Zaun vor Störungen. Nach einigen Jahren wurden sie deswegen angezeigt und mussten die Schilfmatte auf Weisung des Landratsamtes (kostenpflichtig) entfernen, weil es sich dabei angeblich um eine "nicht genehmigungsfähige bauliche Anlage" handelte. Das war das Ende der Eisvogelfütterung im Winter.


 


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Das Ende des Eisvogelbiotops am Baggersee


die Brutwand 



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Eisvogel vor der Brutwand


gut getarnt 



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BN-Wache an der Eisvogelbrutwand 



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das Ende der Brutwand 



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Bau der Ersatzbrutwand


mit Sand und ungelöschtem Kalk 



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vor der Renaturierung




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Flutgrabenpflege im Lauf der Jahre


in der grünen Hölle 



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da kam was zusammen 



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eine bewährte Mannschaft 



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Grabenräumung macht Appetit 



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Verletzter Eisvogel


gebrochene Schwingen 



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